Archivmeldung der Rathauskorrespondenz vom 30.08.2010:
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Neuer Musikkindergarten in Kooperation mit Wiener Sängerknaben

Augarten: Ehemalige Räume der Porzellanmanufaktur für Kinder adaptiert


v.li.n.re.: Künstlerischer Leiter der Sängerknaben Gerald Wirth, BV Gerhard Kubik und StR Christian Oxonitsch mit Kindern im neuen Musikkindergarten

Die Wiener Kindergärten und die Wiener Sängerknaben starten ein einzigartiges Kooperationsprojekt: Im Augarten entsteht derzeit in ehemaligen Räumen der Porzellanmanufaktur Wiens erster Musikkindergarten. "Durch die Zusammenarbeit mit den Sängerknaben können wir den Kindern vielfältige Möglichkeiten im musikalischen Bereich bieten", betont Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch. "Weiters freut es uns, dass auch die Porzellanmanufaktur im Augarten als Partner kooperieren möchte."

Der neue Kindergarten für 8 Gruppen zieht mit Oktober 2010 in die neu renovierten ehemaligen Räume der Porzellanmanufaktur ein. Das Gebäude zwischen dem Josefstöckl und dem Areal der Bundesgärten wurde auf rund 2300 Quadratmetern behutsam adaptiert und mit einem erfrischenden Farbkonzept, Glasfronten und offenen Nischen versehen. Im Eingangsbereich empfängt ein von der Wiener Porzellanmanufaktur Augarten gespendetes Kunstwerk des Malers Kurt Welther alle Kinder und BesucherInnen. Den Kindern stehen künftig auf zwei Ebenen großzügige Gruppenräume, Ateliers, Snoozelenräume und Rückzugsbereiche zur Verfügung.

"Mit diesem großen Kindergarten in zentraler Lage inmitten des wunderschönen Augartens wird nicht nur der Vorsorgungsgrad mit Kindergartenplätzen weiter angehoben, sondern auch besonderes Augenmerk auf die Förderung der musikalischen und handwerklich-künstlerischen Kreativität gelegt", freut sich Bezirksvorsteher Gerhard Kubik. "Gemeinsam mit dem Gertrude Fröhlich-Sandner Campus am Nordbahnhofgelände werden im Bezirk künftig insgesamt 19 neue Gruppen angeboten."

Zusätzliche musikalische Förderung

Für die zusätzliche musikalische Förderung wurden zwei schallgedämmte Räume als Musikzimmer eingerichtet, die durch einen begehbaren Raum verbunden sind, in dem Blas-, Streich- und Schlaginstrumente nach Lust und Laune ausgeborgt und benutzt werden können. Auch ein Piano lädt zum Spielen ein. In den Kindergartenalltag wird die musikalische Förderung durch Singen, Musizieren und Tanzen integriert. "Das Besondere an diesem Kindergarten ist auch eine zusätzliche Musikpädagogin, die den Kindern spielerisch die Welt der Musik näherbringt", betont Christian Oxonitsch. Jedes Kind bestimmt seinen Bedarf an musikalischen Angeboten selbst. Zusätzliche Förderung bieten die Wiener Sängerknaben in Form von regelmäßigen musikalischen Fortbildungen für die MitarbeiterInnen, in denen die reichhaltigen musikpädagogischen Erfahrungen der Wiener Sängerknaben vermittelt werden.

"Für musikalisch interessierte Kinder bieten die Wiener Sängerknaben anschließend im benachbarten Gebäude des Josefstöckl die Musikvolksschule an. Buben, die Mitglied bei den Wiener Sängerknaben werden, können den Schwerpunkt Vokalmusik in Zukunft im Realgymnasium der Wiener Sängerknaben durchgehend bis zur Matura verfolgen", betont der künstlerische Leiter der Sängerknaben Gerald Wirth. Weiters ermöglicht die Partnerschaft mit den Wiener Sängerknaben, dass zu feierlichen Anlässen die wunderschönen Räumlichkeiten im Palais auch von den Kindern und Eltern des Kindergartens genützt werden können.

Darüber hinaus wird auch eine Tanzpädagogin die Freude an der Bewegung zur Musik oder zum gesprochenen Wort vermitteln. Dazu zählen das Hören von verschiedenen Musikrichtungen, das Erkennen einer Melodie erkennen und diese nachsingen sowie verschiedene Rhythmen klatschen, hüpfen oder zeichnen.

Auch genügend Freiflächen stehen zur Verfügung: Das Areal um den Kindergarten, der Augarten und die Grünanlagen der Wiener Sängerknaben ein, die - wie auch die Sportanlagen - für alle Kindern offen sind.

Künstlerisches Werken in der Porzellanmanufaktur im Augarten

Als weiterer Partner konnte die Porzellanmanufaktur im Augarten gewonnen werden. Hier können die Kinder erste Erfahrungen im Umgang mit Ton sammeln und die einzelnen Schritte von der Tonkugel bis zum bemalten Porzellanteller selbst nachvollziehen. Dabei werden sie in den Räumen der Manufaktur von fachlich geschultem Personal und einer vertrauten Pädagogin begleitet.

"Insgesamt investiert die Stadt in dieses Vorzeigeprojekt in Kooperation mit den Wiener Sängerknaben und der Porzellanmanufaktur rund 2 Mio Euro", betont Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch.

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