Förderschwerpunkt erneuerbare Wärmenetze

Österreich hat sich das Ziel gesetzt, seine Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle in der Wärmeversorgung bis 2040 zu überwinden. Gerade im Gebäudebereich gibt es bereits verschiedene Möglichkeiten, die Energieversorgung nachhaltig und zukunftssicher zu gestalten. Wien will hier ein deutliches Zeichen setzen und aktiv die städtische Wärme- und Kälteversorgung bis 2040 auf erneuerbare Energiequellen umstellen.

Wärmenetze in Verbindung mit Wärmepumpen für bis zu 3 Objekte

Mit der neuen "Förderrichtlinie für Wärmenetze (Anergie-Netze) in Verbindung mit Wärmepumpen für bis zu 3 Objekte" werden Lösungen gefördert, die mit erneuerbaren Energiequellen bestehende fossile Heizungen ganz ersetzen. Das Besondere dabei sind die gebäudeübergreifenden Lösungen, die es Objekten mit vielen erneuerbaren Quellen am Grundstück (beispielsweise mittels Erdsonden oder Abwärme-Einspeisung) ermöglichen, benachbarte Objekte mitzuversorgen. Wärmenetze können dabei zwischen bereits bestehenden Gebäuden aufgebaut beziehungsweise mit den Energielösungen von neuen Gebäuden kombiniert werden.

Die Wiener Förderung von Wärmenetzen unterstützt unter anderem

  • die Errichtung des Netzes.
  • die Errichtung der Erdsonden.
  • die Anschaffung von Wärmepumpen.
  • die Planung und die vorbereitenden Arbeiten, die für die erfolgreiche Umsetzung notwendig sind.

Im Rahmen dieser De-minimis Förderung können pro Projekt 150.000 Euro beantragt werden. Insgesamt stehen 800.000 Euro pro Jahr zur Unterstützung von höchst innovativen Projekten zur Verfügung.

Förderung für Wärmenetze (Anergienetze) in Verbindung mit Wärmepumpen für bis zu 3 Objekte

Landes-Kofinanzierung Abwärmeauskoppelung ab 4 Objekten

Im Rahmen einer Landes-Kofinanzierung können innovative Energielösungen gefördert werden. Die Förderung unterstützt auch die Realisierung sogenannte Anergie-Netze. Diese Niedertemperatur-Netze verwenden Abwärme aus dem Abwasser oder betrieblichen Prozessen (beispielsweise Abwärme aus Datencentern), um Heizungswärme und Warmwasser zur Verfügung zu stellen. Sie sind somit ein Baustein zur Energieversorgung durch erneuerbare Energieträger.

Gegenstand der Förderung sind Investitionen zur Errichtung von Abwärmetransportleitungen, Verteilnetzzentralen und Verteilnetzen zur Versorgung von mindestens 4 Objekten im Gesamtnetz. Dafür kann die Landes-Kofinanzierung für Projekte zur Abwärmeauskopplung beantragt werden. Einreichen können alle Betriebe, sonstige unternehmerisch tätige Organisationen sowie Vereine und konfessionelle Einrichtungen.

Wiener Klimafahrplan und Konzept "Wiener Wärme und Kälte 2040"

Lösungen für eine nachhaltige und zukunftssichere Energieversorgung finden sich unter anderem im Wiener Klimafahrplan. In diesem werden die großen Stellschrauben, Maßnahmen und Instrumente gesammelt angesprochen, die es der Stadt ermöglichen, den Treibhausgas-Ausstoß einzubremsen und die Wiener*innen vor den unvermeidbaren Folgen des Klimawandels zu schützen. Zu den wirkungsvollsten und daher bevorzugt zu setzenden Maßnahmen zählen unter anderem der massive Ausbau alternativer Energien, aber gleichzeitig auch die Senkung des Energieverbrauchs, die Förderung einer zukunftsfähigen Wärme- und Kälteversorgung sowie die Umsetzung moderner Mobilität. Wie wir künftig heizen und kühlen, ist damit zentraler Inhalt des Klimafahrplans.

Um die bisherigen Überlegungen zu vertiefen, arbeitet die Stadt Wien derzeit am sogenannten Konzept "Wiener Wärme und Kälte 2040". In diesem Kontext möchte die Stadt Wien innovative Energiekonzepte unterstützen. Diese können schon heute zeigen, wie der Ausstieg aus Öl und Gas bei bestehenden Gebäuden funktioniert.

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