Memorandum of Understanding - TRANSFORM

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Urkunde mit den Unterschriften der StädtevertreterInnen

Memorandum of Understanding

Am 3. Juni 2015 wurde in Amsterdam von den Vertreterinnen und Vertretern der Städte Amsterdam, Genua, Hamburg, Kopenhagen, Lyon und Wien ein Städteabkommen abgeschlossen und unterschrieben. Damit bekräftigen sie die Zusammenarbeit bei der Senkung der Treibhausgasemissionen und der Erreichung der Klima- und Energieziele der EU.

Das "Memorandum of Understanding" wie auch das Projekt TRANSFORM beziehen sich direkt auf die "Smart City Wien - Rahmenstrategie" und deren Umsetzung.

Das Original-Memorandum ist in englischer Sprache verfasst.

Memorandum im Wortlaut

Aufbauend auf den Ergebnissen der erfolgreichen Partnerschaft im Projekt TRANSFORM ("Transformation Agenda for Low Carbon Cities"), finanziert durch das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm.

In Anerkennung der zentralen Rolle von Städten bei der Senkung von Treibhausgasemissionen und der Erreichung der Klima- und Energieziele der EU, insbesondere in Form beschleunigter Bemühungen durch Netzwerke wie den "Konvent der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister" und "Eurocities".

Mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den sechs Städten bei der Umsetzung der "Urban Transformation Agenda" zu stärken.

In Unterstützung des "Energy Union Package" der Europäischen Kommission, einschließlich des Pariser Protokolls ("A Blueprint for Tackling Global Climate Change Beyond 2020")

Die Städte Amsterdam, Kopenhagen, Genua, Hamburg, Lyon und Wien sind sich der Verantwortung und der einzigartigen Möglichkeiten von Städten im Umgang mit dem Klimawandel bewusst. Wir stimmen in folgenden Punkten überein:

  1. Lebensqualität ist ein grundlegendes Ziel für unsere gesamte Bevölkerung. Daher gilt es, Konzepte und Methoden für mehr Lebensqualität zu entwickeln und allgemein zugänglich zu machen. Darauf sollten sich unsere Initiativen konzentrieren.
  2. Der Klimawandel hat weitreichende Auswirkungen auf die Umwelt. Deshalb bekennen wir uns zur integrierten Umsetzung sektoraler Politikmaßnahmen für mehr Klimafreundlichkeit auf kommunaler Ebene.
  3. Klimaschutz kann nur gelingen, wenn alle gesellschaftlichen Akteure sich auf einheitliche Zielsetzungen einigen. Daher sind gemeinsame Bemühungen, eine stärkere Beteiligung der Öffentlichkeit und die gemeinsame Erarbeitung von Lösungen durch Regierungsbehörden, Bürgerinnen und Bürger, Forschung und Wirtschaft erforderlich.
  4. Die intelligente Anwendung neuer Konzepte, Ideen und Methoden bedarf geeigneter Verwaltungsstrukturen. Die Städte stimmen darin überein, dass glaubwürdige und mit den nötigen Finanzmitteln ausgestattete Kontaktstellen eingerichtet oder unterstützt werden müssen, um Smart-City-Entwicklung und Energiewende zu fördern und dadurch Hilfestellungen für Smart-City-Entwicklungen sowie für deren Koordinierung und Monitoring zu bieten.
  5. Durch internationale Zusammenarbeit teilen wir Best Practices, verbessern die Qualität der Stadtentwicklung und schaffen vergleichbare Methoden zur Abschätzung der Treibhausgasemissionen. Dank vergleichbarer Daten können Städte ihre Situation besser analysieren und wirksamer auf eine Energiewende hinarbeiten.
  6. Initiativen für die offene Verfügbarkeit oder gegenseitige Weitergabe von Daten (Open Data, Shared Data) werden einen zentralen Schritt für mehr Qualität in der Stadtentwicklung und für die damit einhergehende Energiewende darstellen.
  7. Die Energieproduktion sowie der Energieverbrauch von Gebäuden und im Verkehr machen einen besonders großen Anteil des Gesamt-CO2-Ausstoßes aus. Städte sind in der Lage, diese Bereiche zu beeinflussen. Bemühungen für mehr Energieeffizienz, höhere Luftqualität und erneuerbare Energien sind unerlässlich für eine Senkung der Kohlenstoffemissionen.
  8. Urbane Mobilität spielt eine Schlüsselrolle im Zusammenhang mit Klimaschutz und Lebensqualität. Die Städte bekennen sich dazu, ihre Bemühungen zur Senkung verkehrsbedingter Emissionen durch die Forcierung kohlenstoffarmer Alternativen (wie Fahrräder oder Elektrofahrzeuge) und den Ausbau klimafreundlicher öffentliche Verkehrssysteme zu verstärken.
  9. Stadtplanung, die Entwicklung kohlenstoffarmer beziehungsweise kohlenstofffreier Energiesysteme und energieeffiziente Gebäude sind als integrierte Themenbereiche anzusehen.
  10. Städte anerkennen den Bedarf nach innovativen Finanzierungsmethoden, neuen Verwaltungsformen und dem Austausch von Investitionsagenden zwischen wichtigen Interessensträgern, um Investitionen in kohlenstoffarme Technologien zu beschleunigen. So können Städte eine Verbesserung der Wirtschaft, der Umwelt und der Lebensqualität der gesamten Bevölkerung erreichen.
  11. Im Rahmen von TRANSFORM wurden Methoden und Instrumente entwickelt, um die Klimawende in die Stadtplanung zu integrieren, Interessensträger zu unterstützen und Informationen an andere weiterzugeben. All dies soll die Wirtschaft in den Städten fördern und die Lebensqualität für unsere gesamte Bevölkerung heben.

Bilder vom Festakt

Die StädtevertreterInnen mit Blumensträußen auf einer Bühne

Die StädtevertreterInnen nach Unterzeichnung des Memorandums

Planungsdirektor Thomas Madreiter unterschreibt das Memorandum

Planungsdirektor Thomas Madreiter beim Unterzeichnen der Urkunde


Logo der Europäischen Union Logo des 7. Forschungsrahmenprogramms

Dieses Projekt wurde aus Mitteln des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union kofinanziert.

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