Planungsprozess - Donau City

Masterplan von Krischanitz und Neumann

Masterplan von Krischanitz und Neumann

Der 1991/1992 von den Architekten Krischanitz und Neumann erstellte Masterplan beschäftigte sich überwiegend mit folgenden Aufgabenstellungen:

  • Städtebauliche Konzeption eines neuen Stadtteils mit einem breiten Nutzungsmix
  • Eingehen auf die Höhenunterschiede der räumlichen Gegebenheiten

1996 wurde das Kollektorbauwerk, die heutige Donau-City-Straße beziehungsweise Carl-Auböck-Promenade, als technische Voraussetzung für die künftige Bebauung fertiggestellt. Aufgrund der sich laufend ändernden Rahmenbedingungen, wie wirtschaftliche Gegebenheiten, Infrastrukturerfordernisse und Investorenwünsche, wurde der von den Architekten Krischanitz und Neumann erstellte Masterplan nicht zur Gänze übernommen.

Konzept

Die Realisierung des gesamten Projektes begann im Jahr 1996 und erfolgt in mehreren Bauetappen. Die wachsende Stadt sollte dabei hinsichtlich des urbanen Charakters und der Raumgestaltung immer eine funktionierende Einheit bilden.

Eine Besonderheit liegt in der Errichtung von drei Nutzungsebenen:

  • Basisebene für Fußgängerinnen und Fußgänger
  • Medienebene für die technische Aufschließung
  • Ein darunter befindliches Grundniveau mit Erschließungsstraßen und Garagen

Mindestens ein Drittel der Nutzfläche ist der Büro- und Geschäftsnutzung vorbehalten. Dieser Bereich befindet sich vorwiegend im Nahbereich der U-Bahn-Station Kaisermühlen. Der Schwerpunkt des Wohnbereiches erstreckt sich entlang des Donauparks bis zum Ufer der Neuen Donau. Er beinhaltet circa 1.500 Wohnungen. Der unmittelbare Zugang zu den Erholungsflächen und die Aussicht über die Donau zählen neben der verkehrsgünstigen Lage zu den Besonderheiten dieses Wohnviertels.

Bisher realisierte Bauten

Derzeit sind rund zwei Drittel des geplanten Bauvolumens realisiert. Die Wohnbauten und der Saturn Tower östlich des Donauparks sind bezogen. Zur Wagramer Straße hin schließen die Bürobauten Ares Tower, STRABAG-Haus, Tech Gate Vienna und Andromeda an. Die Volksschule ist im Vorfeld der Wohnbauten am Ufer der Neuen Donau situiert. Die Kirche, das Bank Austria-Gebäude sowie Geschäfte liegen im Eingangsbereich bei der U-Bahn-Station Kaisermühlen.

Masterplan für die weitere Entwicklung

Plandarstellung des Wettbewerbsgebiets, Stand 2004

Plandarstellung des Wettbewerbsgebiets, Stand 2004

Für den noch unbebauten Bereich der Donau City südlich der Carl-Auböck-Promenade und für das Vorfeld zum Ufer der Neuen Donau wurde im Jahr 2002 ein Gutachterverfahren mit internationalen Architekten abgehalten. Dabei erhielt der Architekt Dominique Perrault aus Paris den Zuschlag.

Er wurde im Anschluss an den Wettbewerb mit der Ausarbeitung eines vertiefenden Masterplanes beauftragt. Die Neudefinition der Gebäudestrukturen und der Freiflächen sowie die Überlegung von zukünftigen Nutzungen waren dabei zentral.


Architektonisches Modell

Architektonisches Modell mit DC Towers von Architekt Perrault

Als Ergebnis sollen zwei markante Hochhaustürme mit bis zu 220 und 175 Metern Höhe eine neue Dichte schaffen. Dadurch entsteht ein neues Zentrum mit Wahrzeichenfunktion. Die Hochhaustürme passen sich an die bereits bestehende Hochhaussilhouette an. Ihre Randbereiche werden von Mischek-Tower und Hochhaus Neue Donau mit jeweils 100 Metern Höhe bestimmt.

Eine Terrasse bildet im Vorbereich den Übergang von der Donau City zum Ufer der Neuen Donau. Sie bleibt auf gleichem Niveau mit der FußgängerInnen-Ebene. So kann sie als großzügiger, öffentlicher Raum wahrgenommen werden und stellt den direkten Bezug zum Wasser sowie zum Stadtzentrum her. Auf der Terrasse sind Nutzungen für Freizeit, Unterhaltung und Kultur vorgesehen.

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