Amtshaus Triester Straße 114 - Generalsanierung mit Zubau

Im April 2013 wurde das renovierte Amtsgebäude in der Triester Straße 114 im 10. Bezirk eröffnet. Es beherbergt neben modernen Büroräumlichkeiten einen Saal für Vorträge und Weiterbildungen.

links dreigeschoßiges Ziegelgebäude, rechts daran anschließend im ersten Geschoß grüner Zubau

Ansicht von der Zufahrtsstraße

Das Gebäude an der Triester Straße wurde 1912/1913 als Schule errichtet. Nach einer späteren Nutzung als Lehrwerkstätte stand es seit 2007 leer. Im Frühjahr 2013 bezogen die Direktion der Abteilung Forst- und Landwirtschaftsbetrieb (MA 49) und ein Teilbereich der Magistratsabteilung Rechnungs- und Abgabenwesen (MA 6) den Standort am Stadtrand.


Zeitgemäße Büros in denkmalgeschütztem Gebäude

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde generalsaniert. Wesentliche Punkte dabei waren, zeitgemäße Büroräumlichkeiten zu schaffen sowie den baulichen Brandschutz zu verbessern. Das ursprüngliche Erscheinungsbild des Bestandstrakts sollte bewahrt werden. Darauf wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt geachtet.

Historische Schwarz-Weiß-Fotografie: Schulgebäude in Häuserzeile am linken Straßenrand, davor Pferdefuhrwerke, rechts Straßenbahn

Blick stadteinwärts um 1935

links alleinstehendes dreigeschoßiges Gebäude in Ziegelbauweise, an einer Straße

Blick stadteinwärts 2013


Die Büronutzung erstreckt sich vom Erdgeschoß bis in das zweite Obergeschoß des bestehenden Gebäudes. Das dritte Obergeschoß wurde für den Fall einer späteren Nutzung ebenfalls baulich adaptiert.

Ziegelgebäude im Hintergrund, vorne anschließend moderner grüner Zubau auf Stützen

Ansicht hofseitig


Anstelle des ehemaligen Schulturnsaales ragt nun ein zum Teil auf Stützen getragener Zubau in den Hof. Er dient als Haupteingang. Ein Aufzug schafft einen barrierefreien Zugang ins Gebäude.

Im ersten Obergeschoß befindet sich der Vortragssaal. Er bietet einen Ausblick in den angrenzenden Wald. Das Flachdach darüber wird als Terrasse genutzt. Der Zubau wurde als Stahlbetonkonstruktion mit vorgehängter Faserzementfassade errichtet.

Die Entwurfs-, Einreich- und Ausführungsplanung wurde von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abteilungen Bau- und Gebäudemanagement (MA 34) und Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) durchgeführt.

Haus mit Geschichte

Das aus der Fernsehserie "MA 2412" bekannte Gebäude wurde 1913 als Volksschulgebäude der Stadt Wien errichtet. Die Schule wurde Anfang der 1970er-Jahre geschlossen. Ab 1989 wurden dort Berufsvorbereitungsprojekte für handwerklich und technisch interessierte Mädchen angeboten. Nach einigen Jahren des Leerstandes ab 2007 wurde im Oktober 2011 mit den Bauarbeiten begonnen. 2013 konnte das Amtsgebäude wieder eröffnet werden.

Unterschlupf für Mauersegler, Fledermäuse und Wildbienen

Auch für die tierischen Bewohner wurde baulich gesorgt: An der Dachkante wurden 30 Nistmöglichkeiten für Mauersegler und im Zwischendach zehn Tagesquartiere für Fledermäuse realisiert. Im Außenbereich wurde ein Insektennützlingshotel aufgestellt. Es wurde aus dem Holz eines Weihnachtsbaumes vom Rathausplatz gefertigt. Nützlingshotels sind ein willkommener Unterschlupf für Wildbienen, Ohrwürmer oder Marienkäfer, die biologische Schädlingsbekämpfer - etwa gegen Blattläuse - sind.

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Architektur und Stadtgestaltung (Magistratsabteilung 19)
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