Studierenden-Wohnheim "GreenHouse"

Das Studierenden-Wohnheim für 313 Studentinnen und Studenten erfüllt in Passivhausbauweise ökologisch höchste Standards.

Video: Greenhouse

In aspern Die Seestadt Wiens entstand im Frühjahr 2015 das erste Wohnheim für über 300 Studentinnen und Studenten mit einer Wohnnutzfläche von rund 7.000 Quadratmetern.

Das Studierenden-Wohnheim in der Sonnenallee 41 ist ein wichtiger Mosaikstein für das Gesamtprojekt. Es trägt dazu bei, dass in der Seestadt von Anfang an soziale Durchmischung und Vielfalt gelebt werden. Gleich gegenüber dem "GreenHouse" gibt es mittlerweile ein mobiles Studierendenheim. Und hundert Meter weiter entlang der Sonnenallee wächst schon das nächste Studierendenheim aus dem Boden. Mit Inbetriebnahme des Seeparkquartiers werden in der Seestadt rund 700 Studentinnen und Studenten wohnen. Mit der U2 erreichen sie drei von Österreichs größten Universitäten schnell und direkt.


Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig überreichen einen Schlüssel an zwei Studierende

Stadtrat Michael Ludwig (r.) und Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (l.) hießen die ersten der 313 Studierenden im "GreenHouse" der Seestadt willkommen.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig: "Als Wissenschafts- und Universitätsstandort ist sich die Stadt Wien ihrer Verantwortung gegenüber den Studierenden, die sich für eine Ausbildung in Wien entscheiden, völlig bewusst. Aus diesem Grund hat sich die Stadt - im Gegensatz zum Wissenschaftsministerium - nicht aus der Heimförderung zurückgezogen. Neben der Aktion für Studierende bei Wiener Wohnen wendet die Stadt Wien rund ein Drittel der Errichtungskosten bei Studierendenheimen an Förderungen auf. Beim 'GreenHouse' betragen diese rund vier Millionen Euro bei Baukosten von 11,5 Millionen Euro."


Ökologie steht im Vordergrund

Das "GreenHouse" nimmt auch am Forschungsprogramm Aspern Smart City Research teil. Energienutzung und Kohlendioxid-Emissionen werden im Rahmen eines Energieforschungsprojektes evaluiert. Das Wohnheim ist im Passivhaus-Standard ausgeführt. Der Heizwärmebedarf beträgt nur rund neun Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr. Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (ÖGNB) hat das GreenHouse bereits im Februar 2014 für seine Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

Sensoren in hochwärmegedämmten Zimmern messen den Kohlendioxid-Gehalt und "wissen", wann und wie viel Frischluft durch die Lüftungsanlage zuzuführen ist. Zwei energieoptimierte Rotationswärmetauscher gewinnen 85 Prozent der Wärme sowie die notwendige Luftfeuchtigkeit im gesamten Haus zurück. Die Aufzüge arbeiten mit Bremsrückgewinnungsenergie und kommen ohne Öl und Maschinenraum aus.

Die Dachfläche wird zur Gewinnung von Sonnenenergie mit Photovoltaik genutzt. Die installierte Leistung beträgt 222 Kilowatt Peak (kWp). Die produzierte Energie wird vorrangig im Haus verbraucht. Alle Geräte - von Mikrowellengeräten über Dunstabzugshauben und Lüftungsventilatoren bis zu Wasser- und Heizungspumpen - wurden einzeln vor dem Kauf getestet. Nur hochenergieeffiziente Geräte, im Regelfall ohne "Standby"-Energieverbrauch, wurden angeschafft.

Heizungs- und Warmwasserleitungen im Haus sind über das übliche Maß hinaus gedämmt. Eine lichtoptimierte Architektur und energiesparende LED-Lampen mit Bewegungsmeldern und Helligkeitsreglern reduzieren den Lichtenergieaufwand auf ein Minimum.

Verantwortlich für diese Seite:
Stadtentwicklung Wien
Kontaktformular