Pilotstudie "Lebensräume der älteren Stadtbevölkerung"

Archivmeldung: Bitte beachten Sie, dass diese Inhalte möglicherweise nicht mehr aktuell sind.

Räumliche Datenanalyse mit "Fuzzy-Logic"

Methodische Zielsetzung der Pilotstudie "Lebensräume der älteren Stadtbevölkerung" im Jahr 2006 war, die Methode "Fuzzy-Logic" kennenzulernen. Dabei wurde geklärt, welche Erweiterungen sich dadurch für die Beschreibung des Stadtraumes anhand unterschiedlicher zum Beispiel demografischer, sozioökonomischer Merkmale ergeben.

Die Abteilung Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18) arbeitet mit raumbezogenen Daten aus den verschiedensten Datenquellen. Eine der zentralen Aufgaben ist dabei die Beschreibung des Raumes anhand der Merkmale der jeweiligen Datenquellen. Das Spektrum an Analyseinstrumenten wird dabei laufend weiterentwickelt.

Methode

Grundlage der Fuzzy-Logic sind die sogenannten unscharfen Mengen. In traditionellen Mengen kann ein Element in einer Grundmenge entweder enthalten oder nicht enthalten sein. Im Gegensatz dazu kann ein Element in einer unscharfen Menge auch ein wenig enthalten sein. Der Grad an Zugehörigkeit wird durch eine Zugehörigkeitsfunktion (Fuzzyfunktion) beschrieben. Die Methode der Fuzzy-Logic scheint besonders für diese Fragestellung geeignet. Mit ihr können unscharfe Ausdrücke und Aussagen der natürlichen Sprache (wie "alt") mit mathematischen Formalismen umgesetzt werden.

Inhaltliche Ausrichtung

Mit dieser Methode sollten Stadtgebiete herausgearbeitet werden, die heute und/oder künftig durch eine deutliche Präsenz "alter Menschen" charakterisiert sind. Da das biologische Alter alleine zur Beschreibung "alter Menschen" zu kurz greift, sollten weitere Daten der Stadt- und Gesundheitsplanung in die Bewertung miteinbezogen werden. Wichtig waren dabei der Gesundheitszustand sowie soziale und ökonomische Möglichkeiten, alters- beziehungsweise gesundheitsbedingte Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags zu kompensieren.

In einigen Stadtgebieten wurde eine deutliche Präsenz derartig definierter "alter Menschen" festgestellt. Aus ihnen wurden zwei Stadtgebiete ausgewählt. Diese wurden und werden im Projekt "Intergeneratives Grätzel" mit weiteren Fragestellungen untersucht: Untersucht wird der Adaptierungsbedarf an Nahversorgung und Naherholung, die Erreichbarkeit von und die Versorgung mit Einrichtungen der Gesundheits- und Sozialplanung.

Download

Verantwortlich für diese Seite:
Stadtentwicklung Wien
Kontaktformular