Veränderungen der demografischen Struktur - Kleinräumige Bevölkerungsprognose für Wien 2005-2035 - Studie 2005

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Migrantinnen und Migranten

Die Bevölkerungsentwicklung nach Staatsangehörigkeit zeigt ein differenziertes Bild. Für die Zahl der Inländerinnen und Inländer in Wien wird nur ein moderater Anstieg von 1,333 Millionen (2005) bis 2035 um etwa sieben Prozent (plus 86.500) auf 1,419 Millionen prognostiziert. Die Zahl der ausländischen Staatsangehörigen soll sich der Prognose zufolge in diesem Zeitraum deutlich erhöhen. Diese Entwicklung ergibt sich einerseits aus dem erhöhten Fertilitätsniveau ("Fruchtbarkeit") ausländischer Frauen. Andererseits wird davon ausgegangen, dass in Zukunft Einbürgerungen restriktiver gehandhabt werden und sich die Zuwanderung aus dem Ausland verstärkt.

Damit würden in Wien im Jahr 2025 bereits über eine halbe Million ausländischer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger leben (2035: 543.500). Der signifikantere Anstieg der ausländischen Bevölkerung würde voraussichtlich bis 2020 (plus 62 Prozent beziehungsweise plus 181.162) eintreten. Hingegen würde zwischen 2020 und 2035 der Zuwachs an Ausländerinnen und Ausländern nur etwa ein Drittel (plus 15 Prozent beziehungsweise plus 68.900) der Vorperiode betragen. Mit diesem Anstieg würde sich der AusländerInnen-Anteil (das heißt ohne Inländerinnen und Inländer mit Migrationshintergrund) bis 2035 auf etwa 28 Prozent erhöhen (2005: 18 Prozent).

Kinder und Jugendliche

Der Prognose zufolge nimmt die Zahl der Kinder und Jugendlichen (null bis 19 Jahre) in den nächsten Jahren um etwa 90.000 Personen zu. Bis zum Jahr 2020 wird ein stärkerer Zuwachs erwartet (plus 17 Prozent beziehungsweise plus 55.900). Bis 2035 soll sich der Zuwachs auf rund plus neun Prozent (plus 34.600) abschwächen. Der Anteil dieser Altersgruppe an der Wiener Gesamtbevölkerung würde damit im Jahr 2035 rund 21 Prozent betragen - also etwa gleich viel wie im Jahr 2005 (20 Prozent).

Erwerbsfähige Personen

Die Zahl der erwerbsfähigen Bevölkerung soll in Wien deutlich ansteigen, da die Auslandszuwanderung insbesondere durch die jüngere erwerbsfähige Bevölkerung getragen wird. Deren Zunahme ist folglich im Wesentlichen auf die internationale Migration zurückzuführen. Die Prognosen weisen bei den 20- bis 64-Jährigen eine Steigerung von 1,054 Millionen (2005) auf rund 1,154 (2020) beziehungsweise 1,203 Millionen (2035) aus. Trotz dieses deutlichen Anstiegs von rund 150.000 Personen würde sich ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung von 65 Prozent (2005) auf 61 Prozent verringern.

Seniorinnen und Senioren

Die demografische Alterung wird in den nächsten Jahrzehnten die Bevölkerungsentwicklung Wiens nachhaltig beeinflussen. Die Zahl älterer Menschen (über 65 Jahre) würde demnach von 252.500 (2005) auf 309.300 (2020) beziehungsweise 349.400 (2035) steigen. Das entspricht einer Zunahme um 38 Prozent (plus 97.000 Personen). Die Zahl der über 65-Jährigen im Jahr 2020 läge damit noch unter dem bisherigen Maximalwert aus dem Jahr 1971. Damals waren in Wien 323.400 Personen älter als 64 Jahre alt. Erst in der Periode nach 2020 würde dieser Wert überschritten, allerdings bei einer insgesamt höheren Gesamtbevölkerung. Die Altenanteile lägen damit immer noch niedriger als auf dem Höhepunkt der demografischen Alterungswelle zu Anfang der 1970er-Jahre.

Demografische Struktur - Tabellen

Einwohnerzahl gesamt

Jahre

Einwohnerzahl
gesamt

Zunahme
in Prozent

2005

1.626.440

2020

1.838.674

13

2035

1.963.041

20,7

Altersgruppe null bis 19 Jahre

Jahr

Einwohnerzahl
null bis 19 Jahre

Anteil der
Altersgruppe
in Prozent

2005

319.868

19,7

2020

375.764

20,4

2035

410.333

20,9

Altersgruppe 20 bis 64 Jahre

Jahr

Einwohnerzahl
20 bis 64 Jahre

Anteil der
Altersgruppe
in Prozent

2005

1.054.034

64,8

2020

1.153.644

62,7

2035

1.203.306

61,3

Altersgruppe 65 Jahre plus

Jahr

Einwohnerzahl
65 Jahre plus

Anteil der
Altersgruppe
in Prozent

2005

252.538

15,5

2020

309.267

16,8

2035

349.401

17,8

Quelle: MA 18/Statistik Austria

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