"NESSI" - Naturnahe Erlebnisspielplätze

Nessi - das Maskottchen der Naturnahen Erlebnisspielplätze

"NESSI" - Das Seeungeheuer in Wien? Nein, natürlich nicht. Im Gegensatz zum namensgleichen Seeungeheuer handelt es sich bei dem Projekt "Naturnahe Erlebnisspielplätze" um keine Legende.

Naturnahe Erlebnisspielplätze sind keine neue Erfindung. Die Wiener Stadtgärten (MA 42) und der Forstbetrieb der Stadt Wien (MA 49) betreiben bereits seit einigen Jahren recht erfolgreich naturnahe Erlebnisspielplätze. Auf ihnen ist es erlaubt, auch einmal einen Zweig von einem Strauch abzureißen und ihn zum Spielen zu benutzen, ohne gleich Beschwerden hervorzurufen.

Das Ziel von "NESSI" war es, zusätzliche bespielbare Räume zu gewinnen. Sie sollen durch ihre Erlebnisvielfalt und verschiedenartige Gestaltbarkeit zur Förderung des Naturerlebens in der Stadt beitragen und somit zu einer Erhöhung des Spielwertes führen.

Standorte

Übersicht der im Rahmen der Studie aufgenommen Standorte von Waldspielplätzen, Referenzanlagen und potenziellen NESSIs

In Zusammenarbeit zwischen Stadtplanung Wien, Wiener Stadtgärten und Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien wurden im Jahr 2000 mehrere Standorte erfasst, an denen sich bereits Spielplätze befanden, die den "NESSI"-Kriterien entsprechen. Es wurden auch jene Standorte erfasst, die das Potenzial hatten, ein "NESSI" zu werden. Von den ausgewählten Pilotprojekt-Standorten, an denen das Stadtgartenamt und der Forstbetrieb neue "NESSI"-Spielplätze errichten sollten, wurden bereits einige umgesetzt.


Realisierte NESSI-Pilotprojekte

13., Furtwänglerplatz - Gallgasse

NESSI im Furtwänglerpark - Kinder stürmen den neu eröffneten Park

Im Zuge eines Partizipationsverfahrens mit Kindern und Erwachsenen der Umgebung sollten zwei bestehende Grünflächen aus- beziehungsweise umgestaltet und durch eine Grünverbindung miteinander verknüpft werden, um so einen zusammenhängenden Spielraum zu schaffen.

Zu dem damals bereits bestehenden Stadtwäldchen kam 2002 der Furtwänglerpark der Wiener Stadtgärten (MA 42) hinzu. Grundlage für die Planung dieses Parks war ein umfangreicher Beteiligungsprozess mit Kindern und Erwachsenen aus der Umgebung. So entstand auch die innovative und bespielbare Einfassung des Parks in Form von mit Steinen gefüllten Stahlgitterkäfigen, sogenannten Gabionen. Diese sind für Kinder und Erwachsene bespielbar, man kann darauf sitzen, aber Hunde klettern nicht darüber.


22., Stadlau/Mühlgrund - "Spielfelder Stadlau"

Die Spielfelder Stadlau im Sommer 2008, Wiesen und Büsche

Dieses Projekt zeichnet sich durch seine Lage im Stadterweiterungsgebiet aus. Es befindet sich zwischen den U-Bahn-Stationen Stadlau und Hardeggasse. Mit einer Größe von circa 82.500 Quadratmetern verfügt es außerdem über ausreichend Fläche, um auch "NESSI-Touristinnen und -Touristen" aufzunehmen.

Die Umsetzung begann im Herbst 2000 mit Aufforstungen im Rahmen der Aktionen "Wald der Jungen Wienerinnen und Wiener" und "Schulwald 2000 Stadlau". Seit 2001 wurden immer wieder Workshops mit Kindern und Jugendlichen veranstaltet. Dabei wurde manchmal nur geplant, oft aber selbst gebaut. Damit sind die Spielfelder Stadlau sozusagen ein Ort für Kinder und Jugendliche von Kindern und Jugendlichen.

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