Praterstern wird zur Oase

Visualisierung der Neugestaltung des Pratersterns

Der Praterstern bekommt einen "grünen Ring" aus Pflanzbeeten.

Doppelt so viel Grün, doppelt so viele Bäume und cooles Wasserspiel für Hitzetage: Der Praterstern wird von einem betonlastigen Verkehrsknotenpunkt zu einer grünen und coolen Aufenthaltsoase.

Ein 1.400 Quadratmeter großer begrünter Ring wird künftig den gesamten Platz umschließen. 55 neue Bäume und mehr Grünflächen sorgen für Schatten und ein besseres Mikroklima. An den Säulen des großen Glasvordachs vor dem Bahnhofsgebäude wird eine Möglichkeit für Vertikalbepflanzung geschaffen. Eine Fülle an diversen Sitzgelegenheiten ermöglicht ein angenehmes Verweilen.

Allgemein wurden Barrieren beseitigt und bessere Ausweichmöglichkeiten geschaffen. Unterführungen, die zum Praterstern führen, werden besser beleuchtet. Das verbessert auch das subjektive Sicherheitsgefühl spürbar.

Baubeginn ist im Herbst 2021, fertig sein soll der neue Platz im Sommer 2022. Die Planung übernimmt die ARGE Praterstern (KENH Architekten ZT GmbH & DnD Landschaftsplanung ZT KG). Die Ergebnisse wurden seit Mitte Juni 2021 juriert.

Begrünter Ring rund um den Praterstern

Der Praterstern soll durch einen Ring aus 2,5 Meter breiten, leicht erhöhten Pflanzbeeten eingefasst werden. Die Beete werden mit robusten, dem Stadtklima angepassten Gräsern und Sträuchern bestückt. Die ausgewählten Pflanzen sind hitze-, trockenheits- und streusalzbeständig. Der begrünte Ring blendet im Sitzen auch den Verkehr optisch aus.

Erweiterung der bestehenden Grünbereiche

Städtischer Platz mit Plattenbelag

Der Praterstern vor dem Umbau

Die Grünflächen werden nahezu auf das doppelte Ausmaß erweitert und sind ohne Zugangsbarrieren erreichbar. Sie bieten angenehme Schattenplätze zum kurzen Verweilen, aber auch eine Gelegenheit zur Naherholung für die Bevölkerung.

In Summe sind 55 neue Baumpflanzungen geplant. Insgesamt wird der Baumbestand auf 119 Stück fast verdoppelt. Sie spenden Schatten und tragen im Sommer dazu bei, den Platz vor Überhitzung zu schützen.


Wasserspiel beim Tegetthoff-Denkmal

Visualisierung vom Wasserspiel beim Tegetthoff-Denkmal

Geplant ist ein sternförmiges, knapp 500 Quadratmeter großes Wasserspiel mit Wasserstrahlern, Sprinklern und Verneblern, die sich je nach Temperatur und Jahreszeit abwechseln.

Die Arme des Sterns dienen unter anderem als Wegweiser und zeigen in die Richtung einiger bedeutender Sehenswürdigkeiten und Naherholungsgebiete Wiens.

Damit entsteht ein attraktiver, nutzungsneutraler "Platz am Platz", auf dem etwa Wochenmärkte und andere Veranstaltungen abgehalten werden können.

Neue Sitzmöbel

Visualisierung der "Pratoide"

Um sowohl die Neupflanzungen als auch die Bestandsbäume zu schützen, wurden eigene Baumeinfassungen entwickelt: die "Pratoide". Diese pratersternförmigen, elliptischen Sitzbänke ermöglichen ein Verweilen im natürlichen Schatten der Bäume am Praterstern. Die Sitze sind voneinander abgewandt angeordnet und lassen Blicke in alle Himmelrichtungen zu.


Schwammstadt-Prinzip für klimafitte Bäume

Bäume im städtischen Raum stehen meist unter hohem Stress. Die Bäume, die gepflanzt werden, sind hitzeresistenter und werden besser mit Wasser versorgt. Mit dem Schwammstadt-Prinzip wird den Bäumen auch unter befestigten Flächen ausreichend Wurzelraum zur Verfügung gestellt, indem die einzelnen Baumscheiben unterirdisch miteinander verbunden werden. Die Niederschläge sowie das Frischwasser des Wasserspiels werden in die Schwammstadt eingeleitet und gespeichert und sorgen so für eine bessere Wasserversorgung der Bäume. Im Winter leitet ein einfaches Klappen-System das streusalzhaltige Wasser direkt in den Kanal.

Verantwortlich für diese Seite:
Stadt Wien | Architektur und Stadtgestaltung
Kontaktformular