Bildungscampus für Atzgersdorf - in Planung

Im 23. Bezirk soll bis September 2022 ein Bildungscampus für circa 1.100 Kinder und Jugendliche entstehen.

Der Bauplatz liegt neben dem Areal der ehemaligen Sargfabrik und umfasst circa 11.200 Quadratmeter. Er wird durch die Breitenfurter Straße im Osten und die Walter-Jurmann-Gasse im Norden begrenzt. Das Gebiet ist durch die Nähe zur S-Bahn-Station Atzgersdorf und mehrere Buslinien gut an den öffentlichen Verkehr angebunden.

Das Planungsgebiet ist Teil einer städtebaulichen Entwicklung im 23. Bezirk.

Schaubild, mehrgeschoßiges Gebäude, helle Fassade mit großen regelmäßigen Öffnungen, davor Garten mit vielfältiger Bepflanzung

Gartenansicht des Bildungscampus

Luftbildaufnahme mit gekennzeichnetem Bauplatzbereich

Bauplatz


Bildungsangebot

Das Bildungsangebot umfasst folgende Funktionen:

  • Kindergarten mit 12 Gruppen
  • Ganztagsvolksschule mit 17 Klassen
  • Ganztägig geführte Neue Mittelschule mit 12 Klassen
  • sonderpädagogische Bildungsräume
  • Kreativräume
  • Therapiebereich
  • Sportbereich
  • Veranstaltungssaal

Verhandlungsverfahren mit 26 Bewerbungen

Von der Stadt Wien wurde ein EU-weites 2-stufiges Verhandlungsverfahren durchgeführt. Insgesamt haben sich 26 Projektteams beworben. Das Projekt der ARGE Baumschlager Eberle + ILF wurde von der Beurteilungskommission zur Umsetzung empfohlen.

Architektonisches Konzept

fünfgeschoßiger Baukörper mit Lochfassade, davor Bäume

Bildungscampus, Vorplatz und Eingangsbereich

Das Gebäude ist kompakt und klar geschnitten. Es hat einen L-förmigen 5-geschoßigen Hauptbaukörper und einen 1-geschoßigen Gebäudeteil, der leicht zurückgesetzt ist. Zur Straße hin bildet das Gebäude eine starke urbane Kante. So wird das Areal von der stark befahrenen Breitenfurter Straße abgeschirmt. Das Gebäude öffnet sich Richtung Westen zum Freiraum des Bildungscampus und zur geplanten Wohnbebauung.

Unterschiedlich große Einschnitte, an denen Terrassen und Loggien angeordnet sind, gliedern den Baukörper und ermöglichen eine ausreichende natürliche Belichtung im Gebäudeinneren.

Eine umlaufende Lochfassade mit regelmäßig angeordneten Fensteröffnungen macht das Gebäude als Einheit ablesbar.

Der Haupteingang zum Campus liegt vis-à-vis der Sargfabrik an der Südseite. Die Eingangshalle verbindet den Hauptzugang mit dem Innenhof und besitzt einen 2-geschossigen Luftraum. In dieser Halle befinden sich die Zugänge zu den beiden Hauptstiegenhäusern.

Bildungsbereich mit direktem Außenbezug

Schaubild, Innenraum, geschoßhohe Verglasung, helle Farbgestaltung in Grau- und Gelbtönen, spielende Kinder

Multifunktionsbereich mit gelbem Farbakzent

Der neue Bildungscampus beinhaltet 8 Bildungsbereiche und 3 Kleinkindergruppen. Jeder Bildungsbereich befindet sich in einem räumlich abgeschlossenen Gebäudeteil. Dieser wird von einem zentral angelegten Bereich aus erreicht.

In jedem Bildungsbereich sind Bildungsräume und Multifunktionsflächen für die Kinder und Aufenthaltsräume für die Pädagoginnen und Pädagogen angeordnet. Jeder Bildungsbereich verfügt über Loggien und Freiklassen. Dadurch soll der Aufenthalt im Freien ermöglicht werden.

Differenzierte Freiräume

Lageplan mit Bildungscampus und Freiraumkonzept

Dachdraufsicht und Freiraumkonzept des neuen Bildungscampus

Der Campusfreiraum befindet sich im von der Straße abgewandten Bereich des Geländes. Er schließt an das zukünftige Bebauungsgebiet im Westen an. Für einen Teil dieser Fläche ist außerhalb des Schul- und Kindergartenbetriebs eine Mehrfachnutzung vorgesehen: Das Ballspielfeld und der überwiegende Teil der Rasenflächen werden Kindern aus der Umgebung zur Verfügung gestellt.

Der Freiraum ist das Herzstück der Anlage. Hier sind die Außenräume für Kindergarten und Sonderpädagogik angeordnet. Es gibt befestigte Terrassen mit Sitzmöglichkeiten. Bäume und Sonnensegel sorgen für Beschattung.

Die Dachterrassen über dem Kindergarten im Erdgeschoß und im 4.Obergeschoß bieten den Kindern einen zusätzlichen Außenraum. Ihre Gestaltung ist landschaftlich geprägt. Im letzten Obergeschoß wird die Fassade hochgezogen, so ist die Terrasse sicher nutzbar. Pergolen werden hier für Sonnenschutz sorgen.

Alternatives Energiekonzept

Das Gebäude soll ein Low-Tech-Gebäude mit hoher Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit in Erhaltung, Errichtung und Betrieb werden.

Entwickelt wurde ein spezielles Lüftungskonzept, welches automatisierte Lüftung mit natürlicher Lüftung und Nachtlüftung kombiniert.

Durch die Nutzung der alternativen Energieträger Erdwärme und Sonnenenergie ist das Gebäude energietechnisch weitgehend unabhängig.

Unterstützt wird das Konzept durch die kompakte Gebäudeform, hohe Wärmedämmung und Speichermassen sowie die Raumausrichtung. Die tief in den Laibungen angeordneten Fenster und die vorgelagerten Loggien wirken zusätzlich gegen sommerliche Überwärmung.

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Architektur und Stadtgestaltung (Magistratsabteilung 19)
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