GreenHouse - das energieeffizienteste Studierendenheim der Welt

Straßenansicht des Studierendenwohnheims: mehrstöckiges, modernes Gebäude mit hohem Erdgeschoss

Das GreenHouse wurde beim "Wiener Kongress für zukunftsfähiges Bauen" am 28. Jänner 2016 mit Gold ausgezeichnet. Als einziges Gebäude erreichte es die Höchstpunktezahl von 1.000 zu vergebenden Punkten. Seit seiner Eröffnung im Frühjahr 2015 gilt das GreenHouse als das weltweit energieeffizienteste Wohnheim für Studierende.

Das Gebäude mit 313 Wohnplätzen ist Teil eines mehrjährigen Forschungsprojekts der Aspern Smart City Research (ASCR). Die Untersuchungen haben nun begonnen. Erhoben wird das Zusammenspiel aus Erzeugung und Speicherung, Energienutzung, Verbrauchsverhalten der Studierenden und Entwicklung der CO2-Einsparungen.

Wien Energie stellt eine Photovoltaikanlage mit Hocheffizienz-Paneelen und einen Batteriespeicher zur Verfügung. Finanzierung, Betrieb und Service sind inbegriffen. Der Vorteil für die Heimbetreiberinnen und Heimbetreiber: Die Anlagen sind gepachtet und können ohne große Investitionen genutzt werden.

Kombination aus PV-Hochleistungsmodulen und elektrischem Speicher

Photovoltaikanlage auf dem Dach des Studierendenwohnheims GreenHouse

Die Photovoltaikanlage befindet sich am Dach des Studierendenheims. Sie ist mit 738 Hochleistungsmodulen ausgestattet und hat eine Leistung von 222 Kilowattpeak (kWp). Sie deckt bei voller Sonneneinstrahlung den gesamten elektrischen Bedarf des Heims. Das beinhaltet die 313 Wohneinheiten, die elektrische Warmwasseraufbereitung sowie Beleuchtung und andere allgemeine Verbraucher des Gebäudes.

Erzeugt die Photovoltaikanlage mehr Strom als im Gebäude verbraucht wird, kommt der Batteriespeicher zum Tragen. Dieser befindet sich im Untergeschoß des Gebäudes. Die Ladezeit beträgt bei Sonnenschein und voller Energieausbeute rund eine Stunde. Zur Veranschaulichung: Der vollgeladene Speicher könnte einen Haushalt zweieinhalb Wochen zur Gänze mit Ökostrom versorgen.

Stromspeicher gewinnen an Bedeutung

Der designierte Wien Energie-Geschäftsführer Karl Gruber:

Sonne und Wind erzeugen den Strom nach Wetterlage und nicht zwingend dann, wenn er gebraucht wird. Stromspeicher gewinnen durch die vermehrte Nutzung volatiler, erneuerbarer Energien stark an Bedeutung.

Der Geschäftsführer der ASCR Reinhard Brehmer:

Das Studierenden-Wohnheim ist eines von drei Gebäuden, die wir im Rahmen unserer Forschungstätigkeiten intensiv untersuchen. Auf der einen Seite interessieren uns die Nutzungsgewohnheiten der Studierenden. Ebenso interessiert uns aber auch das 'Verhalten' des Wohnheims selbst. Ausgestattet mit Photovoltaik, Speicher und IT wird das Studierendenheim selbst zum intelligenten Kraftwerk oder Prosumer.

Eckdaten

  • Photovoltaikanlage
    • Leistung: 222 Kilowattpeak (kWp)
    • Paneele: 738 Hochleistungsmodule
    • Jahreserzeugung: 218.000 Kilowattstunden (kWh)
    • CO2-Einsparung: 74 Tonnen pro Jahr
    • Könnte 87 Haushalte versorgen
    • Forschungsstart: Jänner 2016
  • Batteriespeicher
    • Leistung: 150 Kilowatt (kW)
    • Verfügbarer Batterie-Speicherinhalt: 137 Kilowattstunden (kWh)
    • Könnte einen Haushalt 2,5 Wochen lang versorgen
    • Forschungsstart: Jänner 2016

Auszeichnungen für Vorzeigeprojekte in der Seestadt

Im Rahmen des "Wiener Kongresses für zukunftsfähiges Bauen" wurden bereits in der Vergangenheit einige Gebäude in der Seestadt ausgezeichnet:

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