Berufsschule Embelgasse

In Wien Margareten wurde eine neue Berufsschule für rund 600 Lehrlinge der Verwaltungsberufe errichtet. Sie ist seit Februar 2015 in Betrieb.

Video: Berufsschule für Verwaltungsberufe eröffnet in Wien-Margareten

Der Spatenstich für das neue Berufsschulgebäude für Verwaltungsberufe in der Embelgasse 46-48 im 5. Bezirk ist Anfang März 2013 erfolgt. Die Dachgleiche konnte ein Jahr später, im März 2014, gefeiert werden. In das neue Schulgebäude mit einer Gesamtnutzfläche von 3.700 Quadratmetern wurden von der Stadt Wien rund 15 Millionen Euro investiert. Mit Semesterbeginn im Februar 2015 konnte der Betrieb aufgenommen werden.


Ausgangslage

Auf dem Grundstück befand sich ein aus der Gründerzeit stammendes Schulgebäude, in dem eine Kooperative Mittelschule geführt wurde. Das Objekt wurde im Sommer 2010 abgebrochen. Das städtische Umfeld des Bauplatzes ist durch die bestehende typische dicht bebaute Blockstruktur des Bezirks geprägt.

Wettbewerb

Seitens der Stadt Wien wurde im September 2010 von der Abteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) für die Wiener Schulen (MA 56) ein EU-weiter, nicht offener, zweistufiger Realisierungs-Wettbewerb im Oberschwellenbereich ausgelobt.

Ausschnitt eines Innenraumes mit in unterschiedlichen Rottönen gestalteter, raumhoher Schrankwand. Darüber sind Lüftungsöffnungen angeordnet. Der davor liegende Boden zeigt großformatige, hellgraue Steinplatten.

Mehrzweckraum - Schrankwand

Ausschnitt des Turnsaals mit heller, raumhoher Holzverkleidung an den Längswänden und der Decke. Die Stirnseite ist im oberen Bereich verglast, der rote Bodenbelag zeigt die erforderlichen Bodenmarkierungen.

Gymnastikraum


Aus 111 eingereichten Bewerbungsanträgen wurden acht für die zweite Wettbewerbsstufe ausgewählt. Unter dem Vorsitz von Architekt August Sarnitz fand im Februar 2011 die Sitzung des Preisgerichtes statt. Das Siegerprojekt stammt von "AllesWirdGut Architektur ZT GmbH".

Pädagogisches Leitbild und räumliche Anforderungen

Zwei Unterrichtsräume, mittig durch eine Trennwand geteilt. Hell gestalteter Raum mit weißer Decke mit integrierten, linienförmigen Leuchtkörpern.  Auf den weißen Tischen stehen zahlreiche PC's, die Stirnseite ist raumhoch verglast.

Unterrichtsräume

Im neuen Schulgebäude soll 600 Lehrlingen eine zeitgemäße und zukunftsweisende Bildung in entsprechenden Räumlichkeiten angeboten werden. Die wesentlichen Unterrichtsinhalte bestehen aus der Vermittlung von Theorie, aus Projektarbeit und praxisnahen Übungen. Die rund 95 Quadratmeter großen Unterrichtsräume sollen sowohl adäquat und flexibel genutzt als auch gestaltet werden können. Ein Frontoffice mit Übungsbüro im Erdgeschoß soll die kommunikativen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler fördern.


Architektonisches Konzept - Offenheit und Transparenz

Transparenz, Offenheit und Durchblicke prägen das äußere Erscheinungsbild der neuen Berufsschule. "Die Fassade entspricht im positiven Sinn der Morphologie eines zeitgemäßen Office-Gebäudes als symbolische Entsprechung zu einer Berufsschule" (Auszug aus dem Jury-Protokoll). Die großzügige Verglasung der Erdgeschoßzone gewährt den Passantinnen und Passanten Einblick in den Schulbetrieb und ermöglicht die Sicht in das Blockinnere.

Die Erdgeschoßzone bietet mit dem Buffet und dem klar strukturierten Hofbereich den kommunikativen Mittelpunkt. Über ein großzügiges, zweigeschoßiges Foyer gelangen die Schülerinnen und Schüler zu den Klassenräumen in den Obergeschoßen. Durch die offene, transparent gestaltete Anordnung der Klassen um den Erschließungs- und Kommunikationsbereich stehen Lern-, Arbeits- und Kommunikationsbereiche in engem Zusammenhang.

Straßenfassade eines zeitgemäßen Gebäudes mit geschosshohen Verglasungen und offen gestaltetem Eingangsbereich. Die raumhohen Glasflächen sind durch vorspringende, helle Rahmen gegliedert.

Straßenfassade

Leseraum, der überwiegend mit raumhohen Glasflächen  zum Gangbereich begrenzt ist. Die Schränke an der Längswand sind weiß gestaltet. Der tiefe Raum ist an der Stirnseite verglast. Im ebenfalls hellen Deckenbereich sind quadratische Leuchten integriert.

Leseraum


Die Klassenräume mit den Arbeitsplätzen wurden zur Embelgasse orientiert, die Nebenräume sind hofseitig angelegt. Die vorwiegend zweiseitig belichteten Unterrichtsräume bieten aufgrund ihrer Grundrisskonfiguration eine optimale räumliche Flexibilität.

Durch ein vielfältiges Angebot an Außenräumen in Form einer sonnigen Dachterrasse, der Hofterrasse im zweiten Obergeschoß sowie einem schattigen Innenhof wird den Schülerinnen und Schülern ein Freiraum in unmittelbarer Nähe geboten.

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Architektur und Stadtgestaltung (Magistratsabteilung 19)
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