Die Internationalen Gartenschauen

Die Ausrichtung internationaler Großveranstaltungen ist für Städte weltweit immer wieder ein geeignetes Mittel, um städtebauliche Großprojekte umzusetzen, zu finanzieren und neue Entwicklungsimpulse anzuregen. In Wien wurde dieses Instrument im vergangenen Jahrhundert gleich zweimal angewandt.

WIG 64 - Wiener Internationale Gartenschau 1964 - Donaupark

Sessellift fährt über rosa, rote und weiße Blumenbeete mit einer pinkfarbenen Hollywoodschaukel, dahinter die Liliputbahn

Die Internationale Gartenschau - Donaupark 1964

Bis zum Jahr 1960 wurden weite Teile des Gebietes zwischen Wagramer Straße, Siedlung Bruckhaufen, Arbeiterstrandbadstraße und Hubertusdamm im 22. Bezirk (Donaustadt) als Mülldeponie genützt. Dieses Gelände, nur vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, bot sich nach der Sanierung der Deponie für die Errichtung einer Parkanlage an. Die Wiener Stadtregierung beschloss, dies in Verbindung mit der "Wiener Internationalen Gartenschau 1964" (WIG 64) in die Tat umzusetzen.


Grünanlage an der Donau mit Donauturm

Luftbild vom Donaupark 2007

Der Donauturm war damals futuristischer Mittelpunkt der WIG, heute ist er eines der Wahrzeichen von Wien. Die Ausstellungsbesucherinnen und Ausstellungsbesucher konnten das Gelände auch mit der heute noch bestehenden Donauparkbahn und einem inzwischen nicht mehr vorhandenen Sessellift aus der Vogelperspektive betrachten.

Die WIG 64 gab einen Überblick über den Stand und die Leistungen des österreichischen und internationalen Gartenbaus. Im Freiland zeigten zehn Nationengärten die Kunst der Gestaltung. Nach der Gartenschau wurde das Ausstellungsgelände zum heutigen Donaupark. Auf Teilen des Gebiets stehen heute die Wiener UNO-City und die Donau-City.


WIG 74 - Wiener Internationale Gartenschau 1974 - Laaer Berg

Spielplatz mit futuristischer Skulptur als Spielgerät über einer kleinen Wasserfläche

Spielplatz auf der WIG 1974 - Oberlaa

Aufgrund des großen Erfolgs der ersten WIG im Donaupark beschloss der Wiener Gemeinderat zehn Jahre später erneut die Durchführung einer internationalen Gartenschau. Am Südosthang des Laaer Bergs im 10. Bezirk (Favoriten), einer ehemaligen Lehmgrube, bot sich die Gelegenheit zur Gartenschau - dem heutigen Kurpark Oberlaa. Nach der Ausschreibung eines internationalen Wettbewerbs wurden drei Preisträgerinnen und Preisträger ermittelt. Letztendlich fasste man die besten Ideen zusammen und setzte sie um.

Die WIG war mit rund 2,6 Millionen Gästen ein absoluter Publikumsmagnet. Ende 1974 wurde die Gartenschau in die öffentliche Parkanlage Kurpark Oberlaa umgewandelt.


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