Mobilitätsstrategien - Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18)

Das Referat Mobilitätsstrategien beschäftigt sich mit Planungsfragen der städtischen und regionalen Verkehrsinfrastruktur. Zu den Aufgaben zählen strategische Überlegungen, die die Siedlungsplanung mit den Verkehrsnetzen abstimmen. Schwerpunkt sind verkehrssystemübergreifende und raumstrukturbezogene Bearbeitungen jener Verkehrsnetze und -knoten, die für Wien und das Umland Wiens Bedeutung haben.

Fachkonzept Mobilität

Im Anschluss an die Positionen des STEP beschreibt das am 19. Dezember 2014 vom Wiener Gemeinderat beschlossene Fachkonzept detailliert den Weg zu einer nachhaltigen Mobilität in Wien. In den kommenden zehn Jahren sollen 50 Maßnahmenpakete umgesetzt werden, um ambitionierte Ziele wie zum Beispiel umweltfreundlichen Verkehr (mehr Zufußgehen, mehr Radfahren, mehr öffentlicher Verkehr), das rücksichtsvolle Miteinander im Straßenverkehr oder 20 Prozent weniger Energieverbrauch im Verkehrsbereich zu erreichen.

Ziel ist es, dass die Wienerinnen und Wiener vermehrt zu Fuß, mit dem Rad oder dem öffentlichen Verkehr unterwegs sein können, damit im Jahr 2025 80 Prozent der Wege umweltfreundlich zurückgelegt werden.

Strategieentwicklung und Kooperationen

Neben den U-Bahn-Verlängerungen nehmen auch Verlängerungen beziehungsweise Erweiterungen des Straßenbahnnetzes eine wichtige Funktion für die zukünftige öffentliche Verkehrsentwicklung ein. Derzeit werden unter anderem schnelle Straßenbahntangenten im 21. und 22. Bezirk (Linien 25 und 26) und die Verlängerung der Linie D zum neuen Wiener Hauptbahnhof bearbeitet.

Die Stadt Wien versucht ihre Bürgerinnen und Bürger vorrangig zum Umsteigen auf Verkehrsmittel des Umweltverbundes zu bewegen. Planungen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer sind deshalb von immenser Bedeutung.

Das Referat beteiligt sich weiters an verschiedenen EU-Projekten wie SONORA, SETA, Magistrale für Europa oder Mobility Forum von Eurocities. Es ist aktiv in zum Teil EU-geförderten, regionalwirksamen Bearbeitungen (zum Beispiel Central), welche die Region Wien betreffen, maßgeblich involviert.

Planungen für öffentlichen Verkehr und Individualverkehr

Die operative Tätigkeit des Referates umfasst die "Generelle Planung von Netzen des öffentlichen Verkehrs" (U-Bahnen und Straßenbahnen) und des motorisierten Individualverkehrs in Wien. Aktuell in Bearbeitung sind die Planungen für eine vierte U-Bahn-Ausbauphase. Im Rahmen der "Generellen U-Bahnplanung" wird derzeit unter anderem die Verlängerung der U2 durchgeführt.

Neben den konkreten Trassenplanungen werden "weiche" Maßnahmen, wie Überlegungen zu Mobilitätsstrategien, Mobilitätskonzepten und Mobilitätssteuerung immer wichtiger. Mehr an Bedeutung gewinnen Fragen der Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen allgemein beziehungsweise die Umsetzung von Lenkungsmaßnahmen (beispielsweise Parkraumbewirtschaftung, Gesetze). In Gremien wie Städtebund, Eurocities oder Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen (RVS) werden die Interessen der Stadt auch in anderen Bereichen vertreten.

Bürgerbeteiligungsverfahren

Zur Bewältigung von Planungskonflikten bei Verkehrsprojekten und zur verstärkten Einbindung der Öffentlichkeit in die Planung werden verschiedene Formen der Bürgerbeteiligung angewendet (zum Beispiel begleitende Ausstellungen zu den U-Bahn-Untersuchungen).

Verkehrserhebungen

Die Erhebung von verkehrsplanerischen Grundlagen, wie Verkehrsverhaltensuntersuchungen und Verkehrszählungen sowie die Grundlagenarbeiten für alle Bereiche der Verkehrsplanung gehören ebenfalls zu den Referatsaufgaben.

Verkehrs-Modell Wien

Zur Unterstützung der Planungsprozesse der Stadtplanung ist im Referat das Verkehrs-Modell Wien entwickelt worden. Dieses Analyse- und Prognoseinstrument basiert auf einem Modell der Wirklichkeit. Es stellt die Wirkung von Änderungen des Verkehrsangebotes und der Siedlungs- und Nutzungsstruktur dar und erklärt sie. Mit diesem Ansatz können die Wirkungen von Veränderungen im Verkehrsangebot auf den öffentlichen Verkehr, den PKW-, FußgängerInnen- und den Fahrradverkehr sowie die Wirkungen von städtebaulichen Entwicklungen untersucht werden.

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