Symposium "Welterbe Wien - Lust & Last"

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Gegenstand des Symposiums im Juni 2013 war die Frage, was es für Politik und Verwaltung, Architektur und Investment bedeutet, Wien mit Respekt vor dem Bestand und zugleich ohne Sentimentalität als moderne Metropole des 21. Jahrhundert zu positionieren.

Einladungskarte

Ende 2001 wurde die Wiener Innenstadt in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen. Bereits fünf Jahre zuvor hatte Schloss Schönbrunn Welterbestatus erhalten. Die historische Stadtlandschaft zu bewahren und zugleich Wien als moderne Metropole des 21. Jahrhunderts weiterzuentwickeln, ist eine permanente Herausforderung und erfordert Sorgfalt wie auch Innovationsgeist. Die aktuellen Diskussionen über Neuentwicklungen in den Randbereichen der Welterbezone zeigen einmal mehr die Notwendigkeit einer offenen Diskussion über Restriktionen und Gestaltungsspielräume, über den Wert des historischen Erbes und Entwicklungspotentiale durch Veränderung.

Zwölf Jahre Welterbe-Status der Wiener Innenstadt

Die städtebaulichen und architektonischen Qualitäten des historischen Zentrums von Wien sind "überragende Zeugnisse eines fortwährenden Wandels von Werten während des zweiten Jahrtausends", so die UNESCO-Begründung für die Verleihung des Welterbe-Prädikats an die Wiener Innenstadt. Welchen Wert und welche Wirkungen zwölf Jahre Welterbestatus für Wien gebracht haben, wurden im ersten Teil des Symposium behandelt.

  • Eröffnung und Einleitung
    LAbg. GR Mag. Christoph Chorherr, Planungssprecher der Grünen im Wiener Gemeinderat
  • "Die Nachvollziehbarkeit europäischer Stadtgeschichte am Beispiel Wien"
    Dr. Andreas Nierhaus, Wien Museum, Kurator für Architektur
  • "Welterbe – ökonomische Logik eines ungewöhnlichen Guts"
    Univ.Prof. Prof.h.c. DI Dietmar Wiegand, TU Wien, Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen
  • "Zeitgenössische Interventionen im Welterbe – zwischen Anpassung und Stilbruch"
    Univ.Prof. Dipl.-Arch. Christoph Luchsinger, TU Wien, Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen
  • "Welterbe als USP – eine stadtgestalterische Perspektive"
    Architekt Univ.Prof. DI Dr. Manfred Wehdorn, Wehdorn Architekten

Vom Umgang mit der historischen Stadtlandschaft

Im zweiten Teil des Symposium ging es um einen transparenten Umgang mit dem Welterbe auf dem Weg zu einer zeitgenössischen Baukultur und welche Instrumente heute zur Verfügung stehen. Für die Erhaltung historischer Stadtlandschaften lagen zum Zeitpunkt der Prämierung Wiens noch keine verbindlichen Richtlinien vor. Der Diskurs spielte sich in einer Grauzone ab, die unterschiedliche Interpretationen zuließ und regelmäßig für Konfliktstoff sorgte.

  • Univ.Prof. Hofrat Dr. Wilfried Lipp
    Präsident des Internationalen Rats für Denkmalpflege ICOMOS Österreich, Vizepräsident ICOMOS International
  • Architekt Ao.Univ.Prof. DI Dr. Erich Raith
    TU Wien, Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen
  • DI Franz Kobermaier
    Magistrat der Stadt Wien, Leiter der Abteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19)
  • Ao.Univ.Prof. DI Dr. Christian Kühn
    TU Wien, Institut für Architektur und Entwerfen, Chefredakteur UmBau
  • Architekt DI Dr. Markus P. Swittalek
    Geschäftsführer der "moment-home Real Estate Solutions", Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Kulturgüterschutz

Welches Erbe für die Erben?

Dass der Status "Welterbe" nicht in Stein gemeißelt sein muss, hat unter Anderem der Fall der "Kulturlandschaft Dresdner Elbtal" gezeigt, die aufgrund der Errichtung einer neuen Straßenbrücke aus der Welterbeliste gestrichen wurde. In der abschließenden Podiumsdiskussion über Werte, Wandel und Optionen wurde auch erörtert, welchen Stellenwert das Prädikat "Welterbe" für Wien hat. Und wer den universellen Wert zeitgenössischer Interventionen definiert.

  • Vizebürgermeisterin Mag.a Maria Vassilakou
    Amtsf. StRin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung
  • Architektin DIin Bettina Götz
    ARTEC Architekten, Vorsitzende des Beirats für Baukultur im Bundeskanzleramt
  • Dr. Wolfgang Kos
    Direktor der Museen der Stadt Wien
  • Architekt Ao.Univ.Prof. DI Dr. Erich Raith
    TU Wien, Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen
  • Moderation: Angelika Fitz
    Kulturtheoretikerin und Kuratorin

Veranstaltungsdetails

  • Termin: 5. Juni 2013 von 14 bis 18.30 Uhr
  • Ort: TU Wien, Prechtl-Saal, 4., Karlsplatz 13
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