"Neues Landgut" - Neuer Stadtteil für 4.000 WienerInnen

In der Nähe des Wiener Hauptbahnhofs entsteht bis 2026/27 ein neues Stadtviertel. Auf einem 9 Hektar großen Gebiet werden 1.500 Wohnungen gebaut. 2023 eröffnet ein Bildungscampus, der zusammen mit der Wohnbebauung einen hochwertigen Freiraum umschließt.

Rendering Neues Landgut

So soll das neue Stadtviertel am Hauptbahnhof Wien künftig aussehen.

Zusammen mit der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH entwickelt die Stadt Wien das 9 Hektar große Gebiet zwischen Bahntrasse, Laxenburger Straße und Landgutgasse zum neuen Stadtviertel "Neues Landgut". Dort werden ab November 2020 rund 1.500 Wohnungen errichtet und Wohnraum für circa 4.000 Menschen geschaffen.

Die Hälfte der Wohnungen wird gefördert, die andere Hälfte freifinanziert sein. Außerdem wird es einen modernen Bildungscampus, eine große Grünfläche im künftigen Zentrum und attraktive Erdgeschoss-Zonen geben. Die Bewahrung und städtebauliche Einbindung von 2 bestehenden Ziegelhallen verbindet Alt und Neu. Geplant ist die Fertigstellung des gesamten Stadtviertels Neues Landgut bis 2026/27.

Soziale und ökologische Grundsätze als Planungsgrundlage

Wohnraum und Grün- beziehungsweise Erholungsräume in einem sinnvollen Verhältnis zu schaffen, ist eine der Herausforderungen denen sich wachsende Städte, wie die Stadt Wien, annehmen müssen. Um diesen Spagat zwischen sozialen und ökologischen Ansprüchen schaffen zu können, folgte die Entwicklung des Neuen Landguts von Beginn an bestimmten Grundsätzen. Soziale und ökologische Aspekte bildeten die Basis für das städtebauliche Konzept.

Erkennbar werden diese Grundsätze an vielen Punkten des geplanten Stadtviertels. Besonders deutlich wird das bei der Frei- und Grünraumgestaltung, der Förderung von umweltfreundlichen Mobilitätsformen und dem überdurchschnittlich hohen Anteil an leistbarem Wohnraum.

Planansicht des Projektgebietes

Städtebauliches Konzept des Neuen Landguts

Die geplante Bebauung im Neuen Landgut passt sich an die Umgebung an. Das bedeutet, dass es dort keine Hochhäuser geben und kein Gebäude höher als 35 Meter sein wird. Die Wohnbebauung konzentriert sich entlang der Gleistrasse. Gut erreichbar sind der geplante Bildungscampus und der zentral gelegene Grünraum. Zusammen mit den schon lange bestehenden Gebäuden Gösserhalle und Inventarhalle beleben sie das Neue Landgut. So wird Altes nachgenutzt und liefert einen Impuls für die Zukunft.

Damit die im Planentwurf festgehaltenen Qualitäten auch bestmöglich umgesetzt werden, wird der Errichtungsprozess qualitätssichernd begleitet.

Klimafreundlich unterwegs durch sanfte Mobilität und gute ÖV-Anbindung

Zu den großen Pluspunkten des Gebiets zählt der gute Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz: U-Bahn, Straßenbahn, Autobus und die S-Bahn-Stammstrecke sowie das überregionale Bus- und Bahnnetz sorgen für eine ausgezeichnete Erreichbarkeit. Die hervorragende Anbindung bietet den zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern des Neuen Landguts die Möglichkeit, sich auch ohne Auto gut fortbewegen zu können.

Zusätzlich werden neue Radwege im Ausmaß von über einem Kilometer Länge geschaffen, die das Gebiet mit seiner Umgebung verbinden.

Auch innerhalb des Gebiets ermöglicht das städtebauliche Konzept kurze Wege. Die Erschließung der Wohngebäude und die geplanten Tiefgaragen sichern die Bedürfnisse von Autobesitzerinnen und Autobesitzern. Oberflächen-Stellplätze wird es im Neuen Landgut nicht geben. Dies wertet den öffentlichen Raum im Viertel auf und schafft Platz für das Zufußgehen, Verweilen und Radfahren.

Ein Fokus bei den städtebaulichen Planungen lag auch auf der Anbindung des neuen Stadtviertels an den Columbusplatz und die Favoritenstraße. Der Columbusplatz wird "verlängert". Der neue Platz wird einer der wichtigsten Zugänge ins Neue Landgut sein.

Leistbares Wohnen im Neuen Landgut

Die Hälfte der 1.500 errichteten Wohnungen im Neuen Landgut sind gefördert. Eine weitere Besonderheit ist ein neuer Gemeindebau, der an der Ecke Landgutgasse/Laxenburger Straße entsteht. Dieses überdurchschnittlich hohe Angebot an leistbarem Wohnraum trägt zu einer sozialen Durchmischung im Viertel bei.

Sämtliche Wohnungen werden so ausgerichtet, dass Nebenräume, beispielsweise Bad und Toilette, in Richtung Bahngleise, Wohn- und Schlafzimmer hingegen in den begrünten Hof geplant werden. Im Erdgeschoss gibt es Raum für kleine Geschäfte zur Nahversorgung. Zusammen mit verschiedenen Lokalen erhöhen sie die Wohnqualität im Neuen Landgut.

Neuer Bildungsstandort für Favoriten

Rendering des Bildungscampus

Rendering des Bildungscampus im Neuen Landgut

Auch Bildung ist ein Schwerpunkt im Neuen Landgut. Ein an den Fassaden und am Dach begrünter Bildungscampus wird für 1.300 Kinder und Jugendliche ganztägig Bildung anbieten. Knapp 30 Klassen, 12 Kindergartengruppen und 4 berufsvorbereitende Klassen finden dort Platz. Zusätzlich wird eine neue Musikschule einziehen. Anrainerinnen und Anrainer werden den in der Erholungsfläche angesiedelten schulischen Sportplatz auch außerhalb der Schulzeiten nutzen können. Der Baubeginn des Campus ist für Frühjahr 2021 vorgesehen. Die Eröffnung ist im September 2023 geplant.

Zusammen mit dem Bildungscampus Sonnwendviertel, 2 Volksschulen, einer Singschule, einer AHS und 17 Kindergärten entsteht eine Bildungslandschaft, die über die Bezirksgrenzen wirksam sein wird. Nach der Fertigstellung des Bildungscampus befinden sich alle genannten Einrichtungen in weniger als 500 Meter Entfernung.

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