Wohnen und Arbeiten an einem Ort - aspern Seestadt

Bis 2028 entstehen in der Seestadt leistbare Wohnungen für mehr als 20.000 Menschen. Rund 3.000 davon wurden bereits im Südteil des Gebiets errichtet. Die ersten Seestädterinnen und Seestädter sind im September 2014 in ihre Wohnungen eingezogen. Sie konnten sich über das Wohnservice Wien oder die jeweiligen Bauträger anmelden. Wohnungssuchende erhalten mit Abschluss der nächsten Bauträgerwettbewerbe alle Informationen zu künftigen geförderten Wohnmöglichkeiten in der Seestadt. Derzeit entstehen im Seeparkquartier über 700 weitere Wohnungen, die zur Gänze freifinanziert sind.

Stadt der kurzen Wege

Bei der Gebäudeplanung greift die Seestadt Qualitäten für einen lebendigen Stadtteil auf. Anstelle anonymer Gebäudeblöcke sind gemischte Strukturen geplant, moderne kleinteiligere Stadthäuser. Sämtliche Wohngebäude werden im Niedrigenergiestandard oder besser errichtet. Ziel ist es, Wohnen und Arbeiten an einem Ort zu verbinden, eine Stadt der kurzen Wege. Ein Einkaufszentrum werden Passantinnen und Passanten daher vergeblich suchen. Stattdessen belebt eine Einkaufsstraße die Seestadt. Die Geschäfte und Gewerbe im ersten Abschnitt der Maria-Tusch-Straße haben bereits geöffnet. Die Aktivierung der Erdgeschoße genießt somit besondere Aufmerksamkeit. Auch gibt es innerhalb der Wohngebäude Flächen für gewerbliche Nutzungen.

Urban und grün

Die Seestadt aspern ist ein Bekenntnis zur Urbanität. Damit ein städtisches Viertel eine hohe Lebensqualität mit sich bringt, wird es am besten in hochwertige Frei- und Grünräume eingebettet. So stehen den ersten Bewohnerinnen und Bewohnern der Seestadt bereits vier Parks und Grünanlagen zur Verfügung. Nördlich des Sees werden weitere Stadtteilparks folgen. Die Grünzüge im Westen und Osten des Areals bleiben ohnedies unbebaut. Hier wird die Seestadt langfristig über eine Grünbrücke auch direkt mit einem neuen Erholungsgebiet der Donaustadt verbunden sein – der Norbert-Scheed-Wald wird von hier aus mit dem Fahrrad bequem in maximal zehn Minuten bequem und sicher erreichbar sein.

Wohnbaumix

Vier Wohnbaumodelle finden in der Seestadt Platz:

Die Vorgaben für den geförderten Wohnbau stellen auf fünf Schwerpunkte ab: Klimafreundlichkeit, Leistbarkeit, soziale Nachhaltigkeit, funktionale Durchmischung und architektonische Vielfalt. 2012 kürte der erste Bauträgerwettbewerb die besten Entwürfe für die ersten 760 geförderten Wohnungen und ein Studentenheim mit rund 300 Plätzen.

Rund 1.600 Wohnungen entstanden im Rahmen der 2011 gestarteten Wiener Wohnbauinitiative. Insgesamt waren neun Bauträger sowie dreizehn Architektinnen und Architekten gefordert, eine neue Qualität des Wohnens zu schaffen.

Selbstorganisierte Baugruppen spielen in der Seestadt ebenfalls eine wichtige Rolle. Ein Baufeld direkt am Hannah-Arendt-Park neben dem ersten städtischen Bildungscampus ist eigens für fünf Baugruppen beziehungsweise 179 Wohnungen reserviert worden. 2016 hat sich mit Queerbau eine sechste Baugruppe im Südwesten der Seestadt angesiedelt. Im Seeparkquartier und im Quartier Am Seebogen werden sich weitere vier Baugruppen in der Seestadt engagieren.

An der Gisela-Legath-Gasse im Südwesten entstanden die ersten 50 Eigentumswohnungen und im derzeit entstehenden Seeparkquartier entstehen bis 2020 über 700 zur Gänze freifinanzierte Wohnungen sowie ein weiteres Wohnheim für Studentinnen und Studenten. Des Weiteren werden die Gewinner des zweiten Bauträgerwettbewerbs in der Seestadt nach Abschluss der Umweltverträglichkeitsprüfung Am Seebogen nördlich des Sees ihre Projekte in die Tat umsetzen. Hier geht es mit 960 wieder überwiegend geförderten Wohnungen weiter.

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