Gemüsehauptstadt Wien

Intensiver Gemüseanbau im Donaufeld, mit Glashaus im Hintergrund

Gemüseanbau im Donaufeld, 21. Bezirk

Der Großteil der Wiener Landwirtschaftsflächen, mehr als 5.000 Hektar, ist Ackerland. 870 Hektar werden für Gartenbau - vor allem für die Gemüseproduktion - genutzt. Rund 700 Hektar betragen die Weinanbauflächen. Von den rund 115.000 Tonnen jährlicher pflanzlicher Nahrungsmittelerzeugung fallen circa 60.000 Tonnen auf die rund 40 Sorten Gemüse, die in Wien angebaut werden. Darunter zählen Paradeiser, Gurken, Salate und Paprika zu den beliebtesten Frischgemüsesorten der Wienerinnen und Wiener. Insgesamt wird so etwa ein Drittel der in Wien verbrauchten Gemüsemenge auch innerhalb der Stadt erzeugt, ein sehr hoher Wert für eine Großstadt.

Verschiedene Gemüsearten können mehrmals im Jahr angebaut und geerntet werden. Dies und der hohe Flächenertrag macht den Gemüsebau zur produktivsten landwirtschaftlichen Sparte: Gärtnerinnen und Gärtner sowie Feldgemüsebäuerinnen und -bauern erwirtschaften auf nur neun Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Wiens 56 Prozent der agrarischen Endproduktion.

Der größte Landwirtschaftsbetrieb in Wien befindet sich im Eigentum der Stadt: Mit dem Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (MA 49) werden so rund 1.000 Hektar der insgesamt 2.000 Hektar städtischen Ackerflächen und 48 Hektar Rebflächen als strenge Bio-Anbauflächen betrieben. Damit will die Stadt als einer der größten biologischen Betriebe Österreichs Vorbildwirkung zeigen und auch andere Betriebe zum Umstieg auf biologische Produktionsweisen ermutigen.

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