Ein Bild, das Pflanze, Blume, draußen, Aster enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
Rosenwurz © E. Horak, http://flora.nhm-wien.ac.at/seiten-arten/rhodiola-rosea.htm

Neue europaweite Arbeitsgruppen: Bäume und Aromatische & Medizinalpflanzen

Mehrere Tropenholztaxa waren 2020 Thema von Nachhaltigkeitsprüfungen (non-detriment-findings, NDFs) (Prunus africana, Pericopsis elata, Bulnesia sarmentoi, Gibourtia spp., Aquilaria spp. und Gonystylus sp.), ebenso wie einige Zier-und Heilpflanzentaxa (Rhodiola spp., Cyclamen spp. Griffonia sp.). Seit August 2019 besteht eine eigene europaweite Arbeitsgruppe „Bäume“ (Workinggroup „Trees“) in der SRG, hier finden Recherche und Diskussion dieser Themen statt.

Zusätzlich wurde in Vorbereitung auf den 2021 stattfindenden Pflanzenausschuss eine Arbeitsgruppe zu medizinischen Heilpflanzen und aromatischen Pflanzen (MAPs) eingerichtet. Sie hat die bessere Kontrolle und Transparenz sowie die Nachhaltigkeit des Handels von MAPs als Ziel.

Vorbereitungen für die nächste Vertragsstaatenkonferenz (CoP 19)

Als Vorbereitung für die CoP 19 wurde von CITES-Behörden eine Erhebung bezüglich der Gattung Rhodiola in ihrem Verbreitungsgebiet durchgeführt. Die Fachstelle Pflanzen hat hierzu Informationen zum Status der Gattung bzw. ihres einzigen Vertreters in Österreich, Rhodiola rosea (Rosenwurz), recherchiert und zur Verfügung gestellt. Dabei wurde festgestellt, dass die erste systematische Untersuchung für einen Höhenanbau von R. rosea auf 1600 m Seehöhe aus Österreich stammt.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie* sind:

  • Die Wirkstoffkonzentrationen hängen stark von der Erntezeit ab, in geringerem Maße von Alter, Herkunft und Anbauort.

  • Das Verhältnis der aktiven Wirkstoffe wird durch den Genotyp bestimmt und ist ein Identitätsmarker für R. rosea. Auf diese Weise könnte die Herkunft von Produkten geprüft werden.

  • Nach aktuellem Kenntnisstand findet in Österreich kein kommerzieller Anbau statt.