Anbindung und Verkehr - aspern Die Seestadt Wiens

Seit Oktober 2013 gelangt man in weniger als einer halben Stunde von der Seestadt in die Wiener City. Die U-Bahnlinie U2 bindet aspern Seestadt seither an das öffentliche Verkehrsnetz an. Sie ist der Motor der Stadtentwicklung und Voraussetzung dafür, dass Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrerinnen und Radfahrer sowie umweltfreundliche Verkehrsmittel innerhalb der Seestadt von Beginn an Vorrang genießen.

Öffentliche Verkehrsmittel

U-Bahn der Linie U2 an der Station Seestadt

Die Linie U2 führt ins Herz der Seestadt. Zwei U-Bahn-Stationen - im Norden und im Zentrum des neuen Stadtviertels - erschließen das Areal. Ein eigener Bahnhof der ÖBB macht die nördliche U2-Station künftig zum Verkehrsknotenpunkt. Bus- und mittelfristig auch Straßenbahnlinien runden die Integration der Seestadt in Bezirk und Umgebung ab.

Die Menschen im Bezirk benützen bereits sieben Linienbusse (84A, 88A und 88B, 89A, 95A, 99A und 99B), um zu den beiden U2-Stationen "Aspern Nord" und "Seestadt" zu gelangen. Auch die Straßenbahnlinie 26 bis zur Station Hausfeldstraße stellt eine neue Option dar. Die Linie 25 soll langfristig bis in die Seestadt geführt werden.

Ausbau aller Verkehrssysteme

Die Seestadt liegt zudem unmittelbar an einer bestehenden Schienenverbindung zwischen Wien und Bratislava. Sie wird in den nächsten Jahren modernisiert und zweigleisig ausgebaut. Dann lässt sich die Hauptstadt der Slowakischen Republik in weniger als einer halben Stunde mit der Bahn besuchen. Durch das Schnellbahnausbaupaket kann man von hier künftig auch den Westen Wiens bequem in rund einer halben Stunde erreichen. Das öffentliche Angebot orientiert sich eng am Bedarf vor Ort und wird genau wie die Seestadt etappenweise ausgebaut.

Auch Autofahrerinnen und Autofahrer profitieren von der Aufwertung der Infrastruktur. Neben innovativen Lösungen vor Ort - Park-and-Ride-Anlage und Sammelgaragen sind zwei Komponenten der ganzheitlichen Mobilitätsplanung - werden eine leistungsfähige Stadtstraße und eine S1-Spange die künftige Wiener Außenring-Schnellstraße S1 mit der bestehenden A23 verbinden. Die Seestadt erhält dadurch zwei weitere Anschlüsse im nördlichen Bereich.

Mit dem Auto in der Seestadt

Östlich der beiden U2-Stationen sind für das Ein- und Aussteigen vom Pkw in die U-Bahn jeweils eigens Räume geschaffen worden (Kiss-and-Ride). Eine leistungsfähige Park-and-Ride-Anlage ist mit der Errichtung der neuen Straßenverkehrsinfrastruktur nördlich der U2-Station "Aspern Nord" vorgesehen.

Autofahrerinnen und -fahrer tragen ganz wesentlich zu einer sanfteren Mobilität in der Seestadt bei: Sie parken vornehmlich in Sammelgaragen. Im ersten Wohnquartier stehen sechs Sammeltiefgaragen mit rund 1.900 Stellplätzen zur Verfügung. In diesen können die Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch in der Seestadt Beschäftigte oder Gäste ihr Fahrzeug abstellen. Ein Leitsystem unterstützt Parkplatzsuchende, die nicht vor Ort wohnen.

Auf diese Weise wird der öffentliche Straßenraum attraktiv und lädt zum Verweilen ein. Die Straßen und Plätze der Seestadt sind nicht für dauerhaftes Parken ausgelegt. Die vorhandenen Stellplätze im öffentlichen Straßenraum werden in den Geschäfts- und Erschließungsstraßen von Beginn an von Kurzparkzonen (Montag bis Freitag: 8 bis 18 Uhr, Samstag: 8 bis 12 Uhr) umfasst, teilweise auch als Ladezonen, Taxistandplätze oder als Behindertenstellplätze genutzt. Ungeachtet dessen gilt in der Seestadt das Prinzip "Straße fair teilen" und Tempo 30.

All das soll dazu beitragen, dass die Menschen vor Ort kurze Wege künftig umweltfreundlicher zurücklegen können. Gemeinsames Ziel ist es, den Anteil der mit dem Auto zurückgelegten Wege schrittweise und mit Augenmaß auf 20 Prozent der Gesamtwege zu senken.

Mobilitätsfonds für die Umwelt

Video: Seestadtflotte: Radverleihsystem in Aspern

Die Seestadt setzt zudem auf das Fachkonzept Mobilität des Wiener Stadtentwicklungsplans. Die Planung ist auf die Förderung des Fuß- und Radverkehrs sowie umweltfreundlicher Verkehrsformen ausgerichtet. Baumreihen, Grünstreifen und belebte Erdgeschoßzonen sollen für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen. Das Wegenetz ist flächendeckend engmaschig und gewährleistet eine hohe Verkehrssicherheit. Die asperner Radwege werden komfortabel ausgebaut und beleuchtet, im öffentlichen Raum und in den Wohnhäusern gibt es Abstellsysteme. Mit einem eigenen Mobilitlätsfonds werden umweltfreundliche Projekte unterstützt, wie etwa das Fahrradverleihsystem SeestadtFLOTTE.

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