Hohe Wohnzufriedenheit in der Seestadt

Eine große Mehrheit der Seestädterinnen und Seestädter stellt dem neuen Stadtteil ein gutes Zeugnis aus.

Kinder spielen im Sommer auf einem Platz mit Wasserfontänen

Bereits mehr als 6.000 Bewohnerinnen und Bewohner zählt Wiens größtes Stadterweiterungsgebiet aspern Die Seestadt Wien. Im Rahmen von zwei Studien wurden die Bewohnerinnen und Bewohner nach ihrer Zufriedenheit und ihren Wünschen befragt.


"Wohnzufriedenheit in fünf Stadterweiterungsgebieten"

2016 wurden die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtentwicklungsgebiete aspern Seestadt, Nordbahnhof, Sonnwendviertel, Mautner-Markhof-Gründe und Liesing nach der Zufriedenheit mit Wohnung, Wohnumgebung und Infrastruktur sowie Arbeitsort und Mobilitätsverhalten gefragt. 1.600 Haushalte nahmen an der Studie teil.

Ergebnisse

  • Mehr als 80 Prozent sind mit Wohnung und Wohnumgebung in der Seestadt zufrieden beziehungsweise sehr zufrieden.
  • Die Bewohnerinnen und Bewohner kommen aus allen Wiener Bezirken sowie auch von außerhalb (Bundesländer, Ausland).
  • Seestädter arbeiten sowohl in der Donaustadt und Floridsdorf als auch in Bezirken südlich der Donau und in Niederösterreich.
  • Rund 50 Prozent der Seestädterinnen und Seestädter haben entweder kein Auto oder glauben, keines mehr zu brauchen, obwohl sie noch eines haben. Das führt beispielsweise dazu, dass der Motorisierungsgrad in der Seestadt bereits mit innerstädtischen Bezirken vergleichbar ist. Er liegt damit deutlich unter jenem der Donaustadt als klassischen suburbanen Bezirk. Die Seestadt kommt diesem Trend entgegen, indem es ein innovatives Mobilitätskonzept mit Öffis und Sammelgaragen als Stützpfeiler der Stadtentwicklung verfolgt.
  • Obwohl die Seestadt noch ein junges Stadtviertel ist, in dem erst rund 25 Prozent des Planungsareals entwickelt sind, lassen sich nur geringe Unterschiede zwischen den getesteten Arealen feststellen. Die Seestadt wird ihr Angebot, beispielsweise bei der Nahversorgung und Sportangeboten, in den kommenden Bauetappen (Seeparkquartier, Quartier am Seebogen) weiter ausbauen.

Studie "Wohnzufriedenheit in fünf Stadterweiterungsgebieten": 540 KB PDF

"Besiedelungsmonitoring aspern Seestadt"

Eine Studie im Rahmen des Forschungsprojekts "Besiedelungsmonitoring aspern Seestadt" untersuchte das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner, deren Hintergründe sowie die Motivation für den Umzug. Für die Untersuchung wurden 467 Seestädterinnen und Seestädter im Zeitraum von April bis Oktober 2015 befragt.

Motive und Hintergrund

Die ersten Siedlerinnen und Siedler in der Seestadt sind vorwiegend junge Paare, Familien und Singles. Rund 82 Prozent der Seestädterinnen und Seestädter, die in der ersten Besiedlungsphase von Herbst 2014 bis Herbst 2015 in den neuen Stadtteil in der Donaustadt zogen, sind bis 45 Jahre alt. Die Gesamtbevölkerung Wiens ist im Vergleich dazu deutlich älter.

Die stärksten Motive für den Umzug in die Seestadt waren für die Bewohnerinnen und Bewohner, die Möglichkeit zu nutzen, in einem neuen Stadtteil zu wohnen (51,1 Prozent), eine Wohnung im Grünen zu haben (48,9 Prozent) und eine Wohnung mit Balkon (45,1 Prozent).

Wohlbefinden

Tortendiagramm der Ergebnisse zur Frage "wohnen Sie gerne in der Seestadt?

Die überwältigende Mehrheit der Seestädterinnen und Seestädter ist zufrieden mit dem Leben und ihrer Wohnsituation in der Seestadt: 82,3 Prozent der Befragten des neuen Stadtteils wohnen gerne in der Seestadt. 62,2 Prozent der befragten Seestädterinnen und Seestädter gaben sogar an, "sehr gerne" dort zu leben. Die Befragten lobten besonders die Wohnungsgröße und die Raumanordnung (95,1 Prozent), Helligkeit und Sonnendurchflutung (92,2 Prozent), Barrierefreiheit (85,6 Prozent) und die Abstellplätze für Fahrräder und Kinderwägen (83,9 Prozent). Auch die Wohnkosten halten knapp zwei Drittel (64,4 Prozent) der Befragten für angemessen.

Sieben von zehn Seestädterinnen und Seestädtern (70,9 Prozent) sehen in der Seestadt einen "Ort für Familie und Kinder", 65,6 Prozent nehmen die Seestadt als "modernen Stadtteil" wahr. Für 58,5 Prozent ist die Seestadt weder Stadt noch Land und für 55,3 Prozent der Befragten ist ihr Stadtteil "ein Ort, der Urlaubsgefühle auslöst". Die Bewohnerinnen und Bewohner der Seestadt schätzen die Grünräume und die Erholungsmöglichkeiten (82,2 Prozent), die Fahrrad-Infrastruktur (85 Prozent) und das Angebot an Kindergärten und Schulen (82,3 Prozent). Verbesserungspotenzial sehen die Befragten bei den Einkaufsmöglichkeiten, beim Kulturangebot und bei der Parkplatzsituation.

Soziale Nachbarschaft und Mitgestaltung

Balkendiagramm zur Bedeutung von Nachbarschaft und sozialem Gefüge

Viele Seestädterinnen und Seestädter gaben in der Befragung an, sich in der Nachbarschaft gegenseitig zu unterstützen (37,9 Prozent) und Dinge des täglichen Gebrauchs zu tauschen (35,1 Prozent). Über Neuigkeiten informieren sich die Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Stadtteils in erster Linie auf Facebook: Fast die Hälfte (48,8 Prozent) der Befragten gab an, Mitglied in einer Facebookgruppe der Bewohnerschaft zu sein. 14,8 Prozent der Befragten treffen sich regelmäßig mit ihren Nachbarinnen und Nachbarn. Die Angebote des Stadtteilmanagements kennen 39,2 Prozent der Seestädterinnen und Seestädter. Rund jede und jeder Fünfte (22,7 Prozent) gab an, aktiv in der Gestaltung ihrer Nachbarschaft mitwirken zu wollen.

Das Stadtteilmanagement Seestadt aspern begleitet die Entstehung neuer Nachbarschaften. Es fungiert als Treffpunkt für die Bewohnerinnen und Bewohner und bietet ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten und Veranstaltungen.

Stadtteilmanagement Seestadt aspern

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