8. Ruhestandsversetzungen

8.2 Neupensionierungen

Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der Beamtinnen und Beamten, die im jeweiligen Kalenderjahr in den Ruhestand versetzt wurden, sowie deren durchschnittliches Pensionsantrittsalter.

Neupensionierungen 2016-2018 Personen

201620172018
Insgesamt770817948
Mag. i. e. S.408431524
KAV331344387
WW91314
WK111714
Sonstige Bereiche11129

Neupensionierungen 2016-2018 Durchschnittsalter

201620172018
Insgesamt58,9358,9359,23
Mag. i. e. S.58,5358,4558,78
KAV59,4559,4259,82
WW59,259,5460,87
WK59,5159,5658,18
Sonstige Bereiche57,3660,3358,54

Arten der Ruhestandsversetzung

Das Regelpensionsalter für Beamtinnen und Beamte der Stadt Wien liegt bei 65 Jahren. Sie treten mit Ablauf des Monats, in dem sie das 65. Lebensjahr vollenden, kraft Gesetz in den Ruhestand. Aufgrund von Übergangsvorschriften besteht für die vor dem 2. Jänner 1955 geborenen Beamtinnen und Beamten ein früheres Pensionsantrittsalter.

Längerer Verbleib im Dienststand

Wenn am Verbleiben einer Beamtin oder eines Beamten im Dienststand ein besonders hohes dienstliches Interesse besteht, kann der Übertritt in den Ruhestand auch noch längstens bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres hinausgeschoben werden, sofern die Beamtin oder der Beamte zustimmt.

Vorzeitiger Pension mit Abschlägen

Bei Vorliegen bestimmter zusätzlicher Anspruchsvoraussetzungen bestehen folgende Möglichkeiten, eine vorzeitige Pension mit Abschlägen anzutreten:

  • (Nacht-)Schwerarbeitspension: Die Ruhestandsversetzung nach der (Nacht-) Schwerarbeitsregelung ist von der Anzahl der geleisteten Schwerarbeits- bzw. Nachtschwerarbeitsmonate abhängig und auf Antrag der Beamtin oder des Beamten unter folgenden Voraussetzungen möglich:
    • Schwerarbeitspension: Voraussetzung sind eine ruhegenussfähige Gesamtdienstzeit von 42 Jahren (nach Vollendung des 18. Lebensjahres) und die Leistung von mindestens 120 Schwerarbeitsmonaten innerhalb der letzten 240 Kalendermonate vor der Ruhestandsversetzung. Diese Pensionsart kann frühestens mit dem der Vollendung des 60. Lebensjahres folgenden Monatsletzten angetreten werden.
    • Nachtschwerarbeitspension: Voraussetzung ist die Leistung von mindestens 180 Nachtschwerarbeitsmonaten in den letzten 360 Kalendermonaten vor der Ruhestandsversetzung oder die Leistung von insgesamt mindestens 240 Nachtschwerarbeitsmonaten. Diese Pensionsart kann frühestens mit dem der Vollendung des 57. Lebensjahres folgenden Monatsletzten angetreten werden.
  • Pension wegen Erreichen des Mindestpensionsalters: Diese kann bei Vorliegen einer ruhegenussfähigen Gesamtdienstzeit von 45 Jahren beantragt werden. Aufgrund von Übergangsvorschriften benötigen Beamtinnen und Beamte, die vor dem 2. Jänner 1955 geboren wurden, eine geringere ruhegenussfähige Gesamtdienstzeit. Das Mindestpensionsalter liegt bei 60 Jahren.
  • Vorzeitige Pension mit Erreichen des 60. Lebensjahres: Jene Beamtinnen und Beamten, die die Voraussetzungen für eine der oben genannten Pensionsarten nicht erfüllen, können auf Antrag in den Ruhestand versetzt werden, wenn sie das 60. Lebensjahr vollendet haben und keine wichtigen dienstlichen Interessen entgegenstehen. Diese Pensionsart ist mit den höchsten Abschlägen verbunden.

Vorzeitiger Ruhestand von Amts wegen

Daneben gibt es zwei Fälle, in denen Beamtinnen und Beamte von Amts wegen vorzeitig in den Ruhestand zu versetzen sind:

  • Dauernde Dienstunfähigkeit: Ist eine Beamtin oder ein Beamter aufgrund schwerer Erkrankung und den damit verbundenen gesundheitlichen Einschränkungen dauernd dienstunfähig, ist sie oder er von Amts wegen in den Ruhestand zu versetzen. Diese Pensionsart ist unabhängig vom Lebensalter und mit Abschlägen verbunden. Sie entspricht der Berufsunfähigkeits- oder Invaliditätspension in der gesetzlichen Pensionsversicherung. Eine Ruhestandsversetzung wegen dauernder Dienstunfähigkeit ist auch auf Antrag möglich.
  • Organisationsänderungen innerhalb der Stadt Wien können unter Umständen auch zu vorzeitigen Ruhestandsversetzungen führen, nämlich dann, wenn die Einsetzbarkeit einer Beamtin oder eines Beamten durch eine Veränderung der Geschäfte nicht mehr gegeben ist und diese bzw. dieser auch nicht durch ihr oder ihm zumutbare Aus-, Fortbildungs- oder Umschulungsmaßnahmen anderweitig angemessen beschäftigt werden kann. Eine Ruhestandsversetzung wegen Organisationsänderung setzt die Vollendung des 55. Lebensjahres voraus.

Arten der Ruhestandsversetzung

Arten der Ruhestandsversetzung 2016-2018 Personen

201620172018
65. Lebensjahr vollendet272023
Antrag: Pensionsalter erreicht 693741
Aufschub über das 65. Lebensjahr hinaus9<5<5
Antrag: (Nacht-)Schwerarbeit 172130
Antrag: ruhegenussfähige Dienstzeit erreicht96112115
Antrag: 60. Lebensjahr vollendet 219248294
Dauernde Dienstunfähigkeit333353414
Organisationsänderung-2329

Arten der Ruhestandsversetzung 2016-2018 Durchschnittsalter

201620172018
65. Lebensjahr vollendet65,0465,0465,03
Antrag: Pensionsalter erreicht 63,1563,7764,35
Aufschub über das 65. Lebensjahr hinaus67,08<5<5
Antrag: (Nacht-)Schwerarbeit 60,8660,8760,57
Antrag: ruhegenussfähige Dienstzeit erreicht61,9861,9762,48
Antrag: 60. Lebensjahr vollendet 60,8961,0761,35
Dauernde Dienstunfähigkeit55,0855,4555,88
Organisationsänderung-58,2358,84

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8.3 Pensionsaufwand