• Die Zuwanderung von jungen Frauen und Männern hat Wien stark verändert. Aus einer überalterten und schrumpfenden Stadt wurde in den letzten 30 Jahren eine junge, wachsende Metropole. Seit 2015 ist Wien aufgrund dieser Zuwanderung das jüngste Bundesland Österreichs. Während das Durchschnittsalter der Wiener Bevölkerung von 1961 bis 2018 um 1,7 Jahre sank, ist jenes der gesamten Bevölkerung in Österreich um 6,2 Jahre gestiegen.
  • Der größte Teil der Zuwanderung aus dem Ausland nach Wien betrifft EU/EFTA-StaatsbürgerInnen. Die Wanderungsbilanz der Stadt Wien mit dem Ausland zeigt, dass seit 2006 jedes Jahr mehr Menschen mit einer EU/EFTA-Staatsbürgerschaft nach Wien gezogen sind als mit der Staatsbürgerschaft von Drittstaaten. Die einzige Ausnahme bildet der Höhepunkt des letzten Fluchtereignisses im Jahr 2015.
  • In den letzten Jahren ist die Zuwanderung aus dem Ausland nach Wien wieder stark zurückgegangen. Die Wanderungsbilanz für Menschen aus den seit 2004 der Europäischen Union beigetretenen Ländern hatte ihren Höhepunkt bereits im Jahr 2014, und jene für Menschen aus Drittstaaten außerhalb Europas ist seit 2015 enorm zurückgegangen. Beide Gruppen waren in den letzten Jahren die wichtigsten Zuwanderungsgruppen aus dem Ausland nach Wien. Dennoch wird Wien laut der letzten Bevölkerungsprognose der Stadt weiter wachsen und rund um das Jahr 2027 eine Metropole mit zwei Millionen EinwohnerInnen sein.
  • Aufgrund der Zuwanderung steigt in Wien – so wie in vielen anderen europäischen Metropolen auch – der Anteil der Bevölkerung mit Migrationsbezug: Anfang 2020 waren 30,8 % der WienerInnen ausländische StaatsbürgerInnen, 36,7 % waren im Ausland geboren, und 41,3 % hatten eine ausländische Herkunft. Bei der Wiener Bevölkerung im Alter zwischen 25 und 44 Jahren liegt der Anteil der Menschen mit ausländischer Herkunft bei 50,9 %.