Erweiterung der Volksschule Baslergasse

Seit Beginn des Schuljahrs 2014/2015 werden in dem neu errichteten Zubau der Volksschule Baslergasse im 23. Bezirk vier zusätzliche Klassen geführt.

Außenansicht des eingeschoßigen, modernen Gebäudes mit gläsernem Verbindungsgang. Die Fassade ist mit gelben und grünen, stehenden Holzlatten gestaltet.

Moderner Zubau an die "Baslerschule"

1951 wurde in Liesing die Baslerschule, eine von Architekt Roland Rainer geplante Freiluftschule der Stadt Wien, fertiggestellt. Dieser unter Denkmalschutz stehende Baukörper wurde in den 1970er-Jahren durch vier freistehende Mobilklassen erweitert. Durch den schlechten baulichen Zustand der Mobilklassen wurde 2012 die Planung für einen Neubau beauftragt. Auch die Möglichkeit einer eventuellen Erweiterung sollte bereits in der Planung berücksichtigt werden. Für die Planung verantwortlich war Architekt DI Clemens Kirsch ZT GmbH.


Räumliches Konzept - Transparenz und Orientierung

Grundriss in Schwarz-Weiß mit windradartig angeordneten Klassenräumen und dazwischen liegendem Foyer mit Durchblicken ins Freie

Einzelne Raumelemente gruppieren sich um den Gemeinschaftsbereich.

Die einzelnen Raumelemente wie Klassen, Garderoben und Sanitärräume gruppieren sich im Zubau windmühlenartig um den zentralen Erschließungsbereich. Dieser ist natürlich belichtet und kann als Gemeinschaftsbereich genutzt werden. Bei Bedarf kann dieser Zubau um ein Geschoß aufgestockt werden.

Transparenz und wechselnde Sichtbeziehungen sind durch die gläserne Anbindung an den Bestand und die zahlreichen Fixverglasungen gegeben. Über die Garderobe (Schmutzschleuse) ist es möglich, direkt ins Freie zu gelangen. Damit wird der Ursprungsgedanke der "Freiluftschule" des bestehenden Hauptgebäudes übernommen.


Flexible und nachhaltige Bauweise aus Holz

Das Gebäude ist zur Gänze in Holzfertigteil-Elementen errichtet. Dazu wurde ein modulares System aus sich wiederholenden Raumelementen entwickelt. Der schnelle Auf- und Abbau und die größtmögliche Wiederverwendbarkeit an anderen Standorten wurden dabei besonders berücksichtigt.

Innenaufnahme eines raumhoch verglasten Gangs, wodurch im Hintergrund Teile der Holz-Außenfassade und die Zugangsrampen gut erkennbar sind.

Verglaster Verbindungsgang mit umfassenden Ausblicken

Das schlicht gestaltete eingeschoßige Bestandsgebäude in Gelb mit Ziegeldach erstreckt sich fast über das gesamte Bild, im Hintergrund anschließend der grüne Zubau.

Die "Baslerschule" von Roland Rainer mit dem Zubau von Clemens Kirsch


Innenaufnahme des hell gestalteten Foyers. In der mit Holztafeln verkleideten Decke sind die Beleuchtungskörper integriert.

Foyer

Die Boden- und Deckenelemente sind in Brettschichtbauweise, die Wände als Pfostenriegelkonstruktion ausgeführt. Die durchgängige Wahl des Baustoffes Holz stellt einen zukunftsorientierten Beitrag zur Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz dar. Das Gebäude wurde in Niedrigenergiebauweise errichtet.

Die Oberflächen des Eingangsbereiches wurden mit neutralweißen Gipskartonplatten beplankt. Die Wände der Klassenräume sind mit weiß lasiertem Holz verkleidet. Eine durchgehende Lamellendecke aus unbehandelter Weißtanne und der Kautschukbelag in den Aufenthalts- und Erschließungsbereichen vereinheitlichen die unterschiedlichen Raumnutzungen.


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