Wien 1956: Berichte vom Oktober 1956

In loser Reihenfolge bringen wir kurze Zusammenfassungen von Meldungen der Rathauskorrespondenz aus früheren Jahren. Zusammengestellt von Gina Galeta.

1.10.1956: Arbeitersänger im Wiener Rathaus

Vizebürgermeister Honay begrüßte heute im Wiener Rathaus führende Funktionäre der Arbeitersängerverbände aus acht europäischen Staaten, die in Wien Beratungen abhalten.

3.10.1956: Die 100-Jahrfeier der Geographischen Gesellschaft

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Geographischen Gesellschaft in Wien fand heute im Festsaal der Akademie der Wissenschaften ein Festakt statt.

4.10.1956: Deutsche Flughafendirektoren in Wien

Bürgermeister Jonas empfing die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen, die zu einem Studienbesuch nach Wien gekommen sind.

4.10.1956: Wiener kulturelle Aktionen beispielgebend

Großen Anklang fand in diesem Sommer die Ausstellung des Kulturamtes der Stadt Wien, die unter dem Titel "Wien - eine Stadt stellt sich vor" lief. Die Idee, die Stadt selbst zum Gegenstand einer Ausstellung zu machen, wurde begeistert aufgenommen. Der große Erfolg veranlasste nun Innsbruck, im nächsten Jahr das Beispiel Wiens nachzuahmen und bat Wien, beim Aufbau einer ähnlichen Aktion zu helfen.

Vor einiger Zeit hat auch Linz eine kulturelle Aktion der Wiener Stadtverwaltung übernommen. In der oberösterreichischen Landeshauptstadt wurde vor kurzem nach dem Wiener Vorbild ein Jugendabonnement eingeführt.

5.10.1956: Aus dem Wiener Landtag: Novellierte Wiener Bauordnung beschlossen - Moderne Bauweise berücksichtigt - Bewährte Vorschriften des Wiederaufbaugesetzes übernommen - Keine reichsrechtlichen Vorschriften mehr

Stadtrat Afritsch berichtete über die Bauordnungsnovelle 1956. Er erinnerte daran, dass die derzeit geltende, im Jahre 1929 beschlossene Wiener Bauordnung die Grundlage für eine neue soziale Wohnbaupolitik schuf. Die furchtbaren Zerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg erforderten Sonderbestimmungen für den Wiederaufbau Wiens, und so wurde 1947 das so genannte "Ruinengesetz" und nach dessen Außerkrafttreten im Jahre 1951 das Wiener Wiederaufbaugesetz beschlossen, dessen Geltungsdauer mit Ende dieses Jahres abläuft. Eine weitere Verlängerung dieses Wiederaufbaugesetzes wäre nicht ausreichend gewesen, da die allgemeine neuzeitliche Bauentwicklung Tendenzen zeigt, die der Gesetzgeber in geregelte Bahnen einordnen muss. Andererseits ist es notwendig, verschiedene Vorschriften des Wiener Wiederaufbaugesetzes unbefristet in die Bauordnung aufzunehmen. Schließlich sei erwähnt, dass die noch bestehenden reichsrechtlichen Vorschriften aufgehoben werden. Die novellierte Bauordnung wurde einstimmig angenommen.

Aus dem Wiener Gemeinderat:

Im Wiener Gemeinderat wurden u.a. folgende Anträge eingebracht und beschlossen: Der Gemeindekredit für die SW-Möbelaktion wird auf 15 Millionen Schilling erhöht. Die Aktion hat den Zweck, der Bevölkerung billig und moderne Möbel zu verschaffen. Die Aktion wird gemeinsam mit dem Österreichischen Gewerkschaftsbund durchgeführt, der die gleichen Beträge wie die Gemeindeverwaltung zur Verfügung stellt. Für die Aktion wurden bis jetzt 20 Millionen Schilling aufgewendet. Über die Bildung einer Verkehrsplanungskommision, wie in der Empfehlung Nr. 44 der I. Wiener Straßenverkehrsenquete angeregt, fand eine ausführliche Diskussion statt.

6.10.1956: Das neue Präsidium der Wiener Tierärztekammer

Bürgermeister Jonas hat heute das Präsidium der Landeskammer der Tierärzte von Wien angelobt. Präsident der Tierärztekammer ist Veterinärrat Dr. Richard Richter, 1. Vizepräsident Veterinärrat Dr. Franz Lamtsch und 2. Vizepräsident Veterinärrat Dr. Josef Kern.

6.10.1956: Der Kohlenstreik und die städtischen Bäder

Vom derzeitigen Streik der Kohlentransportarbeiter sind auch einige städtische Bäder betroffen. Das Thaliabad in der Friedrich Kaiser-Gasse in Ottakring und das Volksbad in der Hermanngasse, mussten bereits ihren Betrieb einstellen. Einige Volksbäder können nur mehr Samstag und Sonntag geöffnet bleiben. Beim Amalienbad, das auch eine Kuranstalt angeschlossen hat, hat sich die Streikleitung bereiterklärt, die Belieferung des Bades mit Kohle nicht zu behindern.

9.10.1956: Überreichung der Ehrenmedaille an Altgemeinderat Ullreich - Wiener Gemeinderat ehrt den Begründer der Starchant-Siedlung

Jonas schüttelt Ullreich die Hand

Überreichung der Ehrenmedaille an Altgemeinderat Ullreich

In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste überreichte heute Bürgermeister Jonas die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien an Altgemeinderat Franz Ullreich.

Ullreich, am 22. Juli 1881 in Wien geboren, schloss sich bereits in seiner Jugend der christlichen Arbeiterbewegung an. Er engagierte sich besonders darauf, gesunde und billige Wohnungen für die minderbemittelten Schichten der Großstadtbevölkerung zu finden. 1912 gründete er die Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft für Tabakarbeiter, die zuerst nur für eine bestimmte Berufskategorie gedacht war, später jedoch über den ursprünglichen Rahmen hinauswuchs, sich unter dem Namen "Heim" zur Bau- und Siedlungsgenossenschaft der christlichen Arbeiterbewegung Österreichs entwickelte und bis heute eine umfassende Tätigkeit ausübt. Durch sie wurden rund 1.250 Wohnungseinheiten fertig gestellt, 200 weitere sind in Planung, bzw. im Bau. 1914 wurde Ullreich zum ersten Mal vom 10. Wahlbezirk in den Wiener Gemeinderat entsandt, dem er bis zum Jahre 1934 als Sprecher der Christlich-sozialen Partei angehörte. Er widmete sich mit ganzer Kraft der Beschaffung von Mitteln für die Durchsetzung seiner Lieblingsidee, der Siedlergenossenschaften. Den Höhepunkt seines Wirkens erreichte Ullreich mit der Gründung der Siedlung "Starchant" im Liebhartstal in Ottakring, wo eine Musteranlage, eine nach architektonischen und praktischen Gesichtspunkten vorbildliche Kolonie von Siedlungshäusern entstand, die 500 Familien Platz bietet.


11.10.1956: Empfang für die Delegierten der Internationalen Normentagung Beton und Stahlbeton

In Wien findet die Internationale Normentagung Beton und Stahlbeton statt. An den Beratungen nehmen Delegierte aus Belgien, Brasilien, CSR, Deutschland, England, Frankreich, Indien, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich und Polen teil.

12.10.1956: Ein Wetterhäuschen für den Rathauspark

In den städtischen Parkanlagen gab es vor 1938 insgesamt zehn Wetterhäuschen, die später alle den Kriegsereignissen zum Opfer gefallen sind. Von den meisten blieben bestenfalls nur die Sockel stehen, sonst wurde alles was Räder, Zeiger und Zifferblätter hatte abmontiert oder sinnlos zerstört.

Nun werden wieder einige dieser Wetterhäuschen errichtet. Demnächst wird im Rathauspark nächst dem Strauß-Lanner-Denkmal eine solche kleine Wetterstation mit einer zentral gesteuerten Präzisionsuhr und verschiedenen meteorologischen Messinstrumenten zu sehen sein. Mit der künstlerischen Ausgestaltung des Wetterhäuschens im Rathauspark wurde die Bildhauerin Maria Bilger-Biljan beauftragt.

13.10.1956: Nürnberger Lebkuchen flogen nach Wien

Felicie Bärnreuter beim Verlassen des Flugzeuges

Die Gattin des Oberbürgermeister von Nürnberg Felicie Bärnreuter überbringt StR. Riemer Nürnberger Lebkuchen

Die holländische Fluggesellschaft KLM absolvierte den ersten Kursflug Nürnberg - Wien - Nürnberg. Stadtrat Riemer begrüßte auf dem Schwechater Flugplatz die Gäste des ersten Fluges, darunter die Gattin des Oberbürgermeisters von Nürnberg, Felicie Bärnreuter, die ein Kästchen mit Nürnberger Lebkuchen als Grußbotschaft übergab.


13.10.1956: 60. Geburtstag von Siegfried Charoux

Am 15. Oktober vollendet der Wiener Bildhauer Siegfried Joseph Charoux das 60. Lebensjahr.

Er begann seine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule bei Anton Hanak und vollendete sie an der Akademie der bildenden Künste bei Hans Bitterlich, dessen Meisterschule er absolvierte. Nachdem er sich zunächst als Karikaturist betätigt hatte, wurde er in der Öffentlichkeit durch seine Denkmäler "Robert Blum", "Matteotti" und "Lessing" bekannt. Charoux, der in Stein, Bronze und in einer eigenen Terrakottatechnik arbeitete, verließ seine Vaterstadt aus politischen Gründen und wirkt seit 1935 in London, wo er gleichfalls bedeutende Werke schuf.

13.10.1956: Pekinger Opernensemble im Wiener Rathaus

Mitglieder des Opernensembles im Rathaus

Das Pekinger Opernensemble zu Gast bei Bürgermeister Jonas im Rathaus

Bürgermeister Jonas empfing heute im Wiener Rathaus das Ensemble der Pekinger Oper, das zu einem kurzen Gastspiel im Volkstheater nach Wien gekommen ist.


16.10.1956: Übergabe der Förderungspreise der Stadt Wien

Preisträger stehen in Halbkreis um Mandl

Überreichung der Förderungspreise der Stadt Wien durch Stadtrat Mandl

An begabte Wissenschaftler und Künstler wurden heuer zum sechsten Mal Förderungspreise der Stadt Wien überreicht. Die Preisträger:

Für Literatur:

  • Dr. Helmut Schwarz
  • Herta Staub

Für Musik:

  • Dr. Georg Pirckmayer
  • Anton Püringer

Für Bildende Kunst:

  • Kurt Absolon
  • Wolfgang Baminger

Für Wissenschaft:

  • Dr. Friedrich Ehrendorfer
  • Dr. Alfred Gisel
  • Dkfm. Dr. Alfred Posselt
  • Dr. Ernst Topitsch

18.10.1956: Straßenumbenennungen in Wien

Der Gemeinderatsausschuss für Kultur und Volksbildung nahm die Umbenennung folgender Straßen vor: Die Wintergasse in Brigittenau wurde in Hartlgasse umbenannt. Damit wurde Dr. Karl Hartl, der von 1919 bis 1934 Magistratsdirektor von Wien war und sich als hervorragender Verwaltungsfachmann Verdienste erworben hat, geehrt. Die Rauscherstraße im 20. Bezirk wurde nach dem berühmten österreichischen Architekten Adolf Loos (1870 - 1933) in Loosstraße umbenannt. Die Karl Beck-Straße im 18. Bezirk wird künftig Teschnergasse heißen (Prof. R. Teschner 1879 - 1948, Gründer des Figurenspiegels). Im 21. Bezirk wurde der "Lang-Enzersdorfer Weg" in Kammelweg umbenannt (Willibald Kammel 1879 - 1953, Professor an der Universität Wien).

19.10.1956: Jugendbuchpreis 1956 vergeben

Portrait Vera Ferra-Mikura

Vera Ferra-Mikura

Lilli Koenig nimmt Auszeichnung entgegen

Verleihung des Jugendbuchpreises 1956 an Lilli Koenig


Der Jugendbuchpreis 1956 wurde unter den beiden Werken "Der Teppich der schönen Träume" von Vera Ferra-Mikura und "Gringolo" von Lilli Koenig geteilt.

19.10.1956: Schwerer Straßenbahnzusammenstoß in der Wiedner Hauptstraße

Um 12.30 Uhr ereignete sich heute ein schwerer Zusammenstoß zwischen der Badner Bahn und einem 13er Wagen. Der Unfall forderte dreizehn Verletzte.

20.10.1956: Stadtbräu in Kleinflaschen

Das Brauhaus der Stadt Wien wird, einem allgemeinen Bedürfnis und weit verbreiteten Publikumswunsch entgegenkommend, zunächst die Weihnachtsbiere außer in halbe Literflaschen erstmalig auch in kleineren Flaschen mit 3/10 Liter Inhalt auf den Markt bringen. Darüber hinaus wird "Stadtbräu-Spezial" auch weiterhin, das ganze Jahr hindurch, in der Kleinflasche erhältlich sein.

23.10.1956: Neue Kontrolluhren für die Straßenbahn

Seit einiger Zeit sind im Stadtbild an der Strecke verschiedener Straßenbahnlinien neue Kontrolluhren zu sehen, die in grün gestrichenen Kästchen untergebracht sind und an eisernen Ständern montiert wurden. Es handelt sich um insgesamt 70 Uhren, von denen 50 bereits in Betrieb sind. Die restlichen 20 werden derzeit noch überprüft und sind daher mit dem Aufdruck "außer Betrieb" versehen. Der Zweck dieser Uhren ist es, die Fahrzeitunterteilung besser einhalten zu können. Aus diesem Grund wurde auch eine größere Zahl als vor dem Kriege aufgestellt.

23.10.1956: Neuer Rektor Prof. Dr. Schima bei Bürgermeister Jonas

Der neue Rektor der Wiener Universität, Seine Magnifizenz Prof. Dr. Schima, stattete heute Bürgermeister Jonas seinen Antrittsbesuch ab.

26.10.1956: Zur Feststellung der geschichtlichen Wahrheit: 1945 - wie es wirklich war! Ein wichtiger Aufruf des Archivs der Stadt Wien

Das Kulturamt der Stadt Wien tritt an die Wiener Bevölkerung mit der Bitte heran, bei der Sammlung von Nachrichten über Kriegs- und Nachkriegszeit, besonders aber über das nachrichtenarme Jahr 1945 behilflich zu sein und ihre Aufzeichnungen, Tagebücher, Briefe und sonstigen Berichte zum Zweck der Aufnahme und dauernden Aufbewahrung zur Verfügung zu stellen.

26.10.1956: Zentralsparkasse der Gemeinde Wien errichtet "Wiener Kunstfonds"

Die Zentralsparkasse der Gemeinde Wien gab heute die Einrichtung eines "Wiener Kunstfonds" bekannt. Für diesen Zweck wurde eine halbe Million Schilling bereitgestellt. Der Kunstfonds soll ohne einengende Bestimmungen Förderungsbeiträge an Künstler vergeben, die ihren Wohnsitz in Wien haben.

26.10.1956: Der "Tag der österreichischen Fahne" in Wien - Aufruf des Bürgermeisters zur Beflaggung aller Gebäude

Zum ersten Mal wird heuer der 26. Oktober als "Tag der österreichischen Fahne" begangen. Er ist zum Gedenktag an die endgültige Befreiung Österreichs, an die Proklamation der Unabhängigkeit unserer Republik, an die Unterzeichnung des Staatsvertrages, an die Erklärung der immer währenden Neutralität, an die Aufnahme in die Vereinten Nationen und des Beitrittes zum Europarat bestimmt worden.

Bürgermeister Jonas hat die Beflaggung aller städtischen Gebäude angeordnet. Er fordert darüber hinaus auch die Bevölkerung auf, ihre Häuser mit Fahnen zu schmücken.

27.10.1956: Rendezvous der Blumenfreunde im Wiener Rathaus - Preise für den schönsten Blumenschmuck

Jonas überreicht Auszeichnung an Preisträgerin

Preisverleihung der Aktion "Wien im Blumenschmuck"

Bürgermeister Jonas nahm heute in Anwesenheit zahlreicher Festgäste die Preisverleihung der Aktion "Wien im Blumenschmuck" vor.


Volksaufstand in Ungarn: Österreich öffnet seine Grenzen

Gegen die Auswüchse des kommunistischen Regimes und die wirtschaftliche Überforderung kommt es, ausgehend von Studentenkundgebungen, zum Aufstand in Ungarn (23. Oktober bis 11. November), der durch intervenierende sowjetische Truppen blutig niedergeschlagen wird. In der Folge flüchten Tausende Ungarn (an manchen Tagen sind es bis zu 8.000) auf österreichisches Staatsgebiet, bis Weihnachten 1956 kommen über 155.000 Menschen. Die Hilfsbereitschaft der Wiener Bevölkerung und zahlreiche aus dem Ausland eintreffende Hilfsangebote bekunden das Mitgefühl mit den Flüchtlingen. Im Dezember treffen US-Vizepräsident Nixon und der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlingswesen Lindt in Wien ein und leiten ein UN-Hilfsprogramm in die Wege. Ein Großteil der Flüchtlinge reist in der Folge in andere Asylländer weiter, 1958 lebten nur noch etwa 15.000 Ungarn in Österreich, 6.000 davon in Lagern. (Quelle: Stadtchronik Wien, Verlag Christian Brandstätter, Redaktion)

29.10.1956: Alle wollen helfen - Berlin und Florenz setzten sich mit Bürgermeister Jonas ins Einvernehmen

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Prof. Dr. Otto Suhr, hat heute Bürgermeister Jonas davon Mitteilung gemacht, dass der tagende Senat von Berlin den einmütigen Wunsch geäußert hat, den Opfern und Notleidenden in Ungarn zu helfen und hierfür die Empfehlungen und Ratschläge Wiens erbeten. Jonas hat die knapp zuvor einlaufenden Nachrichten, in welchen die am dringendsten benötigten Medikamente, Lebensmittel und Bedarfsartikel aufgezählt waren, an den Berliner Bürgermeister weitergegeben. Ein Angebot auf Hilfeleistungen kam heute auch vom Bürgermeister von Florenz, Giorgio La Pira.

Verantwortlich für diese Seite:
Rathauskorrespondenz (Magistratsabteilung 53)
Kontaktformular