Bildungscampus Berresgasse

Im 22. Bezirk ist im Bereich Berresgasse nahe dem Hirschstettner Badeteich im September 2019 ein weiterer Bildungscampus für Kinder bis zu 14 Jahren in Betrieb gegangen.

Schulgebäude mit Holzfassade, davor ein Spielplatz

Adresse: 22., Berresgasse/Scheedgasse

Für das Stadtentwicklungsgebiet, in dem bis 2022 rund 3.500 Wohnungen entstehen, können rund 1.100 Kinder ganztägig betreut und unterrichtet werden.


Der Campus umfasst:

  • einen Kindergarten mit 12 Gruppen
  • eine Ganztagesschule für Volks- und Neue Mittelschule mit 29 Klassen
  • 2 Förderklassen
  • 2 Sonderpädagogik-Klassen für Kinder mit Behinderungen

Die Bildungsbereiche sind durch Kreativ-, Therapie- und Sportbereiche ergänzt.

Zusätzlich stehen den Kindern rund 11.800 Quadratmeter an Freiflächen zur Verfügung, wie

  • ein Kleinkinderspielplatz,
  • Freiluftklassen,
  • Rückzugsgärten,
  • ein Therapiegarten,
  • ein Wasserspiel,
  • ein Beachvolleyballplatz
  • und ein Hartplatz auf dem Dach der Turnhalle.

Die angebotenen Außenanlagen stehen so weit wie möglich im Sinne einer Mehrfachnutzung auch den Bewohnerinnen und Bewohnern der Umgebung zur Verfügung.

Der Mehrzweckraum im Erdgeschoß ist einerseits für Schulveranstaltungen geplant, er kann aber auch mit den erforderlichen Nebenräumen als eigene, von der Schule abgeschlossene Einheit gemietet werden.

Speisesaal mit Holzmöbeln
Gemeinschaftsraum mit Sitzmöbeln

Zweiter "Campus plus"

Mit dem Bildungscampus Berresgasse wurde - nach dem Bildungscampus Friedrich Fexer - das zweite Projekt aus der Reihe "Campus plus" umgesetzt.

Im Mittelpunkt aller architektonischen und pädagogischen Überlegungen für den neuen Bildungscampus steht das Kind. Kindergartengruppen und Schulklassen rücken zusammen und nutzen gemeinsam unterschiedliche Räume. So verbringen Kinder unterschiedlichen Alters gemeinsam den Tag, können miteinander spielen und voneinander lernen.

Wettbewerb

Von der Stadt Wien wurde ein EU-weiter, offener, 2-stufiger Realisierungswettbewerb ausgelobt. Die Beurteilungssitzung für die 2. Wettbewerbsstufe fand im Herbst 2015 statt. Das Projekt des Teams PSLA ARCHITEKTEN ZT-GMBH aus Wien wurde von der Jury zur Realisierung empfohlen.

Architektonisches Konzept

Gebäude mit Holzfassade, davor ein Spielplatz

Der große Gebäudekomplex gliedert sich in eine Abfolge von leicht wiedererkennbaren, im Stadtraum ablesbaren und überschaubaren Bildungsbereichen.

Über dem erdgeschoßigen Gebäudesockel befinden sich 3 Geschoße mit jeweils 4 Bildungsbereichen im 1. und 2. Obergeschoß beziehungsweise 2 Bildungsbereichen im 3. Obergeschoß. Die Geschoße entwickeln sich somit vom L-förmigen Erdgeschoß bis zum stark gegliederten Baukörper im 3. Obergeschoß.

Gebäude mit Holzfassade, davor ein Spielplatz

Im Erdgeschoß befinden sich die Sonderpädagogik-Klassen und die Kindergartengruppen. Im 1. und im 2. Obergeschoß befindet sich die Volksschule. Eine außenliegende Treppe verbindet den Kleinkinderspielplatz im Garten mit der großen Spielterrasse im 1. Obergeschoß. In jedem Bildungsbereich der Volksschule sind die Bildungsräume, die Teamräume und die Nebenräume um ein helles, 2-geschoßiges Atrium angeordnet. Hier liegen auch die Multifunktionsflächen, auf denen sich die Kinder bewegen, spielen oder lernen können. Durch eine gemeinsame Nutzung der Multifunktionsflächen soll die Gemeinschaft unter den Kindern gefördert werden. Ein Neben- und Miteinander der Kinder der Kindergartengruppen, der Sonderpädagogik- Klassen und der Volksschulklassen ist dadurch möglich.

Auch der große Ess- und Spielbereich im Erdgeschoß für mehr als 60 Kinder, Schülerinnen und Schüler fördert das Miteinander der Kinder unterschiedlichen Alters.

Für die Neue Mittelschule sind 2 Bildungsbereiche im 3. Obergeschoß vorgesehen. Beiden Bildungsbereichen ist eine großzügige Terrasse zugeordnet, die mit dem Freiraum im Erdgeschoß und dem Hartplatz im 2. Obergeschoß direkt verbunden ist.

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