Forschungsprojekt "Integration im öffentlichen Raum" (2006)

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Deckblatt des Werkstattberichts

Theoretisch ist der sogenannte öffentliche Raum für "alle" zugänglich. In der Praxis funktioniert Raumaneignung aber nach hierarchischen Modellen. Daher ist die Förderung der Chancengleichheit eine wichtige Aufgabe. Aus der Beobachtung von Parkanlagen ist bekannt, dass größere Kinder kleinere Kinder verdrängen. Buben verdrängen oft Mädchen und Jugendliche alte Menschen. Aus dem Diskurs über die Privatisierung städtischer Räume ist auch bekannt, dass die Dienstleistungseliten (zum Beispiel: Angestellte im Bereich Informationstechnologie) benachteiligte Gruppen ausgrenzen. Das hängt einerseits mit ihren finanziellen Möglichkeiten, andererseits mit ihrem Humankapital oder Sozialprestige zusammen.

Förderung der Chancengleichheit

Im öffentlichen Raum spielen sich gesellschaftliche Aneignungsprozesse ab. Die jeweils dominantere Gruppe entscheidet sie für sich, wenn niemand für einen Interessenausgleich sorgt. Im Sinne einer sozialen Stadt werden gleichberechtigte Teilhabemöglichkeiten am öffentlichen Leben angestrebt. Um Plätze so zu gestalten, dass sie von möglichst vielen Nutzerinnen und Nutzern angenommen werden, ist mehr Wissen über gesellschaftliche Prozesse und planerische Gestaltung erforderlich. Das heißt, es muss analysiert werden, wann sie integrierend und wann sie ausgrenzend wirken.

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