Förder-Schwerpunkte für Sonnenenergie werden fortgesetzt

Die Förderung von innovativen Technologien ist ein wesentlicher Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel. Zur bestehenden Wiener Förderung von Photovoltaik-Anlagen kamen im Sommer 2015 zwei neue Förderschienen hinzu: seither werden Fördergelder auch für Solarspeicher und Hybrid-Kollektoren (Kombination Solarwärme und -strom) ausgeschüttet. Ziel der Förderungen ist es den Ertrag und Eigenverbrauch von Sonnenstrom zu erhöhen.

Die Förderung wurde daher bis 31.12.2018 verlängert. Bei der Förderung von Solarspeichern wird die Neuerrichtung stationärer Stromspeicher basierend auf Lithiumtechnologie in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage gefördert. Bis zur Ausschöpfung der zu Verfügung stehenden Mittel werden maximal 200 elektrische Speicheranlagen gefördert.

1. Förderung von Photovoltaik-Anlagen

Gefördert werden

  • Photovoltaik-Anlagen mit mindestens 900 Volllaststunden pro Jahr, unter Nachweis standardisierter Berechnungsmethoden.
  • Anlagen, bei denen eine Möglichkeit zur Einspeisung ins öffentliche Netz besteht.
  • Kosten von immateriellen Leistungen (Planungs- und Beratungsleistungen, Gutachten einschließlich der hierfür erforderlichen Vorleistungen und Versuche, et cetera).

Ökostromanlagen bzw. Photovoltaikanlagen - Förderungsantrag

2. Förderung von elektrischen Speichern

Gefördert wird die Neuerrichtung stationärer Stromspeicher basierend auf Lithiumtechnologie in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage.

Ein Lastmanagement wird extra mit bis zu 300 Euro gefördert.

Elektrische Speicher bringen viele Vorteile mit sich. Sie speichern den mit der eigenen PV-Anlage produzierten Strom und können ihn in nicht sonnigen Zeiten wieder abgeben. So steigt der Eigenverbrauch. Das lohnt sich, weil weniger Energie vom Netz bezogen werden muss. Auch für Netzbetreiber sind sonnige Tage, an denen viel Sonnenstrom einfließt, eine große Herausforderung. Mit elektrischen Speichern können die Netze zu Spitzenzeiten entlastet werden.

Speicheranlagen - Förderungsantrag

3. Förderung von Hybrid-Anlagen (PVT)

Sogenannte Hybrid-Kollektoren kombinieren die Erzeugung von Strom und Wärme in einer Anlage. Mit der Wärmeabfuhr durch den Solarthermie-Teil des Kollektors soll auch eine Effizienzsteigerung der PV-Anlage erfolgen, da deren Wirkungsgrad bei zu hohen Temperaturen sinkt.

Gefördert wird die Neuerrichtung von Hybrid-Anlagen zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme aus Sonnenenergie unter folgenden Voraussetzungen:

  • Die Möglichkeit zur Einspeisung des Solarstroms ins öffentliche Netz muss bestehen.
  • Mindestens 900 Volllaststunden pro Jahr, unter Nachweis standardisierter Berechnungsmethoden
  • Kollektoren müssen der Prüfungsrichtlinie "Solar Keymark" entsprechen sowie DIN EN 12975-1 beziehungsweise ÖNORM EN ISO 9806 (hydraulischer Teil des Kollektors)
  • Sämtliche technische Richtlinien, die für (elektrische) PV-Anlagen gelten, müssen eingehalten werden.
  • Bei Antragstellung muss ein Konzept für die geplante Wärmenutzung übermittelt werden

Hybridanlagen (PVT) - Förderungsantrag

4. Förderung von innovativen Photovoltaikanlagen unter Berücksichtigung architektonischer Aspekte

Gefördert wird die Neuerrichtung von innovativen, insbesondere unter Berücksichtigung architektonischer Aspekte interessanten Photovoltaik-Anlagen in Wien auf Neubauten und im Zuge der Sanierung. Es gelten folgende Voraussetzungen:

  • Die Möglichkeit zur Einspeisung des Solarstroms ins öffentliche Netz muss bestehen.
  • Mindestens 700 Volllaststunden pro Jahr, unter Nachweis standardisierter Berechnungsmethoden
  • Bei Antragstellung muss ein Konzept der architektonischen Fachplanung übermittelt werden

Innovative Photovoltaik-Anlagen unter Berücksichtigung architektonischer Aspekte - Förderungsantrag

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Energieplanung (Magistratsabteilung 20)
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