Best Practices der Stadt Wien - UN HABITAT "Best Practices" Programm

Die Vereinten Nationen haben in den 1970er-Jahren die Organisation UN HABITAT gegründet. Die Organisation beobachtet die städtische Entwicklung und unterstützt städtische Verwaltungen bei ihren Problemen. Sie interveniert im Krisenfall im Rahmen der internationalen Solidarität.

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Mehr als die Hälfte aller Menschen lebt in Städten. Städte sind kulturelle Zentren, Kommunikationsknotenpunkte und bieten soziale Aufstiegschancen. Städte sind die Austragungsorte gesellschaftlicher Bewegung. Städte erzeugen gesellschaftliche Energie, aber sie verbrauchen auch weitaus mehr natürliche Ressourcen als sie herstellen. Die Problemlagen in den Städten der Welt ähneln sich weitaus mehr, als die architektonische Vielfalt glauben lassen würde. Überall gibt es neben den reichen Vierteln arme, die den Zuzug der neuen Bevölkerung aufnehmen. Überall wird zu viel Müll erzeugt und zu viel Wasser verbraucht. Die Versorgung der Städte mit den Grundlagen des täglichen Bedarfs erzeugt Transportprobleme. Die Konzentrierung der Wirtschaft in den Städten belastet die Umwelt.

Lösungen - Best Practices

Überall auf der Welt wird an Lösungsstrategien gearbeitet. Lösungsstrategien können Nachbarschaftszentren sein, die die Errichtung eines Parks durchsetzen. Es können Frauenorganisationen sein, die durch Mikrokreditvergabe wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen. Es können Unternehmen sein, die gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern neue soziale und ökologische Modelle erarbeiten. Es können auch städtische Verwaltungen sein, die vorausschauende Gesetze erlassen oder die natürlichen Grundlagen der Städte unter Schutz stellen. In all diesen praktischen Erfahrungen liegen Lösungen, die UN HABITAT dokumentieren will, um sie lösungssuchenden Gemeinden zur Verfügung zu stellen. Deshalb wird seit 1996 das UN HABITAT Best Practices Programm durchgeführt.

Best Practices Programm

  • Innovative Programme werden dokumentiert und gesammelt.
  • Alle zwei Jahre werden 100 Programme als Best Practices ausgezeichnet.
  • Alle zwei Jahre wird an zehn herausragende Initiativen der Dubai Award vergeben.
  • Zur Vermittlung der Erfahrungen werden Konferenzen und Seminare abgehalten, Workshops durchgeführt, Zeitschriften und elektronische Newsletter herausgegeben.

Das Best Practices Programm ist ein Netzwerk aus renommierten Institutionen, die von UN HABITAT als Kompetenzzentren ausgewählt wurden. In jeder der sechs UN-Regionen gibt es ein regionales Zentrum. Zusätzlich stellen thematische Zentren ihre Fachkompetenz zur Verfügung. Die Stadt Wien ist eines der UN HABITAT Best Practices Zentren.

UN HABITAT Best Practices

UN HABITAT definiert Best Practices als Programme, die zur Lösung städtischer Probleme beitragen. Best Practices müssen fünf Kriterien erfüllen (Good Practices bis zu drei):

  • Partnerschaftlichkeit: Sie müssen von mehreren Organisationen partnerschaftlich durchgeführt werden.
  • Innovation: Sie müssen innovativ in ihrem lokalen Kontext sein.
  • Social Inclusion: Sie müssen auf sozial benachteiligte Gruppen Rücksicht nehmen.
  • Impact: Sie müssen eine nachweisbare positive Veränderung bewirkt haben.
  • Sustainability: Sie müssen nachhaltig sein.

Best Practices können von kleinen NGOs oder von Stadtverwaltungen durchgeführt werden. Es können Projekte sein, die mit geringen Mitteln auskommen und Projekte, die Milliardenbudgets hinter sich haben. Gemeinsam ist ihnen, dass sie auf neuen Wegen erfolgreich versuchen, die Lebensbedingungen der betroffenen Menschen zu verbessern.

Die Best Practices Datenbank

Die Best Practices Datenbank ist die größte Sammlung städtischer Initiativen weltweit. Das gesammelte Wissen der regionalen und thematischen Zentren wird in dieser Datenbank zusammengetragen. Zurzeit umfasst sie über 1.600 evaluierte Programme und die dahinter stehenden Expertinnen und Experten.

Ausstellung

Plakette mit Schatulle

Preis der Stadtverwaltung Dubai

Über das UN HABITAT Best Practices Programm wurde eine Wanderausstellung (in englischer Sprache) erstellt. Diese wurde national und international gezeigt. Die Ausstellung wurde für vorbildliche Gestaltung und Ausführung von der Stadtverwaltung Dubai mit einem internationalen Preis ausgezeichnet.

Kurzfassung der Ausstellung:
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Ausstellungsorte

  • 19.06. bis 23.06.2006: Vancouver (Kanada): "World Urban Forum III"
  • 11.10. bis 13.10.2005: Genf (Schweiz): "International Platform on Sustainable Urban Development"
  • 21.06. bis 22.06.2005: Neapel (Italien): "Internationale Konferenz: Buoni Esempi"
  • 04.04. bis 08.04.2005: Nairobi (Kenya): "20. UN HABITAT Governing Council"
  • 14.01. bis 10.02.2005: Wien: UNO-City
  • 22.11. bis 17.12.2004: Wiener Planungswerkstatt
  • 13.09. bis 17.09.2004: Barcelona (Spanien): "World Urban Forum II"

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