EUROPAN 12 - Wohnprojekt 21. Bezirk, "Siemensäcker"

Auf den "Siemensäcker"-Gründen in Floridsdorf soll ein attraktives Wohnquartier mit 1.000 bis 1.200 Wohnungen und Nahversorgungs- und Bildungseinrichtungen entstehen.

Voraussetzungen

Karte: Lage der Siemensäcker in der Stadt

Die "Siemensäcker"-Gründe liegen in Floridsdorf, südlich der Leopoldine-Padaurek-Straße, rund 2,5 Kilometer östlich des Bezirkszentrums. Nördlich der Entwicklungsfläche liegt das Siemens-Betriebsareal mit der "Landmark" der 2012 eröffneten "Siemenscity". Südlich liegen ausgedehnte Einfamilienhaus- und Kleingartensiedlungen.

Die städtebaulichen Voraussetzungen, wie zum Beispiel Nachbarschaft zu Siedlungen und die gute Anbindung durch eine S-Bahn Station, sind für die Entwicklung eines Wohnquartiers von Vorteil.


Internationaler Wettbewerb

Visulaiiserung des Siegerprojekts "Cluster/Streetscape"

Die rund acht Hektar großen "Siemensäcker" wurden neben anderen längerfristig zu entwickelnden Siemensflächen in das internationale Wettbewerbsverfahren EUROPAN 12 (März bis Dezember des Jahres 2014) eingebracht. Das Architekturbüro SLLA Architects (Bratislava, Slowakei) hat den Wettbewerb mit seinem Projekt "Cluster/Streetscape" gewonnen.


Kooperatives Projektentwicklungsverfahren

Grundrissplan aus dem Leitbild

Nach dem Wettbewerbsverfahren wurden die "Siemensäcker" an die Sozialbau AG als gemeinnütziger Wohnbauträger verkauft. Von November 2014 bis März 2015 entwickelten das Siegerteam, Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen und aus dem Magistrat der Stadt Wien sowie drei AnrainerInnenvertreter ein Leitbild. Dieses wahrt die Qualitäten des Siegerprojekts und macht geförderten Wohnbau möglich.


Grundsätze des Leitbilds

  • Die Bebauungsstruktur vermittelt zwischen Gewerbehallen und bestehenden Kleingarten- und Einfamilienhausbereichen.
  • Von Nord nach Süd werden drei Bebauungszonen definiert: Im Norden soll es acht- bis elfgeschoßige Gebäude, in der Mitte Gebäude mit sechs bis acht Geschoßen und im Süden eine aufgelöste Struktur mit niedrigen Stadtvillen geben. Es sind rund 1.000 bis 1.200 Wohneinheiten vorgesehen.
  • Entlang der Erschließungsstraße im Norden befinden sich Infrastruktureinrichtungen wie Kindergarten, Schule oder ein Einkaufsmarkt.
  • Unterschiedliche Freiräume wie ein zentraler Park, urbane Gassen, Quartiersplätze, Querungen und der "grüne Rand" gliedern das Stadtquartier.
  • Das Stadtquartier ist autofrei, von der Erschließungsstraße im Norden sind zwei Garagen unter den Gebäuden zu erreichen.

BürgerInnen-Information

Bürgerinnen und Bürger und Fachleute sprechen vor Ausstellungstafeln miteinander über ein Projekt

Das Leitbild als Ergebnis des kooperativen Projektentwicklungsverfahrens wurde im Rahmen einer Informationsausstellung am 9. Juni 2015 präsentiert. Dort hatten Anrainerinnen und Anrainer die Möglichkeit, persönliche Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Abteilung Stadtteilplanung und Flächennutzung (MA 21), Fachplanerinnen und Fachplanern und dem Bauträger zu führen.

Aufgrund eingebrachter Anregungen und Bedenken wurde das Leitbild modifiziert. Das Ergebnis wurde bei einer Informationsveranstaltung am 5. November 2015 vorgestellt.


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