Wien 1954: Berichte vom Dezember 1954

In loser Reihenfolge bringen wir kurze Zusammenfassungen von Meldungen der Rathauskorrespondenz aus früheren Jahren. Zusammengestellt von Gina Galeta.

1.12.1954: Haile Selassie I. spendet 100.000 Schilling für die Armen Wiens

Der äthiopische Kaiser Haile Selassie I. übergab Bürgermeister Jonas 40 Stück US-Hundertdollarscheine, das sind etwa 100.000 Schilling, mit der Bestimmung, das Geld für die Armen Wiens zu verwenden. Jonas hat den Betrag dem Amtsführenden Stadtrat für das Wohlfahrtswesen, Vizebürgermeister Honay, übergeben.

1.12.1954: Wien ohne......

Im soeben erschienenen Heft "Mitteilungen aus Statistik und Verwaltung der Stadt Wien" über die Monate Juli bis September scheinen einige interessante Veränderungen in Wien auf:

Aus der am 1. September 1954 durchgeführten Gebietsabtrennung der so genannten Randgemeinden ergeben sich Veränderungen in der Struktur der Stadt. Das Stadtgebiet Wiens verkleinerte sich durch die Gebietsänderung um fast zwei Drittel; doch ist Wien immer noch eineinhalbmal so groß wie vor 1938. Der Bevölkerungsverlust beträgt aber nur etwa 150.000 Personen, das sind 8,5 Prozent. Wien verliert die Hälfte seiner in Land- und Forstwirtschaft berufstätigen Einwohner. Auch die Betriebsklassen Stein-, Erdgewinnung und -bearbeitung, Glasproduktion, Bauwesen und Bauhilfsbetriebe, Textilbetriebe und chemische Betriebe geben weitaus mehr Beschäftigte ab, als dem Bevölkerungsabgang Wiens entsprechen würde. Hingegen erhöht sich der Anteil der in der Elektrizitäts-, Gas- und Wasserversorgung, in den Bekleidungsbetrieben, in der Papiererzeugung, in grafischen Betrieben, im Handel, Geldwesen und der Privatversicherung berufstätigen Bevölkerung. Vor allem die Angestelltenberufe treten im verkleinerten Stadtgebiet stärker hervor. Es ergeben sich Verschiebungen im Altersaufbau und auch beim Frauenüberschuss: auf hundert männliche Einwohner kommen im neuen Stadtgebiet 130, in den abgetretenen Randgebieten nur 120 weibliche Einwohner.

Der 22. Bezirk, Donaustadt, ist der Fläche nach der größte, während der 10. Bezirk durch die Einverleibung von Ober-Laa, Rothneusiedl und Unter-Laa seine Stellung als Bezirk mit der höchsten Einwohnerzahl noch "gefestigt" hat und derzeit bereits mehr als 120.000 Einwohner zählt.

1.12.1954: Bürgermeister Jonas kondoliert zum Tode Furtwänglers

Portait Wilhelm Furtwängler

Verstarb: Wilhelm Furtwängler

In Berlin verstarb der weltbekannte Dirigent Wilhelm Furtwängler. Bürgermeister Jonas richtete an seine Witwe ein Beileidstelegramm.


2.12.1954: Vincent Auriol bei Bürgermeister Jonas

Portrait Vincent Auriol

Vincent Auriol kam zur Sitzung des Internationalen Kriegsteilnehmer Kongresses

Vincent Auriol begrüßt Bürgermeister Jonas

Vincent Auriol zu Gast bei Bürgermeister Jonas


Heute ist der frühere Präsident der Französischen Republik, Vincent Auriol, im Rathaus eingetroffen, um an der Schlusssitzung des Internationalen Kriegsteilnehmerkongresses teilzunehmen. Anschließend besuchte er Bürgermeister Jonas.

2.12.1954: Bis 30. Dezember in der Secession: 450 Bilder erwarten ihre Käufer

Stadtrat Mandl eröffnete heute in der Wiener Secession die fünfte Ausstellung "Das gute Bild für jeden", die das Amt für Kultur und Volksbildung in Zusammenarbeit mit sämtlichen Wiener Künstlerverbänden veranstaltet. Die Ausstellung zeigt ungefähr 450 Bilder, kleine Plastiken, Keramiken und Emailarbeiten bedeutender Wiener Künstler. Keine Zeichnung kostet mehr als 300 Schilling, kein Aquarell kostet mehr als 400 Schilling.

3.12.1954: Landaufenthalt für 250 Wiener Dauerbefürsorgte - Verwendung der Kaiserspende

Die Spende von Kaiser Haile Selassie I. im Ausmaß von rund 100.000 Schilling wird im Auftrag von Bürgermeister Jonas dazu verwendet, um zusätzlichen 250 städtischen Dauerbefürsorgten im nächsten Jahr einen vierzehntägigen Landaufenthalt zu ermöglichen.

4.12.1954: Bürgermeister Jonas empfing Auslandsösterreicher

Bürgermeister Jonas empfing heute im Wiener Rathaus die Delegierten der im Weltbund der Auslandsösterreicher zusammengeschlossenen Vereine. Der Weltbund, der seinen Sitz in Zürich hat, hält gegenwärtig in Wien seine Jahresversammlung ab.

9.12.1954: Eine neue Brücke zum Wiener Hafen

Im Osten Wiens wurde heute ein neuer Brückenbau über den Schwechat-Wildbach eröffnet. Die neue Brücke steht auf der Umfahrungsstraße Kaiser-Ebersdorf - Albern und bedeutet einen weiteren Schritt im Ausbau des Wiener Hafengebietes.

Die Brücke hat eine Länge von rund 77 Metern. Die Fahrbahn ist 7,5 Meter breit und wird von 1,5 Meter breiten Gehwegen eingesäumt. Sie kann von Fahrzeugen bis zu 60 Tonnen befahren werden. Die Gesamtkosten betrugen 1,6 Millionen Schilling.

9.12.1954: Ein Ehrentag der "Blauen Schwestern" - die Krankenpflegerinnen des Allgemeinen Krankenhauses

Das Wiener Allgemeine Krankenhaus gedachte heute in einer Feierstunde des 50-jährigen Bestandes seiner "Blauen Schwestern", der ältesten Institution der Krankenpflegerinnen, die seit ihrer Gründung im Dienste des Wiener Gesundheitswesens steht.

In seiner Ansprache verglich Prof. Dr. Schönbauer, der Direktor des Allgemeinen Krankenhauses, die Zustände in den Wiener Spitälern um die Jahrhundertwende - also zur Zeit der Gründung der Blauen Schwesternschaft - mit denen der Gegenwart. Das Wiener Allgemeine Krankenhaus bestand damals aus dürftigen Räumen mit unzulänglichen Einrichtungen. Es gab keine Krankenschwestern, sondern nur Wärterinnen ohne Ausbildung. Erst 1904 folgte der damalige Direktor Hofrat Dr. Mucha dem Beispiel von Prof. Billroth und gründete auch für die Wiener Fondskrankenanstalten im Gebäude des alten Versorgungshauses am Alsergrund eine Pflegeschule mit Schwesternheim. Mit der Gründung dieses Institutes begann vor 50 Jahren eine grundlegende Reform des weltlichen Pflegerinnendienstes.

10.12.1954: Konstituierende Sitzung des Wiener Gemeinderates

Der neue Wiener Gemeinderat trat heute zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Nach erfolgter Wiederwahl hielt Bürgermeister Jonas seine Antrittsrede.

Nachdem die Zahl der Mitglieder des Stadtsenates vom Gemeinderat mit 12 festgesetzt wurde, erfolgte die Wahl der Stadträte:

Von der Sozialistischen Partei Dr. Alfred Migsch, Johann Resch, Hans Mandl, Karl Honay, Leopold Thaller, Franz Koci, Franz Glaserer und Josef Afritsch;

von der Österreichischen Volkspartei Lois Weinberger, Karl Lakowitsch, Franz Bauer, Dkfm. Nathschläger.

Als Vizebürgermeister wurden Stadtrat Honay und Stadtrat Weinberger gewählt.

Hierauf setzte der Wiener Gemeinderat die Verwaltungsgruppen fest:

  • Verwaltungsgruppe I: Personalangelegenheiten, Verwaltungs- und Betriebsreform, Stadtrat Dr. Alfred Migsch;
  • Verwaltungsgruppe II: Finanzwesen, Stadtrat Johann Resch;
  • Verwaltungsgruppe III: Kultur und Volksbildung, Stadtrat Hans Mandl;
  • Verwaltungsgruppe IV: Wohlfahrtswesen, Vizebürgermeister Karl Honay;
  • Verwaltungsgruppe V: Gesundheitswesen, Vizebürgermeister Lois Weinberger;
  • Verwaltungsgruppe VI: Bauangelegenheiten, Stadtrat Leopold Thaller;
  • Verwaltungsgruppe VII: Baubehördliche und sonstige technische Angelegenheiten, Stadtrat Karl Lakowitsch;
  • Verwaltungsgruppe VIII: Öffentliche Einrichtungen, Stadtrat Franz Koci
  • Verwaltungsgruppe IX: Wohnungs-, Siedlungs- und Kleingartenwesen, Stadtrat Franz Glaserer;
  • Verwaltungsgruppe X: Wirtschaftsangelegenheiten, Stadtrat Franz Bauer;
  • Verwaltungsgruppe XI: Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten, Stadtrat Josef Afritsch;
  • Verwaltungsgruppe XII: Städtische Unternehmungen, Stadtrat Dkfm. Richard Nathschläger.

DIE NEUE WIENER LANDESREGIERUNG:

Portrait Franz Jonas

Bürgermeister Franz Jonas

Portrait Karl Honay

Vizebürgermeister Karl Honay

Portrait Franz Koci

Stadtrat Franz Koci

Portrait Johann Resch

Stadtrat Johann Resch

Portrait Josef Afritsch

Stadtrat Josef Afritsch

Portrait Richard Nathschläger

Stadtrat Dkfm. Richard Nathschläger

Portrait Franz Bauer

Stadtrat Franz Bauer

Portrait  Leopold Thaller

Stadtrat Leopold Thaller

Portrait Lois Weinberger

Vizebürgermeister Lois Weinberger

Portrait Franz Glaserer

Stadtrat Franz Glaserer

Portrait Alfred Migsch

Stadtrat Dr. Alfred Migsch

Portrait Hans Mandl

Stadtrat Hans Mandl

Portrait Karl Lakowitsch

Stadtrat Karl Lakowitsch


Stadtrat Dr. Alfred Migsch

Der neue Stadtrat der Verwaltungsgruppe I, Personalangelegenheiten, Verwaltungs- und Betriebsreform, Dr. Alfred Migsch, wurde am 5. November 1901 in Wien geboren. Sein Vater war Versicherungsbeamter und Mitbegründer des Vereines der Versicherungsangestellten. Alfred Migsch absolvierte in Wien das Gymnasium und studierte an der Wiener Universität Staatswissenschaften. Im Jahre 1921 trat er bei der Gemeinde Wien ein und wurde zunächst dem Rechnungsdienst zugeteilt. Von 1922 bis 1929 war Migsch im Wiener Stadtschulrat tätig, von 1929 bis 1934 arbeitete er als Sekretär bei Stadtrat Weber, der damals das Wohnungswesen verwaltete. Sein Amtstitel bei der Gemeinde Wien ist Senatsrat.

1934 wurde er wegen seiner Zugehörigkeit zur Sozialdemokratischen Partei aus dem Rathaus versetzt und der Bezirkshauptmannschaft Favoriten zugeteilt.

Nach dem Krieg wurde Dr. Migsch 1945 zum Nationalrat gewählt und bekleidete von 1947 bis 1949 das Amt eines Bundesministers für Energiewirtschaft.

Stadtrat Franz Glaserer

Der neue Stadtrat der Verwaltungsgruppe VIII, Wohnungs-, Siedlungs- und Kleingartenwesen, Franz Glaserer, wurde am 27. November 1904 in Wien geboren. Er entstammt einer Arbeiterfamilie, sein Vater war von Beruf Ledergalanteriearbeiter, seine Mutter war in einer Fabrik tätig. Nach Absolvierung von Volks- und Bürgerschule erlernte Glaserer den Beruf eines Schriftsetzers. In der Arbeiter-Maturaschule Mollardgasse absolvierte er daneben einen Maturakurs. Im August 1918 trat er der Sozialistischen Arbeiterjugend bei. Ein Jahr später schloss er sich auch der Lehrlingssektion der Buchdrucker an.

1940 wurde Glaserer zum Wehrdienst der Deutschen Wehrmacht eingezogen und geriet 1945 in Frankreich in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft im Februar 1946 war Franz Glaserer in der Bezirksvertretung von Penzing als Bezirksrat tätig. Eine Zeit hindurch bekleidete er auch das Amt eines Ernährungsinspektors. 1949 wurde Glaserer in den Wiener Gemeinderat gewählt.

Im Anschluss an die Gemeinderatssitzung hielt der Wiener Landtag seine konstituierende Sitzung ab.

16.12.1954: Weihnachtsfeier für die Kinder von Kriegsgefangenen

Portrait Elfriede Ott

Elfriede Ott

Zwei Künstler nebeneinander

Piron und Knapp

Franz Borsos mit Sängerin auf Bühne

Franz Borsos

Portrait Ernst Waldbrunn

Ernst Waldbrunn


An der vom Bundesministerium für Inneres und der Wiener Landesregierung veranstalteten Weihnachtsfeier, die für Heimkehrer und die Kinder der noch immer in Kriegsgefangenschaft befindlichen Wiener bestimmt ist, nehmen in einem bunten Rahmenprogramm viele Künstler, u.a. Franz Borsos, Pierron & Knapp, Elfriede Ott und Ernst Waldbrunn teil.

22.12.1954: 80. Geburtstag von Rosa Albach-Retty

Portrait Rosa Albach-Retty

Rosa Albach-Retty

Am 26. Dezember vollendet Kammerschauspielerin Prof. Rosa Albach-Retty das 80. Lebensjahr.

Sie debütierte bereits mit 17 Jahren am Deutschen Theater in Berlin, von wo aus sie ans Lessingtheater übersiedelte. 1894 kam sie ans Deutsche Volkstheater nach Wien, 1903 erfolgte ihre Berufung ans Burgtheater, dem sie seither angehört und dessen Ehrenmitglied sie ist.


23.12.1954: Nach 20 Jahren wieder gewählte Bezirksvertretungen - Die Konstituierungen in den Bezirksvorstehungen

Vom 17. bis 22. Dezember fand in den 23 Wiener Bezirksvertretungen die Konstituierung der neugewählten Bezirksvertretungen statt. Die Bezirksvertretungen waren zum letzten Mal im Jahre 1932 gewählt worden. Mit dieser Konstituierung geht auch das seit 1945 bestehende Provisorium zu Ende.

Die Bezirksvorsteher der 23 Wiener Bezirke:

1. Bezirk: Dipl.-Chem. Dr. Otto Friesinger (ÖVP)
2. Bezirk: Hubert Hladej (SPÖ)
3. Bezirk: Josef Pfeifer (SPÖ)

Portrait Otto Friesinger

Dipl.-Chem. Dr. Otto Friesinger

Portrait Hubert Hladej

Hubert Hladej

Portrait Josef Pfeifer

Josef Pfeifer


4. Bezirk: Franz Ramel (ÖVP)
5. Bezirk: Franz Grubeck (SPÖ)
6. Bezirk: Rudolf Krammer (ÖVP)

Portrait Franz Ramel

Franz Ramel

Portrait Franz Grubeck

Franz Grubeck

Portrait Rudolf Krammer

Rudolf Krammer


7. Bezirk: Franz Friedrich Glamm (ÖVP)
8. Bezirk: Reg.-Rat Franz Bartl (ÖVP)
9. Bezirk: Johann Rajnoha (SPÖ)

Portrait Franz Friedrich Glamm

Franz Friedrich Glamm

Portrait Franz Bartl

Reg.-Rat Franz Bartl

Portrait Johann Rajnoha

Johann Rajnoha


10. Bezirk: Karl Wrba (SPÖ)
11. Bezirk: Josef Haas (SPÖ)
12. Bezirk: August Fürst (SPÖ)

Portrait Karl Wrba

Karl Wrba

Portrait Josef Haas

Josef Haas

Portrait August Fürst

August Fürst


13. Bezirk: Ernst Florian (ÖVP)
14. Bezirk: Anton Figl (SPÖ)
15. Bezirk: Heinrich Hajek (SPÖ)
16. Bezirk: Augustin Scholz (SPÖ)

Portrait Ernst Florian

Ernst Florian

Portrait Anton Figl

Anton Figl

Portrait Augustin Scholz

Augustin Scholz


17. Bezirk: Karl Panek (SPÖ)
18. Bezirk: Dr. Friedrich Holomek (ÖVP)
19. Bezirk: Karl Schwendner (SPÖ)
20. Bezirk: Franz Koblizka (SPÖ)

Portrait Friedrich Holomek

Dr. Friedrich Holomek

Portrait Karl Schwendner

Karl Schwendner

Portrait Franz Koblizka

Franz Koblizka


21. Bezirk: Ernst Theumer (SPÖ)
22. Bezirk: Leopold Horacek (SPÖ)
23. Bezirk: Johann Radfux (SPÖ)

Portrait Ernst Theumer

Ernst Theumer

Portrait Leopold Horacek

Leopold Horacek

Portrait Johann Radfux

Johann Radfux


24.12.1954: 75. Geburtstag von Igo Etrich

Am 25. Dezember vollendet der Flugzeugkonstrukteur Igo (Ignaz) Etrich in Freilassing sein 75. Lebensjahr.

Portait Igo Etrich

Pionier der Luftfahrt: Igo (Ignaz) Etrich

Zu Trautenau in Böhmen als Sohn eines Textilindustriellen geboren, erhielt er die Möglichkeit, sich eine Flugzeugwerkstätte einzurichten und Versuchte mit Gleitfliegern ohne menschliche Besatzung durchzuführen. In der Folge übersiedelte er nach Wien, wo ihm das Handelsministerium auf dem Rotundengelände einen Pavillon zur Verfügung stellte. 1905 erhielt er das erste Patent auf einen Apparat mit 12 m Spannweite, 1906 baute er sein erstes Motorflugzeug. Eine neue Konstruktion führte zur "Etrich-Taube", mit der der Pilot Karl Illner sämtliche österreichische Rekorde im Hoch- und Dauerflug gewann und auch den Preis der Stadt Wien errang. 1912 gründete Etrich in Liebau die "Etrich-Flieger-Werke" und vor dem Ersten Weltkrieg die "Brandenburger-Fliegerwerke". Nach 1918 betätigte er sich in der Textilindustrie, da die Friedensverträge die Flugzeugproduktion verboten. 1944 erhielt er das Ehrendoktorat der Technischen Hochschule in Wien, 1945 musste er aus Trautenau nach Bayern übersiedeln.

Igo Etrich gehört zu den Pionieren der Luftfahrt und hat für die Entwicklung des österreichischen Flugwesens besondere Bedeutung. Seine "Taube" ist im Technischen Museum ausgestellt.


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