Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 28.06.2016:
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Wiener Rechnungsabschluss 2015 - Mailath-Pokorny

"Wien steht für Weltoffenheit, Toleranz und Fortschritt"

„Wenn Europa gegenwärtig von einem neuen Geist der Abschottung unterwandert wird, sind Kultur und Wissenschaft mehr denn je gefordert, für ein Klima der Offenheit, Toleranz und Vielfalt zu sorgen“, betonte Andreas Mailath-Pokorny, Stadtrat für Kultur, Wissenschaft und Sport, heute, Dienstag, bei der Rechnungsabschlussdebatte im Wiener Gemeinderat. „Kultur und Wissenschaft funktionieren seit jeher global und grenzüberschreitend, sie leben von der Offenheit für neue, unkonventionelle Gedanken und Ideen. Nationalismus hingegen bedeutet Grenzziehung und ist damit auch ein Signal gegen Kunst und Kultur“, so Mailath in Anspielung auf die aktuellen Abschottungstendenzen innerhalb der EU. Der Rechnungsabschluss 2015 als eine in Zahlen gegossene Agenda zeigt, dass Wien unbeirrt den Weg der Weltoffenheit und des Fortschritts geht. Dafür stehen innovative Projekte, die im Kulturbereich neu ins Leben gerufen wurden, wie etwa das Förderprogramm SHIFT oder das Musikfestival Electric Spring, ebenso wie inklusive Großereignisse wie die erfolgreiche Durchführung des ESC 2015 in Wien.

Ende 2015 wurde das Kultur- und Wissenschaftsressort signifikant erweitert: Hinzu kamen nach der letzten Gemeindesratswahl die Direktinformation der Bevölkerung, die Medienpolitik und Presse¬förderung, die Förderung des Breiten-, Leistungs- und Spitzen¬sportes in Wien, die Personenstandsangelegenheiten und schließlich der große Bereich der IKT, des E-Government und der Open Data. Im Rechnungsabschluss für 2015 findet erstmalig ein Rückblick auf die Ausgaben aller acht Magistratsabteilungen der neuen Geschäftsgruppe „Kultur, Wissenschaft und Sport“ statt. Deren Budget beträgt rund 498 Millionen Euro; davon entfallen knapp 255 Millionen Euro auf die frühere Geschäftsgruppe (MA7, MA 8 und MA 9). Das Kulturbudget ist damit im Vergleich zum Rechnungsabschluss 2014 um fünf Millionen Euro oder zwei Prozent gestiegen.

Impulse für die Kultur – neue Förderprogramme, neue Leitungen

Beim WIEN MUSEUM NEU – dem wichtigsten Museumsvorhaben der Stadt Wien seit mehreren Jahrzehnten – wurden im letzten Jahr mit der Bestellung des neuen Direktors Matti Bunzl sowie der Durchführung des internationalen Architekturwettbewerbs wichtige Schritte für die Zukunft gesetzt. Parallel dazu konnte auch die Übersiedlung der städtischen Sammlung von über einer Million Objekte in das neue Depot in Himberg abgeschlossen werden.

Mit der erstmaligen Ausschreibung des Förderprogramms SHIFT holt Wien die überaus aktive Kulturszene abseits der etablierten Institutionen vor den Vorhang. Der Fokus der 22 ausgewählten Projekte liegt auf spartenübergreifenden, experimentellen Projekten mit gesellschaftlicher Relevanz. Die neue städtische Serviceagentur „Kreative Räume“ wird künftig Raumsuchende und RaumanbieterInnen vernetzen und für eine nachhaltige Belebung von leerstehenden Räumen in Wien sorgen. Mit dem Festival „Electric Spring“ wurde eine Präsentationsplattform für die heimische Elektronik-Musik-Szene erfolgreich etabliert.

Gleich mehrere wichtige Personalentscheidungen brachten 2015 neue Impulse für die Wiener Bühnenwelt, wobei mit den Direktorinnen Kira Kirsch im Brut, Anna Badora im Volkstheater und Corinne Eckenstein im Dschungel Wien die Frauenquote bei den Leitungsfunktionen der Wiener Theater weiter gesteigert werden konnte. Darüber hinaus wurden der österreichische Theatermacher Tomas Schweigen für das Schauspielhaus Wien und Tomas Zierhofer-Kin als zukünftiger Leiter der Wiener Festwochen bestellt. Auch das Budget von 12 Millionen Euro für Sanierung des Volkstheaters konnte sichergestellt werden.

Wissenschaft – Gästehaus für ForscherInnen und Zentrum für Stammzellenforschung

Im Bereich Wissenschaft wurden 2015 von der Stadt Wien zahlreiche Aktivitäten und Projekte anlässlich der Universitätsjubiläen – 650 Jahre Uni Wien, 250 Jahre Vetmet, 200 Jahre TU - unterstützt. Darüber hinaus fiel der Startschuss für ein Gästehaus für internationale ForscherInnen in der Seestadt Aspern. Und Wien beteiligt sich mit einem Drittel an der Finanzierung des ersten Zentrums für Stammzellenforschung, das vom Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) eingerichtet wird. 2015 fand im Rathaus auf Initiative Wiens auch erstmals der „Ball der Wissenschaften“ statt - ein lebendiges Zeichen und eine Leistungsschau des Wissenschaftsstandortes Wien mit seinen 200.000 Studierenden, 40.000 Lehrenden und jährlichen Ausgaben der Stadt Wien für Forschungsförderung und Entwicklung von über 100 Millionen Euro.

Eine detaillierte Aufstellung aller Förderungen und Projekte bieten der Kunst- und Kulturbericht sowie der Wissenschaftsbericht der Stadt Wien 2015. Beide sind ab sofort im Internet unter www.wien.gv.at/kultur/abteilung/kunstbericht.html verfügbar.

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