3. Personaldynamik

3.2 Interne Mobilität

Förderung der internen Mobilität

Die Förderung der internen Mobilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein wichtiges strategisches Ziel im Personalmanagement der Stadt Wien. Auch in Zusammenhang mit der internen Karriereentwicklung hat die Mobilität der Mitarbeitenden große Bedeutung. Durch Weiterentwicklungsmaßnahmen und einen stadtinternen Arbeitsmarkt soll die Attraktivität der Stadt Wien als Arbeitgeberin für qualifizierte und talentierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht und das Risiko in der Nachfolgeplanung reduziert werden.

Erfassung der internen Mobilität

Zur Erfassung der internen Mobilität wurde für den Magistrat der Stadt Wien (inklusive der Unternehmungen Wiener Krankenanstaltenverbund, Stadt Wien – Wiener Wohnen und Wien Kanal) eine Kennzahl entwickelt, die die Summe der Veränderungen bei den voll- und teilzeitbeschäftigten Bediensteten im jeweiligen Kalenderjahr darstellt; siehe nachfolgende Tabelle. Als Veränderungen im Sinne der internen Mobilität wurden Überreihungen, Überstellungen, Versetzungen zwischen Dienststellen sowie dienststelleninterne Versetzungen erfasst. Des Weiteren wurden Höherreihungen, Umreihungen und Rückreihungen, welche sich auf das neue W-BedG beziehen, berücksichtigt.

Interne Mobilität 2016-2018 Personen

201620172018
Insgesamt4.6194.4225.596
Mag. i. e. S.2.5592.4653.312
KAV1.9591.8912.208
WW784554
WK111116

Interne Mobilität als Schwerpunktthema

2018 wurde die interne Mobilität als Schwerpunktthema weiter bearbeitet. Mobilität soll als erwünschtes Verhalten stärker etabliert, Jobperspektiven aufgezeigt und dadurch ein Jobwechsel innerhalb des breiten Jobportfolios der Stadt Wien angeregt werden. „Aufstieg vor Einstieg“ lautet die Prämisse. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Information und Beratung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelegt, die dezentral in den Dienststellen und zentral erfolgen soll.

Vorrangregeln

Aber auch klare und verpflichtend zu berücksichtigende Regelungen wurden geschaffen. Mit diesen ist definiert, dass Personalreserven, also Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bei denen eine Neuorientierung aufgrund organisatorischer Veränderungen notwendig ist, bei der Besetzung vakanter Positionen Vorrang gegenüber Bediensteten haben, die sich auf eigenen Wunsch verändern wollen. Für das Vermittlungsmanagement in den Dienststellen wurde ein standardisierter Prozess entwickelt. Außerdem stehen diverse Unterstützungstools wie die interne Jobbörse und der Personalreserve-Pool zur Verfügung.

Tools zur Unterstützung der Mobilität und der Personalrekrutierung

Zur Unterstützung der Mobilität und der Personalrekrutierung stehen sowohl den Abteilungen als auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedene Tools zur Verfügung, die nachfolgend dargestellt werden.

Magistratsinterne Jobbörse

Seit 2003 steht die interne elektronische Jobbörse allen Dienststellen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Wien zur Verfügung. Die personalsuchenden Dienststellen können in diesem Rahmen freie Stellen veröffentlichen und diese so allen interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugänglich machen. Bei der Nachbesetzung von höherwertigen Dienstposten ist die Schaltung in der Jobbörse im Sinne des Wiener Gleichbehandlungsgesetzes verpflichtend. Über die Bekanntmachung von sonstigen vakanten Dienstposten entscheidet die Dienststelle eigenständig. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können in dieser Jobbörse inserieren.

Magistratsinterne Jobbörse 2016-2018 Anzahl bekanntgemachter Jobs

201620172018
Höherwertige Dienstposten495464620
Andere Dienstposten1.3371.4021.719
Inserate von MitarbeiterInnen705751

Personalreserve-Pool

Der elektronische Personalreserve-Pool ist ein wichtiges Unterstützungsinstrument im Umgang mit unterschiedlichen Arten von Personalreserven. So werden beispielsweise mit diesem Tool Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfasst, für die aufgrund organisatorischer Änderungen ein Jobwechsel erforderlich ist. Auch bei Rückkehrerinnen und Rückkehrern aus längeren Abwesenheiten wie z.B. Elternkarenz oder Präsenz- bzw. Zivildienst kann eine Vermittlung über den Personalreservepool notwendig werden, wenn mangels Einsatzmöglichkeiten in der bisherigen Dienststelle eine Versetzung in einen anderen Bereich vereinbart wurde. Alle Dienststellen können bei Personalbedarf mit den im Personalreservepool erfassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Kontakt aufnehmen.

JobSTART

JobSTART ist eine Online-Plattform im Intranet der Stadt Wien, welche die Übernahme von Lehrlingen mit abgeschlossener kaufmännischer Ausbildung auf entsprechende Dienstposten in der Stadt Wien unterstützt. Dienststellen sind verpflichtet, passende freie Stellen auf der JobSTART-Plattform zu veröffentlichen. Lehrlinge haben die Möglichkeit, sich mit ihrem Qualifikationsprofil auf dieser Plattform zu präsentieren und so Dienststellen, die auf der Suche nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern sind, auf sich aufmerksam zu machen. Eine „Matching“-Funktion ermöglicht den Abgleich des Qualifikationsprofils des Lehrlings mit den Anforderungen der bekannt gemachten Stelle anhand definierter Kriterien.

Recruiting-Software

2018 erfolgte eine öffentliche Ausschreibung zur Beschaffung einer Recruiting-Software. Auf Grundlage des 2017 entwickelten Standard-Recruiting-Prozesses soll die Software-Lösung den internen und externen Recruiting-Prozess der Stadt Wien optimal unterstützen. Bei der Definition der Anforderungen an die Software wurden sowohl die Erwartungen der Bewerberinnen und Bewerber betreffend ein zeitgemäßes Recruiting, als auch die Bedürfnisse der rekrutierenden Dienststellen bestmöglich berücksichtigt. Die Recruiting-Software soll ab dem Jahr 2020 zum Einsatz kommen.