Impuls und Aufwertung für die Umgebung - Fernbus-Terminal am Handelskai

Video: Die Machbarkeitsstudie: Basis für den Wettbewerb zum Fernbus-Terminal

In der Machbarkeitsstudie wurden 3 Varianten für das Terminalgebäude und dessen mögliche Überbauung erarbeitet. Nach gründlicher Abwägung der Vor- und Nachteile wird nun empfohlen, die Variante 0+ weiterzuentwickeln. Diese sieht ein Terminalgebäude mit einem Hochhaus und tieferliegende Bussteige mit Leichtdach vor. Damit kann der Busverkehr ohne große Auswirkungen auf die Umgebung optimal organisiert und auch das wirtschaftliche und städtebauliche Potenzial des Standorts am besten genützt werden, ohne das Gebiet zu stark zu belasten.

Das Projekt wird sich als Teil des Entwicklungsgebiets "Waterfront" gut in das Umfeld integrieren und es weiter aufwerten - unter anderem durch seine markante Architektur, eine Aufwertung der öffentlichen Räume, eine barrierefreie Verbindung zum rechten Donauufer, Begrünung, verkehrsberuhigende Begleitmaßnahmen und nachhaltige Energieplanung.

Entstehen soll ein hochmoderner Terminal, in dem sich Reisende wohlfühlen. Er wird auf 2 Geschoßen angeordnet sein: einem Erdgeschoß mit Abfertigungszone und einem Untergeschoß für die Busse mit 30 bis 34 Haltestellen. Bequeme Warteräume, Anzeige- und Leitsystem, Cafés, Geschäfte und Sanitäranlagen sowie gut gestaltete Außenbereiche werden für ein ansprechendes Ambiente sorgen.

Auf dem Terminal wird ein rund 90 Meter hohes Hotel- und Bürogebäude errichtet. Gemeinsam mit dem Terminal soll die Bruttogeschoßfläche in Summe rund 50.000 bis 60.000 Quadratmeter betragen. Das Hotel soll vor allem für junge Reisende attraktiv sein und der 2- beziehungsweise 3-Sterne-Kategorie entsprechen.

Die Machbarkeitsstudie: Basis für den Realisierungswettbewerb

Vor kurzem wurde die Machbarkeitsstudie für den Fernbus-Terminal fertiggestellt. Sie zeigt, ob und wie der Terminal mit allen gewünschten Funktionen und allen Vorgaben auf dem vorgesehenen Grundstück möglich ist. Dafür wurde ein Vorentwurf für den Terminal gemacht. Außerdem wurden die wirtschaftlichen, rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen sehr umfangreich erhoben.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie wurden am 21. April 2020 der Stadtentwicklungskommission (STEK) präsentiert, die die Zielsetzungen sowie weitere Planungs- und Umsetzungsschritte des Projekts beschlossen hat.

Die Studie ist die Grundlage für den nun folgenden Realisierungswettbewerb. Die Ergebnisse dieses Wettbewerbs fließen später in einen neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan ein. Mit der Umsetzung des Projekts ist die WH Fernbus-Terminal Projektentwicklung GmbH betraut, die zur Wien Holding gehört. Alle Projektschritte erfolgen in enger Abstimmung mit den Planungsabteilungen der Stadt Wien.

3 Varianten untersucht

Die Variantenuntersuchung bezog sich auf

  • Variante 0: Alleinstehendes Terminalgebäude und Bussteige mit Leichtdach
  • Variante 0+: Terminalgebäude mit einem Hochhaus und Bussteige mit Leichtdach
  • Variante 1: Terminal mit geschlossenem, nutzbarem Dach und Überbauung mit 2 Hochhäusern

Nach gründlicher Abwägung der Vor- und Nachteile jeder Variante wurde die Variante 0+ empfohlen. Sie ist die Grundlage für die Ausschreibung zum Realisierungswettbewerb.

Schnitt-Grafik Gebäudekomplex

Hochmoderner Terminal mit Hotel- und Bürogebäude: Die Bussteige werden mit einem Leichtdach überspannt. Ein Verbindungssteg für den Fuß- und Radverkehr führt über den Handelskai und die Bahn zum rechten Donauufer.

Planansicht Erdgeschoß

Das Erdgeschoß mit Abfertigungszone. Bequeme Warteräume, Cafés, Geschäfte und Sanitäranlagen sowie schön gestaltete Außenbereiche werden für ein ansprechendes Ambiente sorgen.


Das Untergeschoß: 30 bis 34 Haltestellen für die Busse, mittiger Passagiersteig


Die Vorteile der Variante 0+

  • Signalarchitektur für den hochwertigen Standort an der "Waterfront", Gebäudehöhe circa 90 Meter
  • Gemäßigte Verdichtung durch Hotel und Büros
  • Bruttogeschoßfläche von circa 50.000 bis 60.000 Quadratmeter städtebaulich verträglich
  • Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Gesamtprojekts
  • Kosten deutlich günstiger als bei kompletter Überbauung
  • Flexibilität durch Leichtdachkonstruktion

Im Rahmen des Wettbewerbs sollen weiter vertieft werden:

  • Abschirmung (Schall- und Abgasschutz) zu bestehender Wohnbebauung (unter anderem durch Bepflanzung)
  • Aufenthaltsqualität beim Ein- und Aussteigen auf den Bussteigen
  • Schnittstellen zu den Nachbargrundstücken
  • Schaffung von gut nutzbaren Grün- und Freiräumen
  • Attraktiver, barrierefreier Verbindungssteg über den Handelskai zum rechten Donauufer
  • Synergien mit vorhandenen Versorgungseinrichtungen (Stadion Center)
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