2. Personalstruktur

2.4 Menschen mit Behinderung

Integration von Menschen mit Behinderung

Die Eingliederung behinderter Menschen in das Erwerbsleben ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für deren gesellschaftliche Teilhabe. Seit vielen Jahren engagiert sich die Stadt Wien als Dienstgeberin in besonderem Maße für die Integration von Menschen mit Behinderung und ermöglicht ihnen durch die Eingliederung auf Dienstposten eine aktive Teilnahme am Arbeitsprozess.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Anzahl der Personen mit verminderter Erwerbsfähigkeit von mindestens 50 Prozent.

Menschen mit Behinderung 2016-2018 Personen

201620172018
Gesamt2.3342.1692.140
Frauen1.3421.2381.229
Männer992931911

Die Erfüllung der Beschäftigungspflicht gemäß Behinderteneinstellungsgesetz wird seitens des Sozialministeriumservices alljährlich für das jeweils vorangegangene Kalenderjahr überprüft und war im Jahr 2018 zu 119,7 Prozent gegeben.

Sonderaktion für Menschen mit Behinderung

Seit 1981 besteht eine dauerhafte Sonderaktion zur Aufnahme von begünstigten Personen im Sinne des Behinderteneinstellungsgesetzes, in deren Rahmen die behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Dienststellen außerhalb deren Dienstpostenplans und auf Kosten eines zentralen Budgets in der Magistratsdirektion zugeteilt werden. Diese Vorgangsweise wurde gewählt, da behinderungsbedingt nicht immer alle mit der Besetzung eines Dienstpostens verbundenen Anforderungen zur Gänze erfüllt werden können und eine erfolgreiche Integration auch eine sukzessive Einarbeitungs- und Bewährungsphase mit persönlichen Erfolgserlebnissen voraussetzt. Ziele sind die Inklusion und Integration der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung in den Arbeitsprozess, die Förderung ihrer Selbständigkeit und die Zufriedenheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz.

Im Rahmen der Sonderaktion beschäftigt 2016-2018 Personen

201620172018
Personen674660647

Sonderausbildungsprojekt

Seit 1991 führt die Wiener Stadtverwaltung mit Schulabgängerinnen und Schulabgängern, die vom Arbeitsmarktservice nicht vermittelt werden können, ein Sonderausbildungsprojekt in Form eines zweijährigen Praktikums durch. Diesem Personenkreis sollen einfache manuelle Tätigkeiten einer Gärtnergehilfin bzw. eines Gärtnergehilfen in Theorie und Praxis vermittelt werden, damit sie in weiterer Folge ins Berufsleben integriert werden können. Die Zielgruppe sind Sonderschulabgängerinnen und -abgänger im jugendlichen Alter mit und ohne Pflichtschulabschluss, die aufgrund einer Einschränkung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit bzw. infolge psychischer und sozialer Beeinträchtigungen nicht in der Lage sind, eine Lehrausbildung unter normalen Bedingungen zu absolvieren, im Rahmen einer Beschäftigungstherapie aber unter ihrer Leistungskapazität eingesetzt wären.