Wien 1959: Berichte vom April 1959

In loser Reihenfolge bringen wir kurze Zusammenfassungen von Meldungen der Rathauskorrespondenz aus früheren Jahren. Zusammengestellt von Gina Galeta.

2.4.1959: Antrittsbesuch beim Bürgermeister

Portrait Beat von Fischer

Schweizer Botschafter Beat von Fischer

Der neue Schweizer Botschafter Beat von Fischer stattete Bürgermeister Jonas im Wiener Rathaus seinen Antrittsbesuch ab.


2.4.1959: Herausgabe eines umfassenden botanischen Werkes

In Wien findet derzeit eine Tagung statt, die sich die Schaffung eines umfassenden botanischen Werkes über die in Europa wild wachsenden Pflanzen zum Ziel gesetzt hat. Das geplante Werk soll die Beschreibungen der ungefähr 17.000 Arten von Blüten- und Farnpflanzen in ganz Europa in vier Bänden bringen. Beschlossen wurde diese umfangreiche Arbeit beim 8. Internationalen Botanikerkongress im Jahre 1954 in Paris. An der Tagung in Wien nehmen Wissenschaftler aus fast allen europäischen Ländern teil.

4.4.1959: Reparaturarbeiten am Rathausturm beendet

Das Gerüstkorsett, mit dem der Turm des Wiener Rathauses seit dem Juli vorigen Jahres "geziert" war, wird abgetragen. Die Ausbesserungsarbeiten am Turm sind abgeschlossen. 1.440 Quadratmeter Fassade wurden instandgesetzt, 15 Figuren repariert und verschiedene Steinornamente ausgebessert. Auch der Rathausmann selbst ist einer "kosmetischen Behandlung" unterzogen worden. Die Kunstschlosser, die in schwindelnder Höhe die Arbeiten durchzuführen hatten, reparierten das Schwert des Rathausmannes und seine Fahne. Ein verrosteter Morgenstern wurde zerlegt und wieder instandgesetzt, Verankerungen erneuert und verschiedene schadhafte Teile ausgebessert. Die Ausbesserungsarbeiten kosteten 530.000 Schilling.

7.4.1959: Rochus-Spital wird Altersheim

Das ehemalige Rochus-Spital im 14. Bezirk, Cumberlandstraße 53, wird in ein Altersheim für bettlägerige Pfleglinge umgebaut werden. Die Umbaukosten sind mit ca. 5,8 Millionen Schilling veranschlagt. Das Gebäude wird nach dem Umbau insgesamt 112 Betten beherbergen Können.

9.4.1959: Die besten Plakate des Monats März

Folgende Plakate wurden zu den vier besten des Monats März erklärt:

  • "Linde-Kaffeemittelmischung führt in allen Punkten"
  • "Ausstellung der künstlerischen Volkshochschule Künstlerhaus"
  • "Wir fahren immer, sicher und zuverlässig - für Ihre Transporte die DB"
  • "Der Engel, der seine Harfe versetzte"

11.4.1959: Wohnhauseröffnungen in Mariahilf und Döbling

Die städtischen Wohnhausanlagen in Wien 6, Damböckgasse 3-5, und 19, Hutweidengasse 23-27, Scherpegasse 1 A und Krottenbachstraße 42-46, wurden heute ihrer Bestimmung übergeben. Es handelt sich dabei um neue Gemeindebauten mit zusammen 320 Wohnungen.

Das 4.100 Quadratmeter große Baugelände in der Damböckgasse, auf dem sich jetzt vier sechsgeschossige Wohnhäuser befinden, wurde erst kurz vor dem Baubeginn durch den Abbruch eines ehemaligen Marktgebäudes freigemacht. Das alte Objekt der Markthalle wurde im 18. Jahrhundert gebaut und diente dem damaligen Besitzer Fürst Kaunitz als Reitschule. Später ging der gesamte Grundbesitz, der aus einem Palais, der Reithalle und einem ausgedehnten Garten bestand, in das Eigentum des Fürsten Esterhazy über. Während der Zeit der französischen Besetzung im Jahre 1809 hatte hier der von Napoleon eingesetzte Stadtkommandant seinen Sitz. Als letzter Rest des ursprünglichen Gartens hat sich bis in die Gegenwart der vor 100 Jahren der Öffentlichkeit übergebene Esterhazy-Park erhalten.

Drei neue Döblinger Wohnhausbauten stehen am Nordrand des Krottenbachtales, in der so genannten "Krim", und sind ein Bestandteil der in den vergangenen Jahren von der Gemeinde Wien errichteten großen zusammenhängenden Wohnhausanlage. Die "Krim", die ihren Namen angeblich von einem dort ansässig gewesenen Gastwirt namens Grimmer ableitet, galt lange Zeit als öde, verlassene, unbewohnbare Gegend. In den Jahren 1952 bis 1958 wurden in der "Krim" 41 mehrstöckige Wohnhäuser mit 704 Wohnungen gebaut.

11.4.1959: Architekt Bakema im Wiener Rathaus

Heller und Bakema in Gespräch um Tisch sitzend

Stadtrat Heller (Mitte) empfängt Architekt J.B. Bakema (links)

Der holländische Architekt J.B. Bakema, der als Schöpfer des Geschäftszentrums "Lijnbaan" in Rotterdam weit über die Grenzen Hollands bekannt wurde, stattete heute Stadtrat Heller einen Besuch ab. Bakema benützt seinen Aufenthalt in Wien zum Studium des sozialen Wohnbaues der Stadt Wien.


13.4.1959: Oscar Straus-Park in Lainz

In der dem österreichischen Komponisten Oscar Straus gewidmeten Parkanlage in Wien-Lainz wurden die Bronzeplastik einer Tänzerin und ein Pultstein in unmittelbarer Nähe davon aufgestellt. Die Inschrift des Pultsteines weist auf die Benennung der Parkanlage nach Oscar Straus hin.

13.4.1959: Der Wienerberger Gasbehälter wird aufgestellt

In den nächsten Wochen werden über die Triester Straße 300 Waggonladungen Stahl zum Wienerberg auf eine städtische Baustelle befördert werden müssen. Ende April wird in der Wienerbergstraße mit der Montage des 105 Meter hohen Gasbehälters begonnen werden. Er ist für die Gasversorgung der südlichen sowie von Teilen westlicher Bezirke Wiens bestimmt und wird 300.000 Kubikmeter Gas aufnehmen können. Die Baukosten betragen 40 Millionen Schilling.

16.4.1959: Straßenbenennungen im 22. Bezirk

Die städtische Parkanlage an der Wagramer Straße (unweit der Reichsbrücke) erhielt den Namen "Clemens Krauss-Park" (nach dem ehemaligen Direktor der Wiener Staatsoper). Ferner wurden u.a. folgende Straßenbenennungen vorgenommen:

  • "Georg Bilgeri-Straße" (nach dem Skipionier Georg Bilgeri, 1873 - 1934);
  • "Schachnerstraße" (nach dem Architekten Friedrich Schachner, 1841 - 1907, der als Schüler Van der Nüll und Siccardsburg zahlreiche Wiener Palais und Wohnhäuser der Gründerzeit baute);
  • "Gumplowiczstraße" (nach dem Staatsrechtler Ludwig Gumplowicz, 1838 - 1909, der an der Universität Graz lehrte).

17.4.1959: Floridsdorf hat das modernste Krankenhaus

Mit der Inbetriebnahme eines neuen Spitalstraktes wurde der Ausbau des Floridsdorfer Krankenhauses abgeschlossen. Die Baukosten des neuen städtischen Objektes und dessen Ausstattung beliefen sich auf rund 26 Millionen Schilling. Das Krankenhaus kann mit seinen 258 Betten zu den derzeit am besten ausgestatteten Spitälern der Stadt Wien gezählt werden.

18.4.1959: Goldenes Ehrenzeichen für Oberbrandrat Dipl.-Ing. Havelka

Havelka in Uniform nimmt Auszeichnung entgegen

Ehrenzeichenüberreichung an Oberbrandrat Dipl.-Ing. Havelka durch Bürgermeister Jonas

Bürgermeister Jonas überreichte heute an Oberbrandrat Dipl.-Ing. Havelka das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Jonas hob hervor, dass sich Dipl.-Ing. Havelka auf dem Gebiete des österreichischen und internationalen Feuerwehrwesens hervorragende Verdienste erworben hat. Vor allem trug er im Jahre 1945 maßgebend zum Wiederaufbau der Feuerwehr der Stadt Wien bei.


21.4.1959: Israelische Schönheitskönigin als "Botschafterin"

Portrait Judith Mizraki

Judith Mizraki

Judith Mizraki, 17 Jahre alt und aus Tel Aviv, wurde im Herbst vorigen Jahres zur israelischen Schönheitskönigin gewählt. Im Auftrag des Bürgermeisters von Tel Aviv bereist das Mädchen gegenwärtig Europa, um den Bürgermeistern der größten Städte des Kontinents Grußbotschaften zu überbringen. Heute besuchte Judith Mizraki Bürgermeister Jonas und überbrachte ihm die Grüße seines israelischen Amtskollegen Jicchak Levanon sowie eine Erinnungsmedaille, die anlässlich des zehnjährigen Bestandes von Israel geprägt wurde.


23.4.1959: Eröffnung des Historischen Museums der Stadt Wien

In Anwesenheit von Bundespräsident Dr. Schärf, Bürgermeister Jonas und zahlreicher Vertreter der Bundes- und Stadtregierung fand heute die Eröffnung des Historischen Museums der Stadt Wien auf dem Karlsplatz statt.

Gegenwärtig sind im Museum die Grundaufstellung des Museums zu sehen, sowie die beiden großen Sonderausstellungen "Hieronymus Löschenkohl" und "Neuerwerbungen 1949 - 1959". Die Sammlungen des Historischen Museums der Stadt Wien wurden im Neuen Rathaus im Jahre 1888 erstmals dem allgemeinen Besuch zugänglich gemacht. Schon bald erwiesen sich die Räumlichkeiten als zu klein. Der Gemeinderat beschloss anlässlich des 80. Geburtstages des Bundespräsidenten Dr. h.c. Theodor Körner ein eigenes Gebäude für das Museum der Stadt Wien zu errichten. Am 15. Juli 1953 wurde von der Stadtbauamtsdirektion ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben und bis zum 30. September 1953 langten 84 Entwürfe ein. Die Jury wählte die Pläne des Architekten Prof. Oswald Haerdtl zur Durchführung aus. Die erfolgte am Grundsteinlegung am 2. Oktober 1954 am Karlsplatz. Die Gesamtkosten betrugen 38,8 Millionen Schilling.

Medaille zur Eröffnung des Museums

Menschenmenge vor Eingang zu Museum

Eröffnung des Historischen Museums der Stadt Wien

Anlässlich der Eröffnung des Historischen Museums der Stadt Wien hat Prof. Ferdinand Welz eine Erinnerungsmedaille aus Bronze geschaffen, die auf der einen Seite das Museum der Stadt Wien, auf der anderen Seite das Profil von Bundespräsident Dr. h.c. Körner zeigt.


23.4.1959: Städtischer Bediensteter erhielt Körner-Förderungspreis

Dem Angestellten des Statistischen Amtes der Stadt Wien, Dr. Christian Binder, wurde für seine Arbeit "Wege zur Gesellschaft des Angestellten" sowie zu deren Vertiefung und Vollendung der Theodor Körner-Förderungspreis zugesprochen.

23.4.1959: Gleichenfeier für neue städtische Wohnhausanlage in Simmering

Heller an Rednerpult vor Rohbau

Gleichenfeier in der Römerstalgasse mit Stadtrat Heller

Stadtrat Heller besuchte heute die Baustelle in der Römerstalgasse in Simmering, wo eine Wohnhausanlage entsteht. Bei dem Bauwerk wurde heute die Dachgleiche erreicht. Es handelt sich dabei um eines der Bauvorhaben, die von der Gemeinde Wien im Rahmen des Winterbauprogrammes unter Benützung von Bauhallen durchgeführt wurden.


25.4.1959: Der neue Wasserbehälter der I. Wiener Hochquellenleitung

Der neue 600 Millionen Liter fassende Wasserbehälter der I. Wiener Hochquellenleitung bei Neusiedl am Steinfeld wurde heute in Betrieb genommen.

28.4.1959: Berlins Vizebürgermeister im Wiener Rathaus

Vizebürgermeister und Botschafter schütteln einander die Hand

Vizebürgermeister Amrehn und der deutsche Botschafter Mueller-Graaf

Der Stellvertreter des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Bürgermeister Franz Amrehn, besuchte heute Bürgermeister Jonas im Wiener Rathaus.


30.4.1959: Preise der Stadt Wien 1959

Die Preisträger sind:

Portrait George Saiko

Dr. George Saiko

Portrait Oskar Maurus Fontana

Prof. Oskar Maurus Fontana

Portrait  Alexander Spitzmüller

Dr. Alexander Spitzmüller


Für Dichtkunst: Dr. George Saiko
Dr. George Saiko, am 5. Februar 1892 in Seestadtl, Nordböhmen geboren, studierte an der Wiener Universität Philosophie, Psychologie, Archäologie und Kunstgeschichte. Neben zahlreichen Essays über kulturmorphologische Themen und kunstkritische Fragen, wurde er durch seine großen Romane "Auf dem Floß" und "Der Mann im Schilf" bekannt.

Für Publizistik: Prof. Oskar Maurus Fontana
Prof. Oskar Maurus Fontana, am 13. April 1889 in Wien geboren, wandte sich nach philosophischen Studien an der Universität ausschließlich der schriftstellerischen und journalistischen Betätigung zu. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er Theaterreferent der "Waage" und der "Schaubühne", dann ständiger Theaterkritiker beim "Achtuhr-Abendblatt" und beim "Tag". 1945 übernahm er das Kunstreferat in der Tageszeitung "Neues Österreich". Fontana war maßgeblich an der Gründung des Verbandes demokratischer Schriftsteller beteiligt. 1946 gründete er die Österreichische Buchgemeinschaft. Sein literarisches Werk besteht aus Theaterstücken, Romanen und Novellen.

Für Musik (Komposition): Dr. Alexander Spitzmüller
Dr. Alexander Spitzmüller, am 22. Februar 1894 in Wien geboren, absolvierte das Jusstudium und war danach zunächst als Bankkaufmann tätig. Er befasste sich intensiv mit Musik und wurde vor allem durch Alban Berg bewogen, sich ganz der Komposition zu widmen. Sein Oeuvre umfasst heute rund 50 Werke fast aller Gattungen, in denen jedoch die Instrumentalmusik überwiegt.

Rudolf Hoflehner mit seinen Exponaten

Rudolf Hoflehner

Portrait Carl Unger

Prof. Carl Unger

Leo Wollner hält Stoffmuster in den Händen

Prof. Leo Wollner


Für Bildhauerei: Rudolf Hoflehner
Rudolf Hoflehner, am 8. August 1916 in Linz geboren, absolvierte er die Staatsgewerbeschule für Maschinenbau, wo er auch in allen Metall verarbeitenden Techniken ausgebildet wurde, und die Akademie der bildenden Künste in Wien. Von 1945 bis 1951 leitete er als Professor an der Kunstgewerbeschule in Linz die Fachklasse für abstrakte Formen. Hoflehner ist als Bildhauer ein Autodidakt. Er stellte seine Plastiken zunächst in Holz, später ausschließlich in Eisen und Stahl her.

Für Malerei und Grafik: akad. Maler Prof. Carl Unger
Prof. Carl Unger, am 24. August 1915 in Wolframitzkirchen bei Znaim geboren, studierte an der Akademie der bildenden Künste bei Herbert Boeckl. 1947 gründendes Mitglied des Art-Clubs. Carl Unger kommt vom Expressionismus über den Kubismus zur Abstraktion. Sein Schaffen umfasst Landschaften, Figurales, Aquarelle und Zeichnungen.

Für Angewandte Kunst: Prof. Leo Wollner
Prof. Leo Wollner, am 29. Juli 1925 in Wien geboren, studierte an der Akademie für angewandte Kunst bei Eduard Josef Wimmer-Wissgrill und arbeitete in der Werkstätte Josef Hoffmann. Nach zahlreichen Auslandsreisen erfolgte 1957 seine Berufung zum Leiter der Textilabteilung an der staatlichen Akademie für bildende Künste in Stuttgart. 1958 wurde ihm die gesamte Textilgestaltung (Bühnenvorhang, Sesselbezüge, Wandbespannung, Teppiche, usw.) für das Festspielhaus in Salzburg anvertraut.

Portait Karl Schwanzer

Dipl.-Ing. Dr. techn. Karl Schwanzer

Portrait Leopold Langhammer

Prof. Dr. Leopold Langhammer

Portrait Etta Becker-Donner

Prof. Dr. Etta Becker-Donner

Portrait Konrad Lorenz

Prof. DDr. Konrad Lorenz


Für Architektur: Dipl.-Ing. Dr. techn. Karl Schwanzer
Dipl.-Ing. Karl Schwanzer, am 21. Mai 1918 in Wien geboren, schloss nach seiner Wehrdienstleistung im Jahre 1942 sein Studium an der Technischen Hochschule ab. Nach Kriegsende war er Leiter der "Allbau" Bauwerkstätten Ges.m.b.H. Bayern und arbeitete als Assistent von Oswaldt Haerdtl an der Hochschule für angewandte Kunst. Nach zahlreichen Aufträgen im In- und Ausland sicherte er sich eine führende Stellung mit dem Österreich-Pavillon auf der Brüssler Weltausstellung 1958. Von ihm stammen u.a. ein Kaffeehaus nach Wiener Art in Chicago ("Old Vienna") und das erste Wiener Autolifthaus am Neuen Markt.

Für Volksbildung: Prof. Dr. Leopold Langhammer
Prof. Dr. Leopold Langhammer, am 7. September 1891 in Wien geboren, studierte an der Universität Germanistik und Philosophie. Kam nach dem Ersten Weltkrieg zur Volksbildung. Von 1924 bis 1938 übte er die Funktion eines Sekretärs der Volkshochschule "Wien-Volksheim" aus. Er beteiligte sich nach 1945 am Wiederaufbau der Wiener Volkshochschulen.

Für Geisteswissenschaften: Prof. Dr. Etta Becker-Donner
Prof. Dr. Etta Becker-Donner, am 5. Dezember 1911 in Wien geboren, studierte afrikanische Sprachen, Völkerkunde und Kunstgeschichte und unternahm schon während der Hochschulzeit ganz allein Forschungsfahrten in das Hinterland von Liberia. Sie übersiedelte 1947 nach Südamerika und sammelte auf zahlreichen Expeditionen in Argentinien und Brasilien wertvolles archäologisches Material. 1955 erfolgte ihre Bestellung zum Direktor des Museums für Völkerkunde.

Für Naturwissenschaften: Prof. DDr. Konrad Lorenz
Prof. DDr. Konrad Lorenz, am 7. November 1903 in Wien geboren, studierte zunächst Medizin, dann Zoologie und Paläobiologie. 1935 habilitierte er sich für dieses Fachgebiet unter besonderer Berücksichtigung der vergleichenden Anatomie und Tierpsychologie. Von 1940 bis 1942 war er ordentlicher Professor an der Universität Königsberg. Lorenz war als Heeresarzt in der Deutschen Wehrmacht tätig und geriet in russische Gefangenschaft, aus der er 1948 zurückkehrte. Er widmete sich danach der vergleichenden Verhaltensforschung bei Tieren und nahm 1950 eine Berufung in die Bundesrepublik Deutschland an, wo er das Institut für Verhaltensforschung der Max Planck-Gesellschaft auf Schloss Buldern in Dümme, Westfalen, leitet.

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