• Insgesamt zeigen sich nur mehr geringe Unterschiede zwischen den Erwerbstätigenraten der Wiener Bevölkerung ohne Migrationshintergrund und jenen der Bevölkerung mit Bildung oder Migrationshintergrund aus Staaten der EU/EFTA. Bei der Bevölkerung mit Bezug zu Drittstaaten liegen die Erwerbstätigenraten dagegen weiterhin teilweise deutlich niedriger als in der restlichen Bevölkerung.
  • Während die Erwerbstätigenraten bei den meisten Teilen der Wiener Bevölkerung leicht gestiegen sind, kam es bei jener der WienerInnen mit Bildung aus Drittstaaten zwischen den Perioden 2009 – 12 und 2014 – 17 zu einem Rückgang. Dies lag zum Teil am Neuzuzug von Menschen mit Bildung aus Drittstaaten, die eine geringere, aber seit 2011 – 14 steigende Erwerbstätigenrate aufweisen.
  • Kinderbetreuungspflichten führen bei Frauen mit Bildung aus Drittstaaten zu einem weitaus stärkeren Rückgang der Erwerbstätigkeit als bei anderen Teilen der Wiener Bevölkerung. Bei unverheirateten Frauen ohne Kind unter 13 Jahren lagen die Erwerbstätigenraten der fünf Teile der Wiener Bevölkerung in der Periode 2016 – 19 zwischen 79 % und 62 %. Im Vergleich dazu war der Unterschied bei Frauen mit zumindest einem Kind unter zwei Jahren mit Werten zwischen 77 % und 21 % weitaus größer. Der höchste Wert trat bei Wienerinnen ohne Migrationshintergrund auf, der niedrigste bei jenen mit Bildung aus Drittstaaten.
  • In Wien werden 44 % der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden von WienerInnen mit Bildung aus dem Ausland oder mit Migrationshintergrund erbracht. Seit der Periode 2007 – 10 ist dieser Anteil um acht Prozentpunkte gestiegen.
  • 42 % der WienerInnen mit Bildung aus Drittstaaten sowie 32 % der WienerInnen mit Bildung aus Staaten der EU/EFTA können ihre mittleren und höheren Abschlüsse nicht entsprechend verwerten und arbeiten in Hilfs- und Anlerntätigkeiten. Der Anteil der im Ausland ausgebildeten Personen in gering qualifizierten Tätigkeiten verdeckt damit weiterhin den Blick auf ihre tatsächlichen Qualifikationen.