Rathauskorrespondenz vom 20.03.2017:

FachexpertInnen beraten über Klimaschutz und Stadtlogistik

Europäische Fahrradlogistik-Konferenz 2017 in Wien

Der Einsatz von Transportfahrrädern nimmt in Städten weltweit stark zu. Dies bringt neben Vorteilen für die Umwelt auch ökonomische Vorteile für Betriebe. Die Anschaffungs- und Erhaltungskosten von Lasten- bzw. Transporträdern sind geringer als die eines Lieferwagens und im urbanen verkehrsberuhigten Bereichen bewährt sich das Lastenrad als schnelles, zuverlässiges und kostengünstiges Transportmittel. Die Stadt Wien wird in den nächsten Jahren Maßnahmen setzen, um die Nutzung von Transporträdern zu begünstigen. Seit Anfang März wird der Kauf von Transportfahrrädern für Private und Unternehmen von der Stadt Wien gefördert.

Am 20. und 21. März 2017 findet im Wiener Museumsquartier die Europäische Fahrradlogistik-Konferenz statt. Die Konferenz wird von der European Cycle Logistics Federation (ECLF), unterstützt durch die Stadt Wien, veranstaltet. Internationale Fachleute aus der Logistik-und Transport-Sparte präsentiert in Wien Innovationen zu Gütertransport in der Stadt.

Maria Vassilakou, Vizebürgermeisterin der Stadt Wien: „Es freut mich, dass es gelungen ist, diese Konferenz im Jahr 2017 nach Wien zu holen. Klimafreundlicher Gütertransport ist ein Thema, das auch für Wien immer wichtiger wird, wenn wir die Lebensqualität in unserer Stadt erhalten wollen. Dabei geht uns um Klimaschutz genauso wie um die Reduktion von Feinstaubbelastung in Wien. Der Wirtschaftsverkehr innerhalb des Stadtgebiets soll bis 2030 weitgehend CO2-frei abgewickelt werden.“

Auch in Berlin wurde das Potential von Cargobikes bereits erkannt. Die Ziele Berlins und Wiens für den Radverkehr sind ähnlich. Jens Holger Kirchner, Verkehrsstaatssekretär, Berliner Senat: „Der Wirtschaftsverkehr hat erkannt, dass es vielleicht nicht so schlau ist, jedes Paket auf der letzten Meile mit dem Auto zu fahren, sondern dass Lastenfahrräder sinnvoller sein können. Vieles hat sich schon geändert, auch aus Zeitgründen. Man könnte sagen: Wer in Berlin zu viel Zeit hat, fährt Auto.“

Der rege Austausch mit der Bundeshauptstadt Deutschlands bringe, laut Kirchner, wertvolle Ideen für die Weiterentwicklung umweltfreundlicher Mobilität in beiden Städte. „Wir freuen uns voneinander lernen zu können“, so Jens Holger Kirchner. Die European Cycle Logistics Conference wird im kommenden Jahr in Berlin stattfinden.

Nähere Informationen zur Konferenz finden Sie unter http://eclf.bike/vienna17/

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