Wien 1958: Berichte vom Juni 1958

In loser Reihenfolge bringen wir kurze Zusammenfassungen von Meldungen der Rathauskorrespondenz aus früheren Jahren. Zusammengestellt von Gina Galeta.

2.6.1958: 85. Geburtstag von Otto Loewi

Portrait Otto Loewi

Nobelpreisträger Prof. Dr. Otto Loewi

Am 3. Juni vollendet Nobelpreisträger Prof. Dr. Otto Loewi sein 85. Lebensjahr.

In Frankfurt am Main geboren, studierte er Pharmakologie und Chemie, wurde Assistent von Hans Horst Meyer in Marburg an der Lahn und ging mit ihm nach Wien, wo er sich 1900 habilitierte. Von 1909 bis 1938 wirkte er in Graz als ordentlicher Professor und führte in dieser Zeit seine wichtigen Arbeiten durch, für die er 1936 den Nobelpreis für Untersuchungen über das vegetative Nervensystem erhielt. Von den Nationalsozialisten verhaftet und unter schweren Druck gesetzt, konnte er schließlich nach Amerika ausreisen und übernahm am College of Medicine in New York ein Lehramt. Loewi erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, u.a. Preis für Physiologie der Universität Bologna, den Cameron-Preis der Universität Edinburgh und den Liebenpreis. Prof. Loewi lebt in Amerika.


7.6.1958: Soldaten besichtigen die Bundeshauptstadt

Jonas gemeinsam mit Soldaten in Bus sitzend

Rundfahrt mit Soldaten

Bürgermeister Jonas hat alle in Wien stationierten Soldaten des Bundesheeres zu einer Besichtigung der Bundeshauptstadt eingeladen. Die organisatorischen Vorbereitungen sind nun abgeschlossen, und es werden nach und nach mit den städtischen Autobussen der Rundfahrt "Neues Wien" die jungen Soldaten an den Besichtigungsfahrten unentgeltlich teilnehmen.

Bürgermeister Jonas unternahm die erste Besichtigungsfahrt mit 150 Angehörigen des Feldjägerbataillons Nummer 5 aus der Fasangartenkaserne durch Wien.


9.6.1958: Zürcher Schauspieler im Wiener Rathaus

Schauspieler stehen versammelt in Empfangshalle

Empfang für Schauspieler aus Zürich

Das Ensemble des Zürcher Schauspielhauses, das anlässlich der Wiener Festwochen zu einem Gastspiel an das Burgtheater eingeladen wurde, besuchte heute Bürgermeister Jonas und StR. Mandl im Wiener Rathaus.


10.6.1958: Sowjetische Gemeinderatsdelegation besucht Wien

Russische Delegation spaziert über Naschmarkt

Russische Delegation besucht Naschmarkt

Im September 1956 war eine Delegation des Wiener Gemeinderates zu einem zehntägigen Studienaufenthalt in der Sowjetunion. Die Einladungen erfolgten von den Stadtverwaltungen von Moskau und Leningrad. Nunmehr kommt es zu einem Gegenbesuch. Der Vorsitzende des Leningrader Stadtrates Smirnow mit den Abgeordneten des Leningrader Stadtrates Mjagkow und Frau Swerjewa sowie der Erste Stellvertreter des Vorsitzenden des Moskauer Stadtrates Sajzew mit der Abgeordneten des Moskauer Stadtrates Frau Schischkowa und Sektionschef Lewikin trafen in Wien ein. Die Delegation wird in den nächsten Tagen städtische Einrichtungen und Baustellen besichtigen.


10.6.1958: Zwei Dänen radelten nach Wien

Jonas schüttelt Sportler die Hand

Bürgermeister Jonas empfängt die beiden Sportler

Der 83-jährige Däne Andersen und sein 64-jähriger Landsmann Eskildsen aus den Städten Herlev und Ousted sind begeisterte Radfahrer. Sie setzten sich schon vor drei Wochen auf ihre Räder und fuhren quer durch Europa bis nach Wien. Die beiden wurden heute von Bürgermeister Jonas empfangen.


12.6.1958: Neuer Leiter für die städtische Gehalts- und Lohnverrechnung

Bauer begrüßt Magistratsdirektor

Amtseinführung von Oberamtsrat Franz Bauer (re.)

Oberamtsrat Franz Bauer wurde heute von Stadtrat Riemer und Magistratsdirektor Dr. Kinzl in sein neues Amt als Leiter der MA 3, Gehalts- und Lohnverrechnung, eingeführt.


12.6.1958: Die Stadt Wien ehrt eine Weltmeisterin

Gertrude Schmidka schüttelt Mandl die Hand

Stadtrat Mandl überreicht das Sportehrenzeichen an die Weltmeisterin im Sportkegeln

Stadtrat Mandl überreichte heute an Gertrude Schmidka das Sportehrenzeichen der Stadt Wien. Frau Schmidka errang im vergangenen Jahr den Weltmeistertitel im Sportkegeln. Sie ist zugleich zweifache ASKÖ-Bundesmeisterin und österreichische Rekordhalterin.


12.6.1958: Bürgermeister Jonas bei Münchner 800-Jahrfeier

Bürgermeister Jonas fährt nach München, um an den Eröffnungsfeierlichkeiten zur 800-Jahrfeier der bayrischen Landeshauptstadt teilzunehmen. Als Geschenk wird Jonas einen Rossebändiger aus Augarten-Porzellan überbringen.

13.6.1958: Hetzendorf erhielt Goldene Bayer-Schere für bestes Strandensemble

Im heurigen Schuljahr hat die Modeschule der Stadt Wien im Schloß Hetzendorf einen schönen Erfolg aufzuweisen. Die Schülerinnen haben sich an einem internationalen Wettbewerb deutscher Modeschulen beteiligt. Bei der Prämiierung erhielt die Modeschule der Stadt Wien eine Goldene Bayer-Schere für das beste Strandensemble.

13.6.1958: "Die Krise des Liberalismus"

Portrait Salvador de Madariaga

Prof. Dr. Salvador de Madariaga

Der spanische Schriftsteller, Prof. Dr. Salvador de Madariaga, hält heute in Wien einen Vortrag über das Thema "Die Krise des Liberalismus".


14.6.1958: 70. Geburtstag von Gustav Beer

Am 16. Juni vollendet der Schriftsteller Gustav Beer in Amerika das 70. Lebensjahr

Gustav Beer wurde in Wien geboren und betätigte sich schon in jungen Jahren an den Wiener Lustspiel- und Operettentheater. 1939 musste er seine Heimatstadt verlassen und ging nach New York, wo er gleichfalls schriftstellerisch arbeitete. Gemeinsam mit Emerich Kalman gründete er die "American League of Authors and Composers from Austria including Publishers" und setzte sich für die österreichischen Emigranten nachdrücklich ein.

14.6.1958: Eine "Arbeitsgemeinschaft für Gärten und Grünflächen" gegründet

Über Vorschlag des Generalsekretärs Kurt Heller wurde eine "Arbeitsgemeinschaft für Gärten und Grünflächen" im Rahmen des Österreichischen Städtebundes gegründet. Als Vorsitzender wurde der Wiener Stadtgartendirektor Ing. Auer gewählt.

17.6.1958: Gedenktafel für Hans Wagner-Schönkirch

Der Landstraßer Männergesangsverein enthüllte vor dem ehemaligen Wohnhaus von Professor Hans Wagner-Schönkirch in 3, Kundmanngasse 12, eine Gedenktafel für den bekannten Musikpädagogen.

Hans Wagner-Schönkirch ist einer der markantesten Musikerpersönlichkeiten Wiens gewesen. Er war ein Organisator des Wiener Lehrer a capella Chores, der Wiener Oratorienvereinigung, der ersten Wiener Kindersingschule usw. Auch als Volksliedsammler und Schöpfer zahlreicher Männerchöre, Chorballaden, Gesänge mit Instrumentalbegleitung und Orchesterwerken ist er bekannt.

17.6.1958: Prof. Dr. Roland Rainer zum Stadtplaner bestellt

Portrait Roland Rainer

Prof. Arch. Dr. Roland Rainer

Der Wiener Stadtsenat hat heute den Wiener Hochschulprofessor Arch. Dr. Roland Rainer zum Stadtplaner von Wien bestellt. Prof. Rainer wird für die Dauer von sechs Jahren verpflichtet. Er hat nach Ablauf von drei Jahren ein Generalkonzept für den Wiener Stadtplan vorzulegen und in weiteren drei Jahren die Durchführungsrichtlinien sowie Detailpläne auf Grund dieses Konzeptes auszuarbeiten. Zu seiner Beratung, aber auch als kontrollierende Körperschaft, wird eine gemeinderätliche Planungskommission eingesetzt. Dieser Kommission wird der Stadtplaner Zwischenberichte erstatten und jeweils die von ihm erarbeiteten Vorschläge zur Begutachtung unterbreiten. Der Stadtplaner und sein Büro werden organisatorisch der Bauamtsdirektion der Stadt Wien als Gruppe eingegliedert. Er wird dienstlich dem Amtsführenden Stadtrat für Bauangelegenheiten unterstellt. Alle Planungsaufgaben, die derzeit von verschiedenen Abteilungen des Magistrates und sonstigen Dienststellen der Gemeinde besorgt werden, gehen auf den Stadtplaner und sein Büro über.

Prof. Rainer wird seine Lehrtätigkeit als Professor an der Akademie für bildende Künste weiterhin ausüben. Bezüglich seiner Tätigkeit als freischaffender Architekt und Baukünstler wurde festgelegt, dass Prof. Roland Rainer innerhalb der sechsjährigen Verpflichtung als Stadtplaner weder Gemeindeaufträge erhält, noch im Gebiet von Wien Architektenaufträge übernehmen wird. Innerhalb der ersten drei Jahre als Stadtplaner wird er auch außerhalb Wiens oder Österreichs keine solchen Aufträge übernehmen. Dagegen wurde ihm das Recht eingeräumt, die bereits übernommenen Aufträge innerhalb und außerhalb von Wien oder Österreich auszuführen, bzw. zu beenden. Sein Architekturbüro wird er entsprechend der Reduzierung der Privataufträge im entsprechenden Ausmaß gleichfalls einschränken. Prof. Dr. Rainer wird seinen Dienst als Stadtplaner am 1. Juli 1958 antreten.


19.6.1958: Raoul Aslan gestorben

Portrait Raoul Aslan

Raoul Aslan

Kammerschauspieler Raoul Aslan (geb. 16.10.1886, Saloniki) ist am 17. Juni 1958 in Litzlberg a. Attersee (Oberösterreich) im 72. Lebensjahr einem Herzschlag erlegen. Aslan war von 1945 bis 1948 Direktor des Burgtheaters (im Asylquartier Ronacher). Aslan war Darsteller zahlreicher klassischer Charakterrollen u.a. Hamlet, Mephisto, Nathan und wurde im Jahre 1929 als erster zum Kammerschauspieler ernannt (Redaktion).


Beileid des Bürgermeisters

Bürgermeister Jonas hat an die Direktion des Burgtheaters folgendes Schreiben gerichtet:

"Sehr geehrte Herren! Als Bürgermeister der Stadt Wien und in meinem eigenen Namen bitte ich Sie, mein tief empfundenes Beileid zu dem unersetzlichen Verlust entgegenzunehmen, den das Ableben des Kammerschauspielers Raoul Aslan für die erste Bühne des deutschen Sprachraumes bedeutet. Es war nicht nur seine unübertreffliche Kunst der Gestaltung und der Sprache, die seinen wohl einzigartigen Ruf begründete, sondern auch seine Menschlichkeit im besten und umfassendsten Sinne des Wortes und die in ihm verkörperte Tradition des Burgtheaters, dem er seit 1920 angehörte.

In vorbildlicher Weise und trotz der ungeheuren Schwierigkeiten der unmittelbaren Nachkriegszeit ist es dem Verewigten gelungen, als Direktor des Burgtheaters das spezifische Wesen dieser Bühne ungeschmälert in ruhigere Zeiten hinüberzuretten. Seine außerordentlichen Leistungen fanden ihre wohlverdiente Anerkennung durch seine Ernennung zum Ehrenmitglied des Burgtheaters und durch die Überreichung des Ehrenringes der Stadt Wien.

In tiefem Mitgefühl, Jonas."

19.6.1958: Das Europagespräch

Mit europäischer Flagge geschmückter Vortragssaal im Rathaus

"Europagespräch" im Wiener Rathaus

Kiesinger und Toncic

Kurt Kiesinger im Gespräch mit Dr. Toncic


Im Rahmen des im Wiener Rathaus stattfindenden Europagesprächs wurden u.a. folgende Vorträge gehalten:

  • Staatssekretär Dr. Bruno Kreisky: "Neutralität und Integration Europas"
  • Vizekanzler DDr. Bruno Pittermann: "Die Überwindung Kleineuropas"
  • Vizepräsident des deutschen Bundestages Prof. Carlo Schmid: "Die Entwicklung des Menschenbildes in der europäischen Geistesgeschichte"
  • Generalsekretär des Europarates, Dr. Ludovico Benvenuti (Italien): "Das gemeinsame ideelle Erbe der Mitgliedsländer des Europarates"
  • Schriftsteller, Botschafter Prof. Don Salvador de Madariaga: "Das Schicksal Europas"
  • Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses im Deutschen Bundestag Kurt Kiesinger: "Wege zur politischen Einigung Europas"
  • Abgeordneter zum Deutschen Bundestag Fritz Erler: "Probleme der europäischen Sicherheit"
  • Abgeordneter Denis W. Healey (Großbritannien): "Disengagement und europäische Einigung"
  • Minister a.D., Abgeordneter John Strachey (Großbritannien): "Europa und die Verteidigung des Westens"
  • Staatssekretär Paul Devinat (Frankreich): "Was kann und muss Europa für die unterentwickelten Gebiete tun?"
  • Abgeordneter Sir Robert Boothby (Großbritannien): "Die Zukunft Europas" Minister Jens Otto Krag (Dänemark): "Ziele und Mittel der europäischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit"
  • Minister a.D. Federspiel (Dänemark): "Wozu verpflichtet die europäische Gemeinschaft?"
  • Abgeordneter John Hay (Großbritannien): "Die Freihandelszone, ein Weg zur Einheit Europas"
  • Präsident der Westeuropäischen Union, Sir James Hutchinson (Großbritannien): "Die Rolle der Westeuropäischen Union bei der Verteidigung des Westens"
  • Bundesminister für die Auswärtigen Angelegenheiten Dipl.-Ing. Dr. Leopold Figl: "Österreichs Mitarbeit in Europa"
  • Abgeordneter Dr. Toncic (Österreich): "Neutralität und Zugehörigkeit zur Europäischen Staatengemeinschaft"

21.6.1958: Die Eröffnung der Wiener Stadthalle

Am Vogelweidplatz im 15. Bezirk wurde heute durch Bundespräsident Dr. Schärf in Anwesenheit von Mitgliedern der Bundesregierung, Bürgermeister Jonas und Mitgliedern der Stadtregierung die Wiener Stadthalle nach fünfjähriger Bauzeit eröffnet. Elftausend Menschen fasste der weite Raum der neuen Wiener Stadthalle; neuntausend Gäste und zweitausend Mitwirkende.

Fahneneinzug mit Mitgliedern der Sportvereine

"Flaggenspiele" (Eröffnung der Wiener Stadthalle)

Fechter in Aktion

Vorführung der Fechter anlässlich der Eröffnung


In den einzelnen Hallen wurden verschiedene Sportarten vorgeführt. Den größten Zulauf fand die Eishalle. Die Gymnastikhalle bot Stemmer und Boxer bei der Arbeit; eine feinere Klinge führten Gruppen von Fechtern vor und auch Judokämpfer zeigten ihr Können. Hochbetrieb gab es in der Ballspielhalle, der Tennis-, Tischtennis- und Ruderhalle.

Von Mitgliedern des "Allgemeinen Sportverbandes", des "ASKÖ" und der "Union" wurden Flaggenspiele gezeigt. Den Auftakt dazu bildete der Einzug der Fahnen: die österreichische Flagge und die Fahne der Stadt Wien, umgeben von den Fahnen der Bundesländer, die auf dem weiten Parkett ausgelegt wurden.

Zum Abschluss des Festaktes tanzte das Wiener Staatsopernballett "Rosen aus dem Süden" von Johann Strauß nach einer Choreographie von Willy Fränzl.

21.6.1958: "Europaplatz" - Ein Bekenntnis Wiens zum vereinigten Europa

Arbeiter montieren Straßenschild an Posten auf Platz

Benennung "Europaplatz"

Menschenmänge drängt auf Europaplatz

Die Benennung des Platzes lockte tausende Schaulustige


Tausende von Menschen waren heute gekommen, um der Benennung des Platzes vor dem Westbahnhof in "Europaplatz" beizuwohnen. Der Beschluss dazu wurde schon vor einiger Zeit gefasst. Der heutige 21. Juni, der letzte Tag des Europagespräches im Wiener Rathaus, wurde zum Anlass genommen, diese Benennung durch Bürgermeister Jonas und einen prominenten Teilnehmer am Europagespräch, dem königlich Dänischen Minister Jens Otto Krag, in einem offiziellen Akt vorzunehmen.

23.6.1958: Viktor Hess 75 Jahre alt

Am 24. Juni vollendet der Physiker und Nobelpreisträger Prof. Dr. Viktor Hess das 75. Lebensjahr.

Portrait Viktor Hess

Prof. Dr. Viktor Hess

Hess wurde auf Schloß Waldstein in der Steiermark geboren, studierte in Graz und Wien Physik, Mathematik und Astronomie. Von 1908 bis 1920 war er Honorardozent an der Wiener Tierärztlichen Hochschule, seit 1910 auch Privatdozent für Physik an der Wiener Universität und erster Assistent im Institut für Radiumforschung. 1920 erhielt er eine Berufung als a.o. Prof. für Experimentalphysik an die Grazer Universität. Diese Tätigkeit unterbrach er für zwei Jahre, in denen er Direktor des Forschungslaboratoriums der US Radium Corporation in Amerika war. 1923 kehrte er nach Graz zurück, wo er bis zum Jahre 1931 wirkte. Anschließend wurde er ordentlicher Professor für Physik und Vorstand des Instituts für Strahlenforschung in Innsbruck, behielt aber auch sein Grazer Lehramt. 1930 musste Prof. Hess Österreich verlassen, konnte aber schon im November des gleichen Jahres mit seinen Vorlesungen an der Fordham Universität in New York beginnen. 1948 weilte er kurze Zeit als Gastprofessor in Innsbruck. Das Lebenswerk des berühmten Physikers betrifft in erster Linie die Entdeckung und Quantitätsbestimmung der kosmischen Strahlen. Für den Nachweis und für die Erklärung dieser Erscheinung wurde im 1936 der Nobelpreis verliehen. Hess hat die Erforschung und Messung der Strahlung aus dem Weltraum in ausgedehnten Gebieten des amerikanischen Festlandes und des Atlantischen Ozeans weitergeführt.

Hess wurde auf Schloß Waldstein in der Steiermark geboren, studierte in Graz und Wien Physik, Mathematik und Astronomie. Von 1908 bis 1920 war er Honorardozent an der Wiener Tierärztlichen Hochschule, seit 1910 auch Privatdozent für Physik an der Wiener Universität und erster Assistent im Institut für Radiumforschung. 1920 erhielt er eine Berufung als a.o. Prof. für Experimentalphysik an die Grazer Universität. Diese Tätigkeit unterbrach er für zwei Jahre, in denen er Direktor des Forschungslaboratoriums der US Radium Corporation in Amerika war. 1923 kehrte er nach Graz zurück, wo er bis zum Jahre 1931 wirkte. Anschließend wurde er ordentlicher Professor für Physik und Vorstand des Instituts für Strahlenforschung in Innsbruck, behielt aber auch sein Grazer Lehramt. 1930 musste Prof. Hess Österreich verlassen, konnte aber schon im November des gleichen Jahres mit seinen Vorlesungen an der Fordham Universität in New York beginnen. 1948 weilte er kurze Zeit als Gastprofessor in Innsbruck. Das Lebenswerk des berühmten Physikers betrifft in erster Linie die Entdeckung und Quantitätsbestimmung der kosmischen Strahlen. Für den Nachweis und für die Erklärung dieser Erscheinung wurde im 1936 der Nobelpreis verliehen. Hess hat die Erforschung und Messung der Strahlung aus dem Weltraum in ausgedehnten Gebieten des amerikanischen Festlandes und des Atlantischen Ozeans weitergeführt.

Hess wurde auf Schloß Waldstein in der Steiermark geboren, studierte in Graz und Wien Physik, Mathematik und Astronomie. Von 1908 bis 1920 war er Honorardozent an der Wiener Tierärztlichen Hochschule, seit 1910 auch Privatdozent für Physik an der Wiener Universität und erster Assistent im Institut für Radiumforschung. 1920 erhielt er eine Berufung als a.o. Prof. für Experimentalphysik an die Grazer Universität. Diese Tätigkeit unterbrach er für zwei Jahre, in denen er Direktor des Forschungslaboratoriums der US Radium Corporation in Amerika war. 1923 kehrte er nach Graz zurück, wo er bis zum Jahre 1931 wirkte. Anschließend wurde er ordentlicher Professor für Physik und Vorstand des Instituts für Strahlenforschung in Innsbruck, behielt aber auch sein Grazer Lehramt. 1930 musste Prof. Hess Österreich verlassen, konnte aber schon im November des gleichen Jahres mit seinen Vorlesungen an der Fordham Universität in New York beginnen. 1948 weilte er kurze Zeit als Gastprofessor in Innsbruck. Das Lebenswerk des berühmten Physikers betrifft in erster Linie die Entdeckung und Quantitätsbestimmung der kosmischen Strahlen. Für den Nachweis und für die Erklärung dieser Erscheinung wurde im 1936 der Nobelpreis verliehen. Hess hat die Erforschung und Messung der Strahlung aus dem Weltraum in ausgedehnten Gebieten des amerikanischen Festlandes und des Atlantischen Ozeans weitergeführt.

24.6.1958: Vizebürgermeister Weinberger empfängt holländische Volkstanzgruppe

Mitglieder der Tanzgruppe in Empfangshalle versammelt

Die Holländische Volkstanzgruppe "Kasporgo" aus Goes im Wiener Rathaus

Die Volkstanzvereinigung "Kasporgo" aus Goes in Holland unter der Führung von Stadtrat Roose, besuchte heute Vormittag Vizebürgermeister Weinberger im Wiener Rathaus. Die jungen Mädchen führten einige Reigentänze vor.


24.6.1958: Europarat hat Wien den Europapreis zugesprochen

Bürgermeister Jonas hat ein vom Präsidenten der Kommission der Lokalbehörden der Konsultativversammlung des Europarates J. Chaban-Delmas gezeichneten Brief erhalten, in welchem mitgeteilt wird, dass der Stadt Wien zusammen mit der Stadt Den Haag der Preis von Europa für das Jahr 1958 zuerkannt worden ist.

26.6.1958: Großes Ehrenzeichen für Senatsrat Dr. Otto Marcus

Jonas überreicht Auszeichnung an Senatsrat Dr. Otto Marcus

Senatsrat Dr. Otto Marcus wird mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik geehrt

Dem Leiter der Magistratsabteilung 61, Bevölkerungswesen, Senatsrat Dr. Otto Marcus, überreichte heute Bürgermeister Jonas das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik.


28.6.1958: Berlin kopiert Wien

Nicuta und Jonas in Gespräch an Tisch sitzend

Rumänischer Gesandte Prof. Dr. Constantin Nicuta bei Bürgermeister Jonas

In Berlin Neuköln hat man vor kurzem auf einem Kinderspielplatz Spieltonnen aufgestellt, die bei den kleinen Berlinern großen Anklang gefunden haben. Die Idee dieser Spielgeräte hat der Neuköllner Baustadtrat Zerndt aus Wien importiert. Bekanntlich hat das Wiener Stadtgartenamt auf verschiedenen Kinderspielplätzen solche Fässer aufgestellt.


30.6.1958: Antrittsbesuch beim Bürgermeister

Miss Europa mit Blumen, Krönchen und Pokal

"Miss Europa" Hanni Ehrenstrasser

Der rumänische Gesandte Prof. Dr. Constantin Nicuta stattete heute Bürgermeister Jonas seinen Antrittsbesuch ab.


30.6.1958: Bürgermeister Jonas beglückwünscht die neue Miss Europa

Bürgermeister Jonas übersandte heute der Wienerin Hanni Ehrenstrasser nach Istanbul telegrafisch herzliche Glückwünsche anlässlich ihrer Wahl zur Miss Europa 1958.

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