Siegerprojekt - Erzherzog-Karl-Straße Süd

Modell eines Stadtteils

Das Siegerprojekt des Architekturbüros SUPERBLOCK sowie des Freiraumplanungsbüro YEWO Landscapes versteht sich als ein Puzzlestein im Stadtraum, der die vorhandenen Siedlungen berücksichtigt, ergänzt und verbindet.

Wege werden weitergeführt und neu geknüpft. Auf die bestehende Bebauung in der Umgebung wird reagiert und die neue Parkanlage wird bestmöglich an die Nachbarschaft angebunden.

Der Park

Visualisierung eines Stadtgebiets
Visualisierung des Raums unter der U-Bahntrasse

Der neue, über 2 Hektar große Park liegt in der Mitte des Gebietes, beidseits der U-Bahntrasse. Da sich der Park mit der Bebauung verzahnt, ist er gut erreichbar und vielseitig nutzbar.

Eine besondere Atmosphäre bietet der Raum unter der U-Bahntrasse, wo zahlreiche Aufenthalts-, Spiel- und Sportmöglichkeiten geplant sind. Der bestehende Fuß- und Radweg entlang der U-Bahntrasse bleibt bestehen. Neben der Freiraum- und Erholungsnutzung dient der Park auch als naturnaher Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Die Bebauung

Visualisierung zeigt Stadtmodell mit Grünraum

Im Stadtentwicklungsgebiet "Erzherzog-Karl-Straße Süd" werden die Wohnungen, Kindergärten, Geschäfte, Gastronomieeinrichtungen und sonstige Nutzungen in 4 Gebäudetypen untergebracht. Die Geschäfte und Gastronomieeinrichtungen sind vorrangig an der Erzherzog-Karl-Straße im Bereich der U2-Station "Aspernstraße" sowie im Bereich der Langobardenstraße geplant und sollen die bereits vorhandenen Zentrumsfunktionen ergänzen.


  • "Vermittler": Hier reagiert die Bebauung auf die bestehenden Wohngebäude im Westen und Osten des Gebietes. 3-geschoßige Reihenhäuser mit durchgrünten Freiräumen und Gärten sind an den Gebietsrändern angeordnet. Im Quartiersinneren sind kleine 4- bis 6-geschoßige Wohnungsbauten geplant.
  • "Urbane Baufelder": Die Ausbildung klarer Kanten an den Straßenzügen Erzherzog-Karl-Straße und Langobardenstraße erfolgt durch 4- bis 8-geschoßige Gebäude. Im Bereich der U2-Station Aspernstraße, gegenüber dem Wonkaplatz, sind Gebäude mit 10 Geschoßen vorgesehen. Im Erdgeschoß beinhalten sie gewerbliche Nutzungen.
  • "Stadtkronen": 6- bis 10-geschoßige Gebäudegruppen aus je 3 Häusern werden zum neuen Park orientiert. Im Erdgeschoß sind Gemeinschaftsräume geplant.
  • "Baufelder am Park": Hier werden 3- bis 8-geschoßige Wohngebäude im Quartiersinneren vorgesehen und die beiden neuen Kindergärten untergebracht. Die stark durchgrünten Innenhöfe öffnen sich zum Park.

Anpassung an den Klimawandel

Visualisierung zeigt Wohngebäude mit grünen Innenhöfen

Gegen Überhitzung im Sommer werden die Wege und Plätze überwiegend unversiegelt und hell hergestellt. Regenwasser wird oberflächlich in Sickerbecken gesammelt, um Starkregen-Ereignisse abzufedern und den natürlichen Wasserkreislauf zu erhalten. Um die Entstehung von Hitzeinseln zu vermeiden, werden zahlreiche Bäume gepflanzt. Begrünte Dächer bieten Platz für gemeinschaftliche Aktivitäten und für Fotovoltaik-Anlagen. Fassadenbegrünungen verbinden die ebenerdigen Grünflächen mit den begrünten Dächern und tragen somit zur biologischen Vielfalt bei.

Mobilität

Visualisierung eines Platzes im Stadtgebiet

Das Gebiet ist mit zwei U-Bahn-Stationen, einer Straßenbahn und verschiedenen Buslinien hervorragend an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Da umweltfreundliche Mobilitätsformen bei der städtebaulichen Entwicklung gefördert werden sollen, wird das Stadtquartier daher verkehrsberuhigt und weitgehend autofrei sein. Es werden viele neue Wegeverbindungen für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen geschaffen. So können beispielsweise die U-Bahn-Stationen und der neue Park sehr gut erreicht werden.

Visualisierung eines Stadtgebiets als Gebäudeblocks

Die beiden in Nord-Süd-Richtung verlaufenden, sogenannten "Adressadern" binden an die Erzherzog-Karl-Straße und Langobardenstraße an. Sie sind nur für Radfahrer*innen, Einsatz- und Müllfahrzeuge befahrbar. Eine attraktive Gestaltung dieser Räume mit kleinen Quartiersplätzen und schattenspendenden Bäumen schafft eine gute Aufenthaltsqualität und verbessert das Mikroklima. Gemeinschaftsräume und Kindergärten im Erdgeschoß der Wohnhäuser beleben diese Straßenräume.

In Mobilitätsstationen werden unterschiedliche Mobilitätsangebote miteinander verknüpft. Vorgesehen sind beispielsweise E-Car- und Bikesharing, Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und Fahrrad-Servicestationen.

Für private Pkw wird es in 4 Sammelgaragen die erforderlichen Stellplätze geben. Die Zufahrt zu den Sammelgaragen erfolgt auf kurzem Weg. Eine Durchfahrt des Quartiers mit dem Auto ist nicht möglich.

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