Quartier Am Seebogen

Visualisierung des Quartiers Am Seebogen

Mit dem Quartier Am Seebogen entsteht bis 2021 auf über 200.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche ein durchmischtes Viertel für rund 2.500 weitere Seestädterinnen und Seestädter. Insgesamt werden hier rund 1.250 Wohnungen errichtet. Davon werden 940 neue Wohneinheiten auf sechs Bauplätzen gefördert. Zusätzlich gibt es auch wieder drei Baugruppen. Die Wohngebäude werden außerdem Platz für Gewerbeflächen, Geschäftslokale und Sporteinrichtungen bieten. Zu den wichtigsten Projekten rund um den zentralen Elinor-Ostrom-Park gehören ferner der städtische Lieselotte-Hansen-Schmidt-Bildungscampus samt Jugendzentrum, der Campus der Religionen, ein "Forum am Seebogen" in System- und Modulbauweise, der Gründerinnen-Hof sowie ein Kindergarten und eine Bücherei.

Planansicht der 6 Bauplätze des Bauträgerwettbewerbs

Plan der Bauplätze

Für das Quartier Am Seebogen wurde 2017 der bereits zweite Bauträgerwettbewerb durchgeführt. Die Siegerinnen und Sieger stehen fest, die ersten Hochbauarbeiten starten Anfang 2019. Drei Bauplätze für den geförderten Wohnbau liegen unmittelbar am nördlichen Elinor-Ostrom-Park, ein Bauplatz direkt an der Seepromenade, nahe der zentralen U2-Station "Seestadt". 80 Prozent des neuen Viertels sind dem Wohnen und 20 Prozent anderen städtischen Nutzungen vorbehalten. Die Welt des Arbeitens zeigt sich hier auf mehr als 5.000 Quadratmetern Büronutzfläche, von Mikrobüros, Arbeitsateliers, Co-Working-Spaces bis hin zu gemischten Wohn- und Arbeitsmaisonetten sowie extra zur Wohnung zumietbaren Arbeitsräumen. Insgesamt werden rund 400 Millionen Euro in das neue Grätzel investiert.

Innovative Energiekonzepte

In Sachen Energie tragen die Vorgaben dazu bei, den Primärenergieeinsatz pro Kopf in Wien langfristig auf 2.000 Watt zu senken und den Anteil an erneuerbaren Energien im Verbrauch weiter zu erhöhen. Das Quartier "Am Seebogen" wird grundsätzlich mit Fernwärme versorgt. Besonders innovative Gebäude, die ihren Energiebedarf nachweislich mindestens zu 75 Prozent aus umweltfreundlichen Quellen wie Abwärme, Umgebungswärme oder Solarwärme vor Ort decken, müssen im Quartier "Am Seebogen" nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen werden.

Die Gebäudestandards in der Seestadt werden immer weiter nach oben geschraubt. Nach dem Total-Quality-Building-Standard müssen eingereichte Projekte hier bereits mindestens 800 Punkte erreichen. Alle Bauten sollten dem Niedrigstenergie-Standard entsprechen, damit sie im Betrieb möglichst wenig Energie beanspruchen. Weiters müssen die baulichen Voraussetzungen für die Installation oder Nachrüstung von Photovoltaik-Anlagen geschaffen werden. Der Lieselotte-Hansen-Schmidt-Campus etwa glänzt mit einem besonderes innovativem Energiekonzept.

Sanfte Mobilität nahe der U2

Video: Straßengestaltung in der Seestadt Aspern

In der Seestadt bedeutet Mobilität einerseits optimale Anbindung mit einem Mix schneller, umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel. Andererseits setzt man auf kurze Wege und Entschleunigung. Zu Fuß gehen, Radfahren und der öffentliche Verkehr haben auch im Quartier Am Seebogen wieder Vorrang. Die Bauträgerinnen und Bauträger müssen erneut eine verringerte Anzahl an Stellplätzen in Sammelgaragen errichten und die Infrastruktur für das Abstellen von Fahrrädern flächendeckend zur Verfügung stellen.


Hohe Umweltstandards

Mit der Bestätigung des UVP-Bescheids durch das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) für den Straßen- und Städtebau im Norden der Seestadt starten im Herbst 2018 die Vorarbeiten und Ausschreibungen.

Die positive Entscheidung bestätigt das hohe Niveau der Planungen in der Seestadt. Die Umweltverträglichkeitsprüfungen werden hier als Gütezeichen für intelligente und umweltschonende Stadtplanung gesehen.

Auch im jüngsten UVP-Bescheid sind zahlreiche verbindliche Auflagen definiert, die zur hohen Qualität der Seestadt beitragen. Für Bürgerinnen und Bürger sind in der Bauphase vor allem die Aufgaben des intelligenten Baulogistik- und Umweltmanagements der Seestadt von zentraler Bedeutung. Es sorgt etwa für die genaue Einhaltung aller Grenzwerte und Umweltauflagen (zum Beispiel Feinstaub, Lärm, Wasser et cetera) sowie für eine effiziente, Menschen und Umwelt möglichst schonende Organisation und laufende Dokumentation der Baustellenverkehre (zum Beispiel Zufahrge- und verbote, Tempolimits, Fahrzeugstandards, Sicherheit et cetera).

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