SEP-Endbericht liegt vor

Mit dem SEP ist es gelungen, das Energieeffizienz-Thema in Wien zu verankern. Es zeigt, dass in allen Bereichen sinnvoll Energie gespart werden kann.

Logo des Städtischen Energieeffizienz-Programms SEP

2006 wurde im Gemeinderat das Städtische Energieeffizienz-Programm (SEP) beschlossen. Ziel war es, den bis 2015 prognostizierten Anstieg des Energieverbrauchs in Wien von zwölf auf sieben Prozent zu senken. Rückblickend wurde dieses Ziel mehr als erreicht. Von 2006 bis 2015 wurden jährlich rund 155 GWh eingespart. Mit dieser Energiemenge könnten 15.500 Haushalte ein Jahr lang mit Energie versorgt werden.

Berücksichtigt man zusätzlich die nicht erfassbaren Energieeinsparungen (beispielsweise bei Bundesgebäuden), kann davon ausgegangen werden, dass die Höhe der gesamten Einsparungen deutlich über den dokumentierten 155 GWh und über den im SEP angepeilten 180 GWh lag. Auch die reale Entwicklung des Endenergieverbrauchs zeigt, dass das Ziel des SEP deutlich mit sehr guten Werten erfüllt wurde.

Erfolge

  • Der durchschnittliche Heizwärmebedarf im geförderten Wohnungsneubau konnte um rund 50 Prozent im Vergleich zu 2005 abgesenkt werden.
  • Im Rahmen der Thewosan-Förderung gelang es die Sanierungsqualität weiter anzuheben. Die Energieeinsparung liegt im Bereich der geförderten Wohnhaussanierung (vor allem Thewosan) jährlich bei zusätzlich rund 74 GWh.
  • Die dokumentierten Einsparungen der gebäudeverwaltenden Dienststellen (inklusive KAV betragen im Betrachtungszeitraum 2006 bis 2014 durchschnittlich rund 26 GWh pro Jahr. Damit wird die geplante Vorbildwirkung des Magistrats in Bezug auf die Umsetzung vorhandener Potenziale gemäß der Zielsetzungen des SEP für den eigenen Wirkungsbereich, nämlich 15 GWh pro Jahr einzusparen, deutlich erreicht.
  • Im Bereich der öffentlichen Beleuchtung wird der Leuchtmittelaustausch beziehungsweise die Nachtabsenkung forciert. Bei der Neuerrichtung beziehungsweise bei Umbauten und Modernisierungen Beleuchtungs- und Verkehrssignalanlagen wird bevorzugt LED-Technologie eingesetzt. Durch diese beiden Maßnahmen können durchschnittlich rund 1,7 GWh jährlich eingespart werden.
  • Im betrieblichen Sektor wurden die energieeffizienten Maßnahmen durch die geförderten Beratungsprogramme des ÖkoBusinessPlan stark forciert. Jährlich wurden etwa 250 Maßnahmen umgesetzt, die zu einer Einsparung von durchschnittlich rund 12 GWh pro Jahr führen. Die nicht dokumentierten Maßnahmen im betrieblichen Sektor werden als noch um einiges höher eingeschätzt.

Evaluierung und Monitoring des Städtischen Energieeffizienz-Programms (SEP) der Stadt Wien für die Jahre 2006-2015: 3 MB PDF

Energieeffizienz bleibt eine zentrale Herausforderung

Seit der Beschlussfassung des SEP in Jahr 2006 haben sich die Rahmenbedingungen in Sachen Energieeffizienzpolitik auf europäischer und nationaler Ebene entscheidend weiterentwickelt. Das Energieeffizienz-Thema bekommt noch mehr Gewicht und die zu setzenden Maßnahmen gewinnen an Umsetzungs- und Verpflichtungscharakter (vergleiche EU-Energieeffizienzrichtlinie - 2012/27/EU und Bundesenergieeffizienz-Gesetz).

Für die Zukunft geht es darum, die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen zielgerichtet voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund wurde bereits mit der Entwicklung eines SEP-Nachfolgeprogramms "SEP 2030" begonnen. Damit soll ein zukünftiger Rahmen für Energieeffizienzmaßnahmen in Wien geschaffen werden.

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Energieplanung (Magistratsabteilung 20)
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