Zentrum für Industrie 4.0 in aspern Seestadt

Die Seestadt entwickelt sich immer mehr zu einem österreichweiten Zentrum für die Erforschung, Umsetzung und Anwendung von Lösungen für die Industrie 4.0. Mehrere in Umsetzung befindliche Technologie-Großprojekte legen dafür das Fundament. Dazu zählen die Ansiedlung des europäischen IT Competence Centers von Atos, der Ausbau des Technologiezentrums um neue Produktions- und Laborflächen sowie ein neues gefördertes Forschungsprojekt der TU.

Durch die neuen Projekte werden rund 600 neue Arbeitsplätze in der Seestadt entstehen, die um die Bereiche neue Produktionstechnologien beziehungsweise der Industrie 4.0 angesiedelt sind.

Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner: "Diese Entwicklung ist ein Quantensprung. Nicht nur für die Seestadt und den Standort Wien, sondern für den gesamten Produktionsstandort Österreich. Diese Bündelung von Know-how im Bereich der Industrie 4.0 ist einzigartig. Denn nur, wenn wir am Standort weiter konsequent auf Kooperationen zwischen Wirtschaft und Forschung setzen, die in innovative Produkte und Dienstleistungen münden, werden wir im internationalen Wettbewerb bestehen."

Ausbau des Technologiezentrums Seestadt

Rendering Erweiterungen Technologiezentrum Seestadt

Erweiterungen des Technologiezentrums Seestadt

Um den Bedürfnissen der Wiener Unternehmen im Bereich Industrie 4.0 gerecht zu werden, erweitert die Wirtschaftsagentur Wien das Technologiezentrum Seestadt. Mit zwei neuen Gebäuden werden zusätzlich 10.000 Quadratmeter Produktions-, Labor- und Büroflächen geschaffen. Ziel ist, technologieaffinen Unternehmen Raum und passende Infrastruktur zu bieten, um in der Automatisierungs- und Fertigungstechnik neue Wege einzuschlagen. Das Technologiezentrum wird nach der Erweiterung insgesamt rund 17.000 Quadratmeter umfassen. Die Gebäude werden hohen Energiestandards entsprechen und nicht mehr Energie verbrauchen, als sie selbst produzieren können.

Mit dem ersten Bauabschnitt soll Anfang 2018 begonnen werden. Die Kosten für die Erweiterungsbauten belaufen sich auf rund 18 Millionen Euro.

Atos Competence Center für Industrie 4.0

Auf über 400 Quadratmetern richtet der weltweit agierende IT-Dienstleister Atos sein europäisches Competence Center für Industrie 4.0 ein. Es wird auch als Labor für heimische Industriebetriebe nutzbar sein. Regelmäßige Workshops, Schulungen, Proof of Concepts sowie Präsentationen bestehender Industrie 4.0 Use-Cases sollen auch zur Stärkung der österreichischen Industrie beitragen. Zurzeit sind bei Atos bereits 60 Industrie 4.0-Anwendungen vorhanden.

Atos investiert in den nächsten fünf Jahren 25 Millionen Euro in das Competence Center und schafft zudem 40 neue Arbeitsplätze.

TU verstärkt Forschungsaktivitäten

Die TU-Pilotfabrik ist ein zentraler Baustein im strategischen Schwerpunkt Industrie 4.0. Hier passieren Grundlagenforschung, anwendungsorientierte Forschung in Kooperation mit der Wirtschaft, forschungsgeleitete Lehre und Weiterbildung. Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft wird am Standort jetzt noch zusätzlich durch ein hochdotiertes K1-Zentrum gefördert.

Das K1-Zentrum "Austrian Center for Digital Production" (CDP) wird im Technologiezentrum an der Virtualisierung der Produktion, an flexibler Automation und Maschinenkommunikation forschen.

Verantwortlich für diese Seite:
Stadtentwicklung Wien
Kontaktformular