Wien 1966: Berichte vom Jänner 1966

In loser Reihenfolge bringen wir kurze Zusammenfassungen von Meldungen der Rathauskorrespondenz aus früheren Jahren. Zusammengestellt von Gina Galeta.

4.1.1966: Wiener Kanalnetz reicht bis Paris

Das Netz der Wiener Straßenkanäle hat eine Gesamtlänge von 1.340 km. Aneinandergereiht entspricht das mehr als der Strecke Wien - Paris. Dazu kommen noch die Hauskanäle, deren Netz zusammen 2.700 km umfasst.

Die Abteilung für Kanalisation hat im vergangenen Jahr allein für die Erhaltung des umfangreichen Wiener Straßenkanalnetzes 17,5 Millionen Schilling ausgegeben. Man hat aber auch intensiv an der Erneuerung und Erweiterung der Kanäle gebaut. Insgesamt wurde das Kanalnetz um 21,5 km neuer Kanäle erweitert. Die Kosten für die Neubauten betrugen 60,8 Millionen Schilling. Allein im Zusammenhang mit städtischen Wohnhausneubauten wurden 10,2 km Kanäle angelegt. Das teuerste Kanalprojekt des vergangenen Jahres stand im Zusammenhang mit der Unterführung der Lastenstraße. Die 1.740 Meter kosteten 14,5 Millionen Schilling. Für die Unterführung Margaretengürtel mussten Kanalneubauten in einer Länge von 1.940 Meter durchgeführt werden; die Kosten dafür betrugen 9,8 Millionen Schilling.

4.1.1966: Eine "Myrbachgasse" in Penzing

Im 14. Bezirk (Penzing) erhält eine Sackgasse, die südlich der Anzengruberstraße von der Hütterstraße abzweigt, die Bezeichnung "Myrbachgasse".

Felician Freiherr Myrbach-Rheinefeld lebte von 1853 bis 1940 und zählt zu den bedeutenden Wiener Malern, Graphikern und Illustratoren.

5.1.1966: 90 Jahre städtische Lager- und Kühlhaus-Ges.m.b.H.: Das älteste kommunale Unternehmen Wiens feiert Geburtstag

Das erste und damit älteste kommunale Unternehmen der Stadt Wien, die Wiener Lager- und Kühlhaus Gesellschaft m.b.H., feiert den 90. Jahrestag ihres Bestehens. Am 7. Jänner 1876 wurde vom Wiener Gemeinderat die Gründung des "Lagerhauses der Stadt Wien" beschlossen.

Dieses erste städtische Unternehmen sollte Wien zu einem wichtigen "Stapelplatz" für Getreide und andere Lebensmittel machen. Dabei war auch auf die günstige Auswirkung Bedacht genommen worden, die sich daraus für die Approvisionierung der Stadt Wien und für Wiens Handel und Gewerbe ergaben. Am 23. Oktober 1876 wurde das Unternehmen eröffnet. Es bestand damals zunächst nur aus der vom Handelsministerium gepachteten und entsprechend adaptierten Maschinenhalle der Weltausstellung des Jahres 1873 im Prater.

Der Betrieb nahm bald einen raschen Aufschwung, sodass die ursprüngliche Anlage zu klein wurde. 1878 errichtete man daher zwei Landungsmagazine am Donaukanal ein, 1884 kam ein drittes Magazin dazu. Auch im Prater wurden die Lagerhallen erweitert. Im Jahr 1911 beschloss der Gemeinderat den Bau eines modernen Speichergebäudes mit allen notwendigen Förderungseinrichtungen; dieses große Betongebäude mit drei fahrbaren Schiffskränen entstand am Handelskai. In den folgenden Jahren kamen noch mehrere zusätzliche Bauten dazu. So erwarb man zum Beispiel 1938 die Lager- und Kühlhäuser der "Ersten Österreichischen Actiengesellschaft für öffentliche Lagerhäuser" bei der Franzensbrücke. Am 1. Jänner 1942 wurde der gesamte Betrieb in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, deren Aktienkapital zur Gänze im Besitz der Stadt Wien blieb. Zu dieser Zeit wurde auch der bereits vor dem Krieg begonnene Bau eines modernen Kühllagerhauses beim Schlachthof St. Marx fertiggestellt. Ferner errichtete die Gemeinde Wien im Hafen Albern zwei große Speicher.

Im letzten Kriegsjahr wurden jedoch fast alle der Gesellschaft gehörenden Gebäude, Bahnanlagen und sonstigen Betriebseinrichtungen zerstört oder schwer beschädigt. Als einziger Bau überstand das große Speichergebäude am Handelskai die Kampfhandlungen mit verhältnismäßig geringen Schäden. Mit den ersten Wiederaufbauarbeiten wurde sofort nach Kriegsende begonnen, der richtige Wiederaufbau konnte jedoch erst 1947 anlaufen. Außer dem Wiederaufbau der alten Anlagen und der Neuerrichtung des Direktions- und Verwaltungsgebäudes wurden am Handelskai zwei Landungsmagazine neu gebaut. Bereits 1949 war das Unternehmen wieder so weit ausgebaut, dass es in diesem Jahr einen Gesamtumsatz von 246.000 Tonnen erzielen konnte.

Heute verfügt das Unternehmen über Betriebseinrichtungen, die zu den modernsten ihrer Art in Europa gehören. Durch großzügige Rationalisierungsmaßnahmen wurde es ermöglicht, dass mit nur 220 Arbeitern und Angestellten in den sechs Betrieben des Unternehmens ein jährlicher Umsatz von rund 35.000 Waggonladungen erreicht werden kann. Die Betriebsanlagen der Gesellschaft teilen sich in zwei Gruppen: Lagerhäuser und Kühlhäuser. In den Lagerhäusern werden Stückgüter verschiedenster Art, in den Kühlhäusern in erster Linie leicht verderbliche Lebensmittel, wie Fleisch, Fisch, Fett, Butter, Eier und so weiter gelagert.

5.1.1966: K + M + B bei Vizebürgermeister Dr. Drimmel

Drimmel lauscht den Sternsingern

Sternsinger bei Vizebürgermeister Dr. Drimmel

Wie schon in den vergangenen Jahren kam auch heuer wieder eine Sternsinger-Gruppe in das Wiener Rathaus. Kaspar, Melchior, Balthasar, ihnen voran der Sternträger und drei Sänger, alle sieben prächtig angezogen und geschminkt. Sie wurden von Vizebürgermeister Dr. Drimmel empfangen. Die Sternsinger besuchen das Schottengymnasium. Die Gruppe sammelt heuer, ebenso wie die übrigen österreichischen Sternsingerjungen, für Missionsschulen in Brasilien, Argentinien und Nigeria.


5.1.1966: 50. Geburtstag von Rolf Kutschera

Portrait Rolf Kutschera

Direktor Rolf Kutschera

Der Direktor des Theaters an der Wien, Rolf Kutschera, feiert seinen 50. Geburtstag. Seit September 1965 ist er der künstlerische Leiter des Theaters an der Wien.


7.1.1966: 60. Geburtstag von Karl Bruckner

Am 9. Jänner feiert der Jugendschriftsteller Prof. Karl Bruckner seinen 60. Geburtstag.

Bruckner schrieb u.a.: "die Spatzenelf", "Die große Elf" und die "Olympiade der Lausbuben". Sein Roman "Giovanna und der Sumpf" wurde 1953 durch den Jugendbuchpreis der Stadt Wien ausgezeichnet.

10.1.1966: Großbrand im Park-Kino in Mauer

Heute gegen 5.20 Uhr früh brach im Park-Kino in Mauer (23, Geßlgasse 4 b) ein Brand aus. Die Feuerwehr löste Alarmstufe 3 aus und forderte aus den umliegenden Feuerwachen Unterstützung an. Bei der Bekämpfung des Großbrandes wurden drei Feuerwehrmänner leicht verletzt.

Der Dachstuhl des Gebäudes und der Zuschauerraum des Kinos wurden größtenteils zerstört, die Nebenräume sowie die Außen- und Innenmauern des Hauses sind jedoch weitgehend verschont geblieben.

12.1.1966: Verkehrssignale zu Wasser und zu Land. Signaltürme in den Häfen Albern und Lobau

Nicht nur zu Land, sondern auch zu Wasser benötigt der immer stärker werdende Verkehr eine Regelung durch Lichtsignalanlagen. So sollen nun im Rahmen des Ausbaus der Wiener Hafenanlagen die Häfen Albern und Lobau je einen Signalturm erhalten, auf denen Schifffahrtssignale angebracht sein werden.

Die beiden fast neun Meter hohen Signaltürme werden an den Mündungen der Hafenausfahrten Lobau bzw. Albern errichtet werden. Der untere, etwa drei Meter hohe Teil der Signaltürme wird aus Stahlbeton bestehen, der obere Teil wird eine Stahlkonstruktion sein. An dieser Stahlkonstruktion werden ein elektrisch umschaltbares, sogenanntes Jalousiesignal, eine "händisch" aufziehbare Signaltafel und drei Signallaternen montiert sein.

Mit diesen Einrichtungen können folgende Schifffahrtssignale gezeigt werden: Grüne Tafel mit senkrechtem weißen Strich in der Mitte ist das Zeichen für "öffentlicher Hafen" und bedeutet "Einfahrt frei!". Rote Tafel mit horizontalem weißen Strich in der Mitte bedeutet "Einfahrt kurzfristig gesperrt!" Zwei rote Tafeln übereinander mit je einem horizontalen weißen Strich in der Mitte bedeuten "Hafen auf längere Zeit gesperrt!". Die drei Signallaternen bilden die Ergänzung zu diesen Signalen bei Nacht: Grünes Licht "Einfahrt frei", rotes Licht "Hafen kurzfristig gesperrt", zwei rote Lichter übereinander "Hafen auf längere Zeit gesperrt".

Ferner werden an den Türmen große Tafeln mit der Bezeichnung der Häfen, also mit den Worten "Hafen Wien Albern" bzw. "Hafen Wien Lobau", angebracht sein. Bei Nacht werden diese Tafeln beleuchtet.

14.1.1966: Mehr als 500 Entwürfe für neue Schwesterntracht eingelangt - Entscheidung im April bei einer "Schwestern-Modeschau"

Eine Kommission, der Stadtrat Bock, der Direktor der Modeschule Hetzendorf Prof. Liewehr, der Leiter des Anstaltenamtes der Stadt Wien, Senatsrat Dr. Widmayer und weitere Vertreter des Anstaltenamtes sowie Lehrer der Modeschule angehören, hat heute in der Modeschule der Stadt Wien in Hetzendorf begonnen, aus mehr als 500 Entwürfen für eine neue Schwesterntracht alle jene auszusuchen, nach denen Modelle für die engere Wahl angefertigt werden sollen. Diese Entwürfe wurden im Rahmen eines Wettbewerbes eingereicht, zu dem Personalstadtrat Hans Bock Anfang November 1965 nicht nur die Modeschule der Stadt Wien und die Bekleidungsindustrie, sondern auch alle Wiener Krankenschwestern eingeladen hatte.

Von der Modeschule der Stadt Wien liegen mehr als 400 Entwürfe vor; 100 weitere Entwürfe und Vorschläge reichten Krankenschwestern und andere private Kreise ein (so etwa eine Wiener Tageszeitung, die ihre Leser zur Teilnahme an dem Wettbewerb einlud), und zehn Modelle schließlich, die allerdings schon verschiedentlich an Krankenhäusern praktisch erprobt wurden, hat die Bekleidungsindustrie bereits vor einiger Zeit vorgelegt.

Die Entscheidung über die neue Schwesterntracht soll im April erfolgen.

15.1.1966: Bürgermeister Marek heißt internationale Faschingsgesellschaft willkommen

Mann in Faschingsgilde-Uniform überreicht Marek Gastgeschenk

Abordnungen von Faschingsgesellschaften bei Bürgermeister Marek

Über Einladung der Wiener Faschingsgesellschaft entsandten nicht weniger als 25 Städte aus der Bundesrepublik Deutschland, aus Frankreich, der Schweiz und aus Österreich ihre Faschingsgilden nach Wien. ".....sie kamen in 'voller Wichs', die Herren meist in hermelinbesetzten Prinzenkostümen, die durchwegs sehr attraktiven Damen größtenteils als leichtgeschürzte Pagen".

Im Wiener Rathaus wurden sie von Bürgermeister Marek und Mitgliedern der Wiener Stadtregierung empfangen. Marek rühmte in seiner Begrüßungsadresse die wohlgelungene Faschingsnacht, die gestern in der Wiener Hofburg unter der Devise "151 Jahre Wiener Kongreß" stattfand. Die Vertreter der einzelnen Delegationen überbrachten Ehrengaben ihrer Städte und erhielten Erinnerungsgeschenke an Wien. Meister des Humors - man sah unter ihnen auch Herbert Hiesl aus München mit seinem Wiener Kollegen Heinz Conrads und andere prominente Künstler - boten einige Proben ihrer Kunst.


18.1.1966: Vier neue Straßennamen in Hernals

Der Kulturausschuss des Wiener Gemeinderates gab vier neuen Verkehrsflächen unweit des Weingartenschutzgebietes in Hernals amtliche Bezeichnungen.

So führt nun von der Alszeile gegen die Güpferlinggasse die neue Handlirschgasse bis zur Korngasse. Universitätsprofessor Anton Handlirsch lebte von 1865 bis 1935 und machte sich als Insektenforscher einen in Fachkreisen viel beachteten Namen.

Eine Verkehrsfläche erhielt den Namen "Montigasse". Universitätsprofessor Alois Monti lebte von 1839 bis 1909 und wirkte auf dem Gebiet der Kinderheilkunde bahnbrechend. Monti gilt als Schöpfer der Allgemeinen Poliklinik.

Von der Handlirschgasse nach Südosten führend erstreckt sich nunmehr die Braumüllergasse, mit der an den bekannten Wiener Verleger Wilhelm von Braumüller, der von 1807 bis 1884 lebte, erinnert wird.

Schließlich erhielt eine kleine Verkehrsfläche, die unweit der Abzweigung der Handlirschgasse von der Alszeile gegen Osten zu verläuft, die Bezeichnung Rebenweg. Damit soll auf den in der Umgebung betriebenen Weinbau hingewiesen werden.

18.1.1966: Antrittsbesuch des tunesischen Botschafters

Chelli und Slavik in Gespräch

Vizebürgermeister Slavik empfängt Zouhir Chelli

Der neue tunesische Botschafter in Wien, Zouhir Chelli, wurde heute von Vizebürgermeister Felix Slavik im Wiener Rathaus empfangen.


18.1.1966: Das "unterirdische Wien" wächst - Bau des Unterpflasterstraßenbahn-Netzes tritt in neue Phase

Der Bau der Unterpflasterstraßenbahn-Strecken sowohl am Gürtel als auch in der Kliebergasse - Wiedner Hauptstraße, macht rasante Fortschritte.

Am Gürtel ist die Tunnelröhre bis zur Einfahrt zum Frachtenbahnhof - bei der Mündung der Ristergasse - bereits fertiggestellt. Nun wird mit dem neuen Abschnitt begonnen, der bis zur Kreuzung Flurschützstraße - Gürtel reichen wird, wo die Auffahrtsrampe entstehen soll, die die Straßenbahn wieder an die Oberfläche führt. Damit der Verkehr möglichst wenig behindert wird, wird man die Bauarbeiten in diesem Abschnitt so einteilen, dass man die beiden Tunnelwände nicht gleichzeitig, sondern hintereinander errichtet wird. Das größte Bauwerk des neuen "Ustraba"-Abschnittes ist die unterirdische Station Fendigasse. Sie wird zwei Geschosse unter dem Straßenniveau haben, eines für die Straßenbahn, das andere für die zukünftige Stadtbahnverlängerung. Außerdem wird eine Umsteigemöglichkeit zur Schnellbahn geschaffen.

Mit der Fertigstellung der Tunnelröhren wird bis 1967 gerechnet, die Straßendecken sollen bis 1968 neu gebaut sein.

19.1.1966: Stadtrat Dr. Glück begrüßt Gründung der Hämophilie-Gesellschaft

Vor kurzem wurde die Österreichische Hämophilie-Gesellschaft ins Leben gerufen, die sich die Erforschung und Behandlung der Bluter-Krankheit zum Ziel gesetzt hat. Über den Rahmen des Medizinischen hinaus will die Gesellschaft auch die Betreuung der Erkrankten durchführen, für Berufsberatung und für die Aufklärung auch der Angehörigen sorgen, will den Kontakt mit dem behandelnden Arzt herstellen und mit den neuesten Behandlungsmethoden vertraut machen.

Heute fand in der Klinik Prof. Dr. Deutsch im Allgemeinen Krankenhaus die Gründungsversammlung dieser medizinischen Gesellschaft statt, bei der Prof. Dr. Deutsch den Festvortrag hielt.

Gesundheitsstadtrat Dr. Glück verwies in seiner Ansprache auf die Bedeutung der Hämophilie. Immerhin leidet ein Promille aller Menschen an dieser Krankheit. Der Stadtrat würdigte auch die Verdienste von Professor Deutsch um das Zustandekommen der Gesellschaft. Der berühmte Wiener Arzt hat seit 15 Jahren im Allgemeinen Krankenhaus ein medizinisches Zentrum geschaffen, das vorbildlich aufgebaut ist und die modernsten therapeutischen Methoden anwendet.

20.1.1966: Ehrengrab für Herbert Boeckl

Herbert Boeckl in Atelier

Herbert Boeckl

Heute starb der bekannte österreichische Maler Herbert Boeckl im 72. Lebensjahr. Herbert Boeckl wird in einem Ehrengrab der Stadt Wien auf dem Zentralfriedhof bestattet werden.

Herbert Boeckl wurde 1894 in Klagenfurt geboren und studierte Architektur an der Technischen Hochschule in Wien. Nach dem Ersten Weltkrieg gelang dem Künstler der Durchbruch zur Malerei. 1934 erhielt er den Österreichischen Staatspreis und wurde Professor an der Wiener Akademie der bildenden Künste, wo er nach dem Zweiten Weltkrieg auch als Rektor wirkte. Die Stadt Wien verlieh Herbert Boeckl in der Zweiten Republik den Ehrenring und den Preis für Malerei.


21.1.1966: Bürgermeister Marek "testet" Ottakringer Rodelbahn

Marek und Kind auf Rodel

Bürgermeister Marek rodelt auf dem Gallitzinberg

Bürgermeister Marek "testete" heute auf einer Rodel die neu hergerichtete Ottakringer Rodelbahn auf dem Gallitzinberg. Die Besitzerin der Rodel, die dreijährige Eva Graf aus Neubau, durfte ihn auf der Fahrt begleiten.

Die Rodelbahn wurde im vergangenen Herbst gründlich restauriert. Die ursprüngliche Anlage stammt aus den Dreißigerjahren und ist im Laufe der Zeit an mehreren Stellen desolat geworden. Nun wurde die Trasse neu hergerichtet, die Abfahrtsrampe beim sogenannten Steinbruch-Gasthaus frisch aufgeschüttet und vor allem der Auslauf oberhalb der Feuerwache Am Steinhof durch einen sanft ansteigenden halbkreisförmigen Erdwall so gesichert, dass nichts passieren kann. An der einzigen Stelle, wo die Rodelbahn von einem Fußgängerweg gequert wird, gibt es eine Fußgängerbrücke über die Trasse, sodass auch hier unliebsame Zusammenstöße ausgeschaltet sind. Die Abfahrtsstrecke ist 650 Meter lang und hat ein günstiges Gefälle.


27.1.1966: 60. Geburtstag von Camillo Wanausek

Der erste Soloflötist der Wiener Symphoniker, Prof. Camillo Wanausek, feiert heute seinen 60. Geburtstag.

Camillo Wanausek wurde in Wien geboren und absolvierte die Meisterschule der Musikakademie. Nach Engagements in verschiedenen Orchestern kam er 1934 zu den Wiener Symphonikern, deren Soloflötist er seither ist und um deren Reorganisation er sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sehr verdient gemacht hat. Als Mitglied des Lehrkörpers des Konservatoriums der Stadt Wien hat er sich seit 1945 gleichfalls ausgezeichnet bewährt.

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