Bildungscampus Friedrich Fexer

Im 22. Wiener Gemeindebezirk wurde der erste "Campus Plus" umgesetzt. Die Inbetriebnahme erfolgte mit Beginn des Kindergarten- und Schuljahres 2017/18.

dreigeschoßige Fassade, großflächig verglast, dazwischen gelbe Paneele, rundum ein vorgelagertes Stahlbetongerüst. Davor Freibereich mit Grünflächen und Sitzgelegenheiten.

Der Standort des Bildungscampus befindet sich nordwestlich der Achse Wagramer Straße in einem städtebaulichen Entwicklungsgebiet. Das Areal wird im Norden von einer Gärtnerei und im Westen von der Attemsgasse begrenzt. Im Osten und Süden befinden sich die Ganztagsmittelschule Anton-Sattler-Gasse 93, die Rundturnhalle Kagran sowie die Abstellanlage Kagran der Wiener Linien. Im Bildungscampus werden rund 800 Kinder in 33 Klassen und Kindergartengruppen ganztägig betreut. Auch ist eine Expositur der Musikschule Donaustadt untergebracht.


Realisierungswettbewerb mit 58 Beiträgen

Seitens der Stadt Wien wurde im Juli 2013 von der Abteilung Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) ein EU-weiter, offener, zweistufiger Realisierungswettbewerb ausgelobt. In der ersten Stufe wurden aus 58 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen neun Projekte für die zweite Wettbewerbsstufe ausgewählt. Unter Vorsitz von Architekt Univ.-Prof. Dietmar Eberle fand im Februar 2014 die Sitzung des Preisgerichtes statt. Das Projekt von querkraft architekten ZT GmbH wurde von der Jury zur Realisierung empfohlen.

Projekt mit klarer städtebaulicher Form

Lageplan mit Dachdraufsicht des neuen Schulgebäudes und den dazugehörigen, in unterschiedliche Bereiche gegliederten Außenflächen

Lageplan des Bildungscampus Friedrich Fexer

Innenraum, gelben Bodenbelag mit aufgebrachten Linien, holzvertäfelte Wände, an den Längsseiten Oberlichtbänder

Turnsaal mit natürlicher Belichtung


Der rechteckige, dreigeschoßige Baukörper bildet einen klaren städtebaulichen Abschluss zur Attemsgasse. Mit der Nord-Süd-Ausrichtung des Gebäudes entstand im Osten ein großzügiger, geschützter Freiraum und ein Sportbereich. Der Baukörper mit Turnsaal und Musikschule befindet sich im Garten und ist zur Hälfte versenkt. Er ist unterirdisch mit dem Hauptgebäude verbunden. Durch seine Lage gliedert er den Freibereich in einen Sportbereich sowie Spiel- und Bewegungsflächen.

Umsetzung des räumlich pädagogischen Konzeptes

Mit dem Bildungscampus in der Attemsgasse ging das erste Modell "Campus Plus" für Kinder bis zu zehn Jahren in Betrieb. Das neue räumlich-pädagogische Konzept mit dem sogenannten Bildungsbereich als Kernstück und der gemeinsamen Nutzung eines Bildungsbereiches durch Kindergarten und Volksschule wurde innovativ umgesetzt.

In den beiden Obergeschoßen wurden vier solcher Bildungsbereiche für je bis zu 175 Kinder vorgesehen. Jeder setzt sich aus zwei Kindergartengruppen, vier Volksschulklassen und einer Sondergruppe/-klasse (Vorschule, heilpädagogische Gruppe oder basale Klasse) zusammen. Dort findet auch der Einzel- und Kleingruppenunterricht der Musikschule statt.

hell gestalteter Innenraum, eine Seite vollverglast, eine Seite mit Wandregal, am grauen Boden ein weißer Teppich und Sitzkissen.

Multifunktionsberich

Innenraum mit großflächigen Verglasungen und Wandregalen. Grauer Boden, einige Spielelemente verteilt.

Bildungsraum Kindergarten


Die Erschließung der eingeschoßigen Bildungsbereiche erfolgt über ein zentrales, lichtdurchflutetes Treppenhaus. Über insgesamt vier innenliegende Höfe werden die Mittelzonen belichtet. Außentreppen führen auf kurzem Weg zu den angrenzenden Freibereichen.

Außerhalb der Bildungsbereiche sind im Erdgeschoß unter anderem drei Kleinkindergruppenräume, ein Therapiebereich, zwei Förderklassen und ein multifunktionaler Saal vorgesehen.


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Architektur und Stadtgestaltung (Magistratsabteilung 19)
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