Lieselotte-Hansen-Schmidt-Campus in der Seestadt

Modellfoto des mehrgeschoßigen Baukörpers mit Darstellung des anschließenden Freiraums, alles weiß

In aspern Seestadt entsteht bereits der zweite städtische Bildungscampus. Nach dem ersten "Campus Seestadt" am Hannah-Arendt-Park wurde 2017 der Architekturwettbewerb für einen Lieselotte-Hansen-Schmidt-Campus nördlich des Sees abgeschlossen. "Karl und Bremhorst Architekten" haben den besten Entwurf für das Gebäude erarbeitet. Es liegt direkt am Elinor-Ostrom-Park im Westen und grenzt im Osten an die ringförmige Sonnenallee an.

An diesem Bildungscampus finden ein Kindergarten, eine Volksschule, eine neue Mittelschule sowie sonderpädagogische Einrichtungen Platz. Insgesamt können hier ab Herbst 2021 bis zu 1.100 Kinder und Jugendliche ganztägig betreut werden.

Grüne Fassaden und erneuerbare Energie

Direkt am Park sind Gärten und Vorgärten sowie großzügige Dachgärten geplant. Umliegende Plätze und Grünflächen mit Spielplätzen können Schülerinnen und Schülern sowie Bewohnerinnen und Bewohnern gleichermaßen nutzen. Außerdem sind ein Jugendzentrum mit Café und Veranstaltungsraum sowie viele Sportflächen vorgesehen.

Das Gebäude ist in drei Teile gegliedert: In der Mitte befinden sich der Eingang, die Stiegen und gemeinschaftlich genutzte Räume, in den beiden anderen Gebäudeteilen befinden sich die Klassen und Lernräume. Neben den Grünbereichen gibt es in allen Geschossen begehbare Terrassen. Außenliegende Treppen führen aus allen Geschossen in den Garten.

Eine begrünte Fassade bildet einen natürlichen Sonnenschutz. Für das Projekt wurde vom Unternehmen "FIN - Future is Now" ein neuartiges Energiekonzept erarbeitet, das auf Bauteilaktivierung beruht. Der Bildungscampus ist damit energietechnisch weitgehend autark und setzt ausschließlich auf erneuerbare Energiequellen. Erdwärme und die Sonne decken über Wärmepumpen und eine Photovoltaikanlage den Bedarf voll ab.

Integrativ lernen

Zwei Kindergartengruppen und vier Schulklassen werden dabei jeweils auf einer Ebene in eigenen Bildungsbereichen zusammengefasst. Die Kinder können so altersübergreifend miteinander spielen und lernen. Hier treffen sie sich für gemeinsame Projekte in kleinen und größeren Gruppen, auch Rückzugsnischen stehen zur Verfügung. An diese Bereiche schließen rundum Balkone und Terrassen an, die auch Platz für Unterricht im Freien bieten. Mit flexiblen Möbeln lassen sich die Räume rasch für unterschiedliche Unterrichtsmethoden anpassen.

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