Wien 1967: Berichte vom Juni 1967

In loser Reihenfolge bringen wir kurze Zusammenfassungen von Meldungen der Rathauskorrespondenz aus früheren Jahren. Zusammengestellt von Gina Galeta.

3.6.1967: Im Theater an der Wien gastiert das Staatliche Puppentheater Budapest

Im Theater an der Wien gastiert das Staatliche Puppentheater Budapest und zwar mit Bartoks "Der holzgeschnitzte Prinz" und Strawinskys "Petrouschka". Die Puppen und die Inszenierung für das erste Stück hat Vera Brody geschaffen, für das zweite Stück zeichnet Ivan Koos verantwortlich.

5.6.1967: Autographen von Strauß Vater und Sohn

Am 24. Mai fand in Marburg/Lahn eine große Autographenauktion des Antiquariats Stargard statt. Dabei konnte ein Vertreter der Wiener Stadtbibliothek einen Brief von Johann Strauß Vater, datiert mit 27.9.1838, einen Brief von Johann Strauß Sohn, datiert mit 30.5.1892, sowie eine eigenhändige Partitur der Operette "Simplicius" von Johann Strauß Sohn ersteigern. Die Partitur stammt aus dem Jahr 1887 und ist 454 Seiten stark.

Die Wiener Stadtbibliothek besitzt die größte existierende Strauß-Sammlung und unternimmt alle Anstrengungen, um die wenigen noch im Ausland befindlichen Strauß-Autographen nach Wien zu bringen.

6.6.1967: 80. Geburtstag von Karl Wahle

Der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofes, Prof. Dr. Karl Wahle, feiert seinen 80. Geburtstag.

Er wurde am 6. Juni 1887 in Wien geboren, trat nach Vollendung der juristischen Studien in den Gerichtsdienst ein und wirkte in der Folge am Handelsgericht. 1938 wurde er in den dauernden Ruhestand versetzt, 1945 reaktiviert und zunächst zum Präsidenten des Handelsgerichtes ernannt. 1948 kam er an den Obersten Gerichtshof, dessen Erster Präsident er später wurde. Er fungierte auch als Präsident der Richtervereinigung und war Professor an der Wiener Universität. Wahle veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Beiträge.

(Er starb am 15. Juni 1970 in Wien. Redaktion)

6.6.1967: Der finnische Außenminister Karjalainen im Wiener Rathaus

Portrait Ahti Karjalainen

Dr. Ahti Karjalainen

Der finnische Außenminister Dr. Ahti Karjalainen, der sich in offizieller Mission in Österreich aufhält, stattete heute Bürgermeister Bruno Marek im Wiener Rathaus einen Besuch ab. Karjalainen war in Begleitung seiner Gattin und des finnischen Botschafters in Wien, Wartiovaara. Er trug sich in das Goldene Buch der Stadt Wien ein.


7.6.1967: Antrittsbesuch dreier Botschafter beim Wiener Bürgermeisters

Die neuernannten Wiener Missionschefs dreier Staaten statteten heute Bürgermeister Bruno Marek im Wiener Rathaus ihre Antrittsbesuche ab. Der Bürgermeister konnte die indonesische Botschafterin Laili Roesad, den albanischen Botschafter Murat Kaman Angoni und den pakistanischen Botschafter Enver Murad begrüßen.

8.6.1967: Goldene Ehrenmedaillen für Käthe Gold, Paula Wessely und Fred Zinnemann

In Anwesenheit zahlreich erschienener künstlerischer Prominenz überreichte heute Bürgermeister Marek an die beiden Kammerschauspielerinnen Käthe Gold und Paula Wessely sowie an den Regisseur Fred Zinnemann die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold.

Drei Künstler, drei geborene WienerInnen

Ehrengäste in erster Reihe sitzend

v.li.n.re.: Käthe Gold, Paula Wessely und Fred Zinnemann

Kammerschauspielerin Käthe Gold, geboren 11. 2. 1907 in Wien, war bereits mit vier Jahren als Statistin an der Hofoper und am Burgtheater tätig. Während ihrer Studienzeit an der Akademie gastierte Käthe Gold am Deutschen Volkstheater. 1926 folgte das erste ständige Engagement am Berner Stadttheater. In Breslau gelang der Künstlerin der große Durchbruch. Die nächsten Stationen waren München, Wien, Berlin, Zürich. Käthe Gold verkörpert vor allem Frauengestalten der dramatischen Weltliteratur. Sie ist seit 1947 Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und gab Gastspiele bei den Salzburger und Bregenzer Festspielen. 1965 wurde Käthe Gold die Josef Kainz-Medaille der Stadt Wien verliehen.

(Käthe Gold zog sich 1985 von der Bühne zurück. Sie starb am 11. Oktober 1997 in Wien. Redaktion)

Kammerschauspielerin Paula Wessely, geboren 20. Jänner 1907 in Wien, studierte ebenfalls an der Akademie und trat schon damals am Deutschen Volkstheater auf, wo sie 1925 die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregte. Es folgten Engagements 1926/27 in Prag, 1927-29 am Deutschen Volkstheater in Wien, 1929 wurde sie von Max Reinhardt an das Theater in der Josefstadt geholt. 1930 feierte sie große Erfolge als Luise in "Kabale und Liebe" bei den Salzburger Festspielen sowie danach als Gretchen in "Faust I". Auch im Tonfilm feierte Wessely große Erfolge. Der Willy Forst-Film "Maskerade" machte sie zu einer international anerkannten Schauspielerin. Seit 1953 ist sie Mitglied des Burgtheaters. Sie ist Trägerin der Josef Kainz-Medaille der Stadt Wien, erhielt u.a. 1949 den Reinhardt-Ring und 1979 den Alma Seidler-Ring.

(Paula Wessely nahm im Jahr 1987 mit einem Leseabend Abschied von der Bühne. Sie war verheiratet mit Attila Hörbiger und hatte drei Töchter Elisabeth Orth, Christiane Hörbiger und Maresa Hörbiger. Sie starb am 11. Mai 2000 in Wien. Redaktion)

Regisseur Fred Zinnemann, geboren 29. April 1907 in Wien, begann seine Karriere als Kameraassistent in Paris und bei E. Schüfftan in Berlin. Danach verschlug es ihn nach Kalifornien, wo er in Hollywood als Statist, später als Regieassistent arbeitete und zahlreiche Kunst- und Kulturfilme inszenierte. In den Dreißigerjahren gehörte er der Dokumentarfilmbewegung an. Seit 1938 ist Zinnemann selbstständiger Regisseur und hat rasch Weltruhm erlangt. Er ist heute mehrfacher Oscar-Preisträger und besitzt fast alle Auszeichnungen und Preise, die in der internationalen Filmwelt vergeben werden. Einige seiner Filme: "Das siebente Kreuz", "Die Gezeichneten", "Zwölf Uhr mittags", "Verdammt in alle Ewigkeit".

(Fred Zinnemann starb am 14. März 1997 in London. Redaktion)


9.6.1967: Otto Klemperer erster Träger der Mahler-Medaille

Portrait Otto Klemperer

Generalmusikdirektor Dr. Otto Klemperer

Im vergangenen Jahr haben die Wiener Symphoniker eine Gustav Mahler-Medaille gestiftet. Das Kuratorium des Vereins "Wiener Symphoniker" hat nun einstimmig beschlossen, Generalmusikdirektor Prof. Dr. Otto Klemperer als erstem die "Gustav Mahler-Ehrenmedaille der Wiener Symphoniker" zu verleihen.


9.6.1967: Antrittsbesuch des amerikanischen Botschafters

Portrait Douglas Mc Arthur II.

Douglas Mc Arthur II.

Der neue Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, Douglas Mc Arthur II, stattete heute Bürgermeister Marek seinen Antrittsbesuch ab.


12.6.1967: Miss Australien in Wien

Marek und Rohan in Gespräch

Margaret Rohan bei Bürgermeister Marek

Die "regierende" Miss Australien, Margaret Rohan, ist auf ihrer Good-willTour durch die Welt gestern in Wien eingetroffen und wurde von Bürgermeister Marek im Rathaus empfangen. Margaret Rohan ist Lehrerin und wirkt besonders verdienstvoll für eine australische Institution, die sich gehirngeschädigter Kinder annimmt.


13.6.1967: "Hetzendorfer Modeparade 1967"

Die Modeschule der Stadt Wien im Schloss Hetzendorf präsentierte heute ihre traditionelle Abschlussmodeschau, die heuer unter dem Motto "Zauber der Montur" stand.

Abschluss und Ausklang der Vorführung ist seit langem die traditionelle Krepppapiermodeschau, die von den jüngsten Schülerinnen gezeigt wird.

15.6.1967: Baubeginn für die vierte Donaubrücke

Baustelle

Bau der 4. Donaubrücke

Baustelle

Bau der 4. Donaubrücke

Baustelle, Kran, Betreten Verboten-Schild

Bau der 4. Donaubrücke


"Auf Donauwellen werden die ersten Arbeiten für die Errichtung der vierten Wiener Straßenbrücke über die Donau ausgeführt: Von einem großen Ponton aus werden an jener Stelle, wo der einzige Strompfeiler errichtet wird, insgesamt drei Bohrlöcher in die Sohle des Donaubettes vorgetrieben. Dadurch erhalten die Techniker jene präzisen Kenntnisse der Bodenverhältnisse, die für die Fundierung des mächtigen Brückenpfeilers erforderlich sind.

Das Brückenbauwerk selbst wird aus der 'Kaibrücke' über den Handelskai, der 'Strombrücke' über die Donau und der 'Flutbrücke' über das Überschwemmungsgebiet bestehen. Die Flutbrücke wird aus Spannbeton bestehen, Kaibrücke und Strombrücke werden eine Stahlkonstruktion sein. Die Gesamtlänge der vierten Donaubrücke wird rund tausend Meter betragen, ihre Breite 36,5 Meter. Zwei Richtungsfahrbahnen mit je drei Fahrspuren und Gehwege zu beiden Seiten der Brücke werden den Verkehrsteilnehmern zur Verfügung stehen.

So wie die Nordbrücke wird auch die vierte Donaubrücke keine Konstruktionsteile haben, die über das Niveau der Fahrbahnen bzw. der Brückgeländer hinausreichen. Die Passanten werden von der Brücke also einen völlig freien Ausblick auf den Strom haben.

Technisch ist an der in Aussicht genommenen Bauweise bemerkenswert, dass die eigentliche Strombrücke nur auf einem einzigen Pfeiler ruhen wird. Die Spannweiten von den sogenannten Trennpfeilern zu beiden Seiten bis zu diesem Mittelpfeiler werden daher auch rund zweihundert Meter betragen. Rechts und links der Donau werden Auffahrts- und Abfahrtsrampen für eine optimale Verteilung des Verkehrs sorgen. Die Brückenfahrbahnen werden sich am rechten Donauufer in einer Hochstraße fortsetzen, die über den Handelskai und den Golfplatz durch den unteren Prater zum Donaukanal führt. Hier wird rund sechshundert Meter südlich der Stadionbrücke eine neue Brücke über den Kanal gebaut. Rampen sollen hier die Verbindung zu den Donaukanal-Begleitstraßen herstellen. Von der neuen Kanalbrücke wird sich die Schnellstraße über das Erdberger Mais und das Gelände des Schweineschlachthofes zum Landstraßer Gürtel bzw. zur sogenannten Südost-Tangente nach Inzersdorf fortsetzen

Bei der Abfahrt der vierten Donaubrücke am linken Ufer, also in Kaisermühlen, ist ein großzügiger Knotenpunkt geplant. Dieses Kreuzungsbauwerk, für das schon der in Kaisermühlen ortsübliche Name "Seestern" vorgeschlagen wurde, wird eines der markantesten Verkehrszentren Wiens werden. Hier sind nicht nur Rampen zum Kaisermühlendamm vorgesehen, die Brückenfahrbahnen werden sich auch in zwei Schnellstraßen fortsetzen, deren nördliche am projektierten Bezirkszentrum Kagran vorbei zur Wagramer Brücke führen wird, während die östliche vorläufig bis Breitenlee geplant ist.

Beim Bau der neuen Donaubrücke werden mehrere erfahrene österreichische Großfirmen zusammenwirken. Sie haben bereits einen Zeitplan vorgelegt, demzufolge das gewaltige Projekt in drei Jahren fertiggestellt werden kann. Die Baukosten werden mit rund 285 Millionen Schilling beziffert.

16.6.1967: Mariahilfer Heimatforscher Fritz Illing gestorben

Einer der aktivsten Heimatforscher Wiens, der Gründer und Leiter des Mariahilfer Heimatmuseums Fritz Illing, ist am 13. Juni im 76. Lebensjahr gestorben.

1951 gründete Fritz Illing das Mariahilfer Heimatmuseum und konnte im Laufe der Jahre den Bestand dieses Museums auf fast 30.000 Objekte erhöhen.

20.6.1967: Der Rundfunk-Generalintendant beim Wiener Landeshauptmann

Gerd Bacher hinter Schreibtisch sitzend

Gerd Bacher

Rundfunk-Generalintendant Gerd Bacher besuchte heute Landeshauptmann Bruno Marek im Wiener Rathaus. Es wurden verschiedene aktuelle Rundfunk-Probleme und die damit zusammenhängenden Interessen Wiens erörtert.


20.6.1967: "Wien huldigt seinem Liederfürsten" - Bürgermeister Marek eröffnet Schubert-Ausstellung im Historischen Museum

Die heurige Festwochen-Ausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien ist dem Liederfürsten Franz Schubert gewidmet. Die Ausstellung unter dem Motto "Franz Schubert und seine Umwelt" wurde heute von Bürgermeister Marek eröffnet.

21.6.1967: Halbzeit beim Stollenschlag durch die Schneealpe

Beim Bau von Europas längstem Wasserleitungsstollen durch die Schneealpe, der das Wasser von den "Sieben Quellen" im steirischen Karlgraben aufnehmen und zur I. Wiener Hochquellenleitung bringen soll, wurde Halbzeit gefeiert. Mit den Mineuren feierten StR. Hubert Pfoch und Stadtbaudirektor Dipl.-Ing. Dr. Rudolf Koller. Auf geschmückten Loren fuhren sie in den "Leopoldinen-Stollen" auf der Nordseite bei Hindernasswald ein, um nach Bergmannsart die Erreichung der 5.000 Meter-Marke zu begehen. Die Stollenpatin, Leopoldine Pfoch, die Gattin des Stadtrates, löste die Sprengung aus.

Am südlichen Fuß der Schneealpe beim Karlgraben geht es allerdings langsamer vorwärts. Während man sich auf der Nordseite 5.000 Meter weit vorgearbeitet hat - der Stollen wird insgesamt 9,8 Kilometer lang sein -, konnte man auf der Südseite lediglich 748 Meter tief in den Berg eindringen, da es dort Ende des vergangenen Jahres einen Wasserrohrbruch gab. Deshalb musste ein Teil des Stollens abgemauert und ein "Umleitungsstollen" angelegt werden; dann wurden die Arbeiten vorübergehend unterbrochen. Bei Eintritt trockenen Wetters werden die Arbeiten wieder aufgenommen. Die durchschnittliche Tagesleistung an der Nordseite beträgt gegenwärtig 10 Meter.

22.6.1967: Wien's Müllabfuhr die modernste Europas

Die Wiener Müllabfuhr, die schon in der Ersten Republik beispielgebend war, hat in den letzten Jahren in technischer und organisatorischer Hinsicht die durch die Notzeit und den Krieg entstandenen Schäden beseitigt und sich wieder an die Spitze aller europäischen Städte gestellt.

Wien war die erste Stadt des Kontinents, die eine staubfreie Müllabfuhr durchführte. Die Magistratsabteilung 48 ist im Besitz eines kommunalgeschichtlich interessanten Dokuments zur Geschichte dieser Einrichtung: Am 19. September 1918 hat der Wiener Gemeinderat beschlossen, in einem Teil des 8. Bezirkes einen einjährigen Müllabfuhr-Probebetrieb "mit Kübeln nach dem Patent Colonia" vorzunehmen. "Colonia" ist dabei der lateinische Name für Köln, wo das System entwickelt wurde. Nach dem Erfolg des Probebetriebes wurde 1923/24 diese Art der staubfreien Müllabfuhr auf ganz Wien ausgedehnt. Die rechteckigen 90 Liter-Müllgefäße stellten sich mit der Zeit jedoch als zu schwer heraus. Außerdem hatten sie einen relativ geringen Fassungsraum und waren aufwendig in der Herstellung, weil vieles daran nur in Handarbeit gemacht werden konnte.

  • 90.000 "Flüstertonnen"

Wirtschaftskrise, Kriegs- und Nachkriegszeit erlaubten Wien eine Umstellung aber erst ab dem Jahre 1961. Damals wurden die ersten 110 Liter-Rundtonnen angeschafft, mit denen heute die Bezirke 1 bis 9 und 20 bereits lückenlos ausgestattet sind. Langjährige Erfahrung hat gelehrt, dass die Blechstärken dabei so bemessen werden können, dass das Gewicht eines Müllgefäßes wesentlich reduziert werden kann, so dass es derzeit nur 16,5 Kilogramm beträgt. Die modernen Rundtonnen haben am Boden einen Gummiring und im Deckel einen Plastikwulst, die den Lärm bei der Handhabung auf ein Minimum reduzieren.

Eine Sonderausführung dieser "Flüstertonnen" wird neuerdings an Stellen der Stadt, wo dies erforderlich scheint, als Groß-Papierkorb verwendet. 180 solcher "Riesenpapierkörbe" wurden bisher unter Bedachtnahme auf das Stadtbild aufgestellt.

  • Großmüllbehälter bewähren sich

Die modernste und zweifellos zukunftsträchtigste Lösung des Müllabfuhrproblems stellen die Großmüllbehälter mit einem Fassungsraum von 1,1 Kubikmeter dar. Der Einsatz dieser Behälter wirkt sich auch sehr personalsparend aus, da sie nämlich von zwei Mann entleert werden können, da die dafür eingerichteten Müllwagen eine automatische Hebe- und Entleervorrichtung haben.

Derzeit verfügt die Wiener Müllabfuhr über 108.000 90 Liter-Coloniakübel; 90.000 110 Liter-Rundtonnen; 5.750 1.100 Liter Großgefäße und 58.500 35 Liter-Eimer.

Noch einige Daten:

In den letzten drei Jahren hat sich das Müllaufkommen um 35,8 Prozent erhöht. 1964: 1,200.000 Kubikmeter, 1965: 1,500.000 Kubikmeter, 1966: 1,630.000 Kubikmeter.

Der Müll wird zwar gewichtsmäßig leichter, nimmt aber im Volumen ständig zu. 1966 wurde erstmalig ein Kubikmeter oder 182 kg Müll pro Kopf der Bevölkerung abtransportiert.

  • Die Mülltonnen-Waschanlage

Eine der Pionierleistungen der Wiener Müllabfuhr ist die Errichtung der Kübelwaschanlage, 20, Traisengasse 8. Es handelt sich dabei um einen Prototyp, der von der Magistratsabteilung 48 selbst entwickelt wurde und die einzige Anlage dieser Art in Europa ist. Sie wurde 1966 um rund zwei Millionen Schilling hergestellt. 550 Müllgefäße werden pro Tag gereinigt; die Kapazität kann auf 1.000 pro Tag erhöht werden.

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