Wohnprojekt Dresdner Straße 84-90

Ab Ende 2019 sollen zwei Wohngebäude mit rund 400 Wohnungen auf der 7.000 Quadratmeter großen Liegenschaft angrenzend an das Areal Nordwestbahnhof entstehen.

Ausgangslage

Luftbildkarte mit markiertem Areal Dresdner Straße 84-90

Lage des Areals in der Dresdner Straße 84-90

Die circa 7.000 Quadratmeter große Liegenschaft grenzt unmittelbar an das Nordwestbahnhofareal und liegt im Nahbereich der Schnellbahnstation Traisengasse. Die Liegenschaft ist im Eigentum der Bauträger Arwag und Migra. Derzeit befinden sich auf dieser Fläche Gebäude des Autohauses Lamberg. Eine geplante Absiedelung des Autohauses ermöglicht eine standortadäquate Umnutzung.

Die Liegenschaft weist aufgrund der guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die Lage an der Entwicklungszone "Dresdner Spange" und der Torsituation zum Nordwestbahnhofareal eine hochwertige Standortqualität auf. Nach Abbruch des Autohauses ist hier die Errichtung einer Wohnbebauung mit einem Hochhaus und mit Geschäftsflächen in der Sockelzone geplant. Infolge der bereits heute planrechtlich festgesetzten Verlängerung der Traisengasse wird die Liegenschaft in zwei Bauplätze geteilt.

Kooperatives Planungsverfahren und Städtebauliches Leitbild

Arbeitsmodell des geplanten Hochhauses und Wohnhauses Dresdner Straße 84-90

Im Dezember 2013 wurde zur Definition von städtebaulichen Rahmenbedingungen für die Erstellung eines Leitbilds und einen daran anschließenden Realisierungswettbewerb ein Kooperatives Planungsverfahren durchgeführt. In dieses Verfahren waren Fachplanerinnen und Fachplaner, die Grundeigentümer sowie Vertreterinnen und Vertreter des Magistrats und des 20. Bezirks eingebunden. Das daraus entwickelte Leitbild wurde im September 2014 von der Stadtentwicklungskommission zur Kenntnis genommen.

Das Leitbild sieht eine bis zu 21 Meter hohe Bebauung mit einer punktuellen Erhöhung bis 35 Meter auf dem Bauplatz Dresdner Straße 84 und einem Hochhaus bis zu 80 Metern auf dem Bauplatz Dresdner Straße 90 bei einer Bruttogrundfläche von maximal 43.000 Quadratmetern vor. Weitere Ziele sind unter anderem eine nutzungsflexible Sockelzone, eine Mischung freifinanzierter und geförderter Wohnungen und die Schaffung einer großzügigen "Eingangssituation" in Verlängerung der Traisengasse (Ecke Dresdner Straße).

Wettbewerb

Visualisierung Siegerprojekte Hochhaus und sechsgeschossiger Wohnbau Dresdner Straße 84-90

Visualisierung der Siegerprojekte: Hochhaus und sechsgeschossiger Wohnbau

Im Jahr 2015 wurde von den Liegenschaftseigentümern Arwag und Migra auf Grundlage des Städtebaulichen Leitbilds ein Realisierungswettbewerb ausgelobt. Ziel des Wettbewerbs war die Erlangung von Projekten für den Neubau zweier Baukörper mit Mischnutzung und die Gestaltung des öffentlichen Raums auf der Projektfläche.

Anfang 2016 wurden zwei Beiträge prämiert, die miteinander kombiniert werden sollen – die Siegerprojekte von Hoffmann Janz/PlanSinn für den Bauplatz Dresdner Straße 84 und von querkraft architekten/Idealice Landschaftsarchitektur für den Bauplatz Dresdner Straße 90. Die Wettbewerbsergebnisse wurden im März 2016 der Öffentlichkeit im Rahmen einer Ausstellung in der Gebietsbetreuung 2/20 präsentiert.

Das Projekt

Es sind zwei Wohngebäude mit rund 400 Wohnungen geplant. Ein sechsgeschossiger Baukörper und ein Hochhaus mit einer Höhe von 80 Metern umschließen einen Platz an der Dresdner Straße 90. Auf dem Bauplatz Dresdner Straße 84 schließt ein L-förmiger Baukörper die Blockrandbebauung, wobei eine Überhöhung des Eckbereiches (35 Meter) in Verbindung mit der Hochhausbebauung das Tor zum geplanten Stadtentwicklungsgebiet Nordwestbahnhof bildet. In den Sockelzonen soll eine gemischte Nutzung mit Wohnfolgeeinrichtungen, Geschäftsflächen, Gastronomie und eventuell einer Polizeistation realisiert werden.

Status der Planung

Aufbauend auf das Wettbewerbsergebnis wurde ein Entwurf für die Neufestsetzung des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes im betreffenden Bereich vorbereitet, der voraussichtlich im Herbst 2017 durch den Gemeinderat beschlossen wird. Baubeginn ist frühestens für Ende 2019 vorgesehen.

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