• Im Jahr 2019 wurde 4.563 Personen in Wien die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. In absoluten Zahlen setzt sich damit zwar der Anstieg seit dem Jahr 2010 weiter fort, die Einbürgerungsrate ist mit 0,8 % jedoch weiterhin ausgesprochen niedrig. Das bedeutet, dass von tausend zum Jahresbeginn in Wien lebenden Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit bis zum Ende des Jahres gerade einmal acht die österreichische Staatsbürgerschaft erhielten.
  • 15 % der Drittstaatsangehörigen in Wien mit einer Aufenthaltsdauer von wenigstens 10 Jahren leben in einem Haushalt, dessen Haushaltseinkommen die für den Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft definierte Schwelle nicht erreicht. Selbst wenn alle anderen Kriterien erfüllt wären, könnten diese Menschen die österreichische Staatsbürgerschaft nicht erhalten.
  • Anfang des Jahres 2020 durften 30,1 % aller WienerInnen im wahlfähigen Alter ab 16 Jahren aufgrund einer ausländischen Staatsangehörigkeit an Gemeinderats-, Landtags- und Nationalratswahlen nicht teilnehmen. Seit dem Jahr 2002 hat sich das Demokratiedefizit damit fast verdoppelt. Besonders häufig betroffen sind WienerInnen im Alter zwischen 27 und 44 Jahren: Von jedem einzelnen Jahrgang dieser Altersgruppen besitzen mehr als 40 % aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit kein Wahlrecht auf der Bundes-, Landes- und Gemeindeebene.