Wohnen und Arbeiten an einem Ort - aspern Seestadt

2 Kinder auf einer Hängematte in der Seestadt

Bis 2028 entstehen in der Seestadt Wohnungen für mehr als 20.000 Menschen. Ziel ist es, leistbares und modernes städtisches Wohnen mit vielen anderen städtischen Funktionen (z. B. Handel und Gewerbe, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen sowie Sport- und Freizeitangeboten) zu mischen. Dadurch soll sich die Seestadt zu einem pulsierenden lokalen Zentrum in der Donaustadt entwickeln.


Die Seestadt wächst

Die ersten Seestädterinnen und Seestädter sind im September 2014 in ihre Wohnungen eingezogen.

Bisher wurden bereits rund 3.000 überwiegend geförderte Wohnungen im Südwesten des Gebiets errichtet. Dazu kommen rund 600 Studierendenheimplätze und verschiedene Formen betreuten Wohnens.

Derzeit entstehen im Seeparkquartier bis 2020 rund 700 frei finanzierte Wohnungen. Ab 2019 geht auch das Quartier Am Seebogen nördlich des Sees in Bau. Bis 2021 werden dort rund 1.250 überwiegend geförderte Wohnungen für mehr als 2.500 weitere Seestädterinnen und Seestädter bereitstehen.

Interessentinnen und Interessenten können sich über das Wohnservice Wien oder die jeweiligen Bauträger anmelden.

Stadt der kurzen Wege

Auch bei der Gebäudeplanung greift die Seestadt Qualitäten für einen lebendigen Stadtteil auf. Anstelle anonymer Gebäudeblöcke sind gemischte Strukturen geplant, moderne kleinteiligere Stadthäuser. Sämtliche Wohngebäude werden im Niedrigenergiestandard oder besser errichtet. Ziel ist es, Wohnen und Arbeiten an einem Ort zu verbinden, eine Stadt der kurzen Wege. Ein Einkaufszentrum werden Passantinnen und Passanten daher vergeblich suchen. Stattdessen belebt eine Einkaufsstraße die Seestadt. Die Geschäfte und Gewerbe im ersten Abschnitt der Maria-Tusch-Straße haben bereits geöffnet. In einem nächsten Schritt wird diese Lebensader in Form einer FußgängerInnen-Zonen durch das Seeparkquartier bis zur zentralen U2-Station "Seestadt" verlängert. Die Aktivierung der Erdgeschoße genießt besondere Aufmerksamkeit. Auch gibt es innerhalb der Wohngebäude Flächen für gewerbliche Nutzungen.

Urban und grün

Die Seestadt ist ein Bekenntnis zur Urbanität. Damit ein städtisches Viertel eine hohe Lebensqualität mit sich bringt, werden hochwertige Wohnungen am besten in hochwertige Frei- und Grünräume eingebettet. So stehen den ersten Bewohnerinnen und Bewohnern der Seestadt bereits vier Parks und Grünanlagen zur Verfügung. Nördlich des Sees werden weitere Stadtteilparks wie der Elinor-Ostrom-Park folgen. Die Grünzüge im Westen und Osten des Areals bleiben ohnedies unbebaut. Hier wird die Seestadt langfristig über eine Grünbrücke auch direkt mit einem neuen Erholungsgebiet der Donaustadt verbunden sein – der Norbert-Scheed-Wald wird von hier aus mit dem Fahrrad bequem in maximal zehn Minuten bequem und sicher erreichbar sein.

Wohnbaumix

Zahlreiche Wohnbaumodelle finden in der Seestadt Platz. Neben dem geförderten Wohnbau, der Wohnbauinitiative und frei finanzierten Projekten gibt es bislang 9 Baugruppen sowie studentisches und betreutes Wohnen.

Die Vorgaben für den geförderten Wohnbau stellen auf fünf Schwerpunkte ab: Klimafreundlichkeit, Leistbarkeit, soziale Nachhaltigkeit, funktionale Durchmischung und architektonische Vielfalt. 2012 kürte der erste Bauträgerwettbewerb die besten Entwürfe für die ersten 760 geförderten Wohnungen im Südwesten. 2017 folgte ein weiter Bauträgerwettbewerb für die ersten 940 geförderten Wohneinheiten nördlich des Sees.

Mehr als 1.600 Wohnungen entstanden bislang im Rahmen der Wiener Wohnbauinitiative.

Selbstorganisierte Baugruppen spielen in der Seestadt ebenfalls eine wichtige Rolle. Ein Baufeld direkt am Hannah-Arendt-Park neben dem ersten städtischen Bildungscampus wird von den ersten 5 Baugruppen genutzt. 2016 hat sich eine 6. Baugruppe im Südwesten der Seestadt angesiedelt. Im Seeparkquartier und im Quartier Am Seebogen werden sich weitere 3 Baugruppen in der Seestadt engagieren. Somit werden bis 2021 insgesamt weit über 300 Wohnungen von Baugruppen errichtet.

An der Gisela-Legath-Gasse im Südwesten entstanden die ersten 50 Eigentumswohnungen und im derzeit entstehenden Seeparkquartier entstehen bis 2020 über 700 zur Gänze freifinanzierte Eigentums- und Mietwohnungen.

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